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Innere Unruhe - eine einfache Meditationsübung für mehr Ausgeglichenheit

Das Unwort des Jahres 2010 heißt "alternativlos". Deutschland fehlte es 2010 offenbar an innerer Ruhe. Es müsste in der Schule das Fach "Meditation" geben, damit man von klein auf lernt, innere Unruhezustände im Griff zu haben. Außerdem müsste es öffentliche Orte geben, in die man kurz zwischendurch verschwinden kann, um Meditationsübungen auszuführen. Dann hieße das Wort des Jahres "alternativselig" oder so ähnlich.

Zen-Gärten sehen, mildert innere Unruhe; meditative Bewegungen bringen meist noch mehr.
Zen-Gärten sehen, mildert innere Unruhe; meditative Bewegungen bringen meist noch mehr.

    Einfache Erdungs-Übung, um Unruhe loszuwerden

    1. Stellen Sie sich aufrecht hin. Strecken sie die Knie nicht durch. Stellen Sie sich vor, Sie stünden unter einer Dusch und lassen das Wasser in Ihren Nacken rinnen. Versuchen Sie, den Boden unter Ihren Füßenzu spüren. Bewegen Sie sich leicht hin und her, wie ein Baum im Wind, der fest verwurzelt stehen bleibt. Bleiben Sie elastisch und biegsam. Versuchen Sie, sich vorzustellen, Sie schlügen Wurzeln im Boden. Ziel dieser Übung ist es, den Kontakt zum Boden und Ihre Standfestigkeit so gut wie möglich zu finden, zu spüren, darauf zu vertrauen. Das Bild des Baums ist in der Regel sehr geeignet, um innere Unruhe zu bekämpfen.
    2. Richten Sie Ihre Augen auf etwas, was Sie in etwa vier bis fünf Metern Entfernung erblicken können. Strecken sie Ihre Arme in der Höher Ihrer Schultern nach vorne. Strecken Sie die Finger. Schließen Sie die augen und verharren Sie etwa dreißig Sekunden in dieser Haltung.
    3. Lassen Sie den Tag, so wie er sich ereignet hat, durch den Kopf gehen. Bewerten Sie die einzelnen Ereignisse nicht. Sie kommen und gehen.
    4. Atmen Sie betont aus und sagen Sie sich, dass Sie sich dadurch aller negativen Gefühle entledigen (Ängste, Unsicherheiten, Unzufriedenheit etc.)
    5. Öffnen Sie die Augen und atmen Sie erneut kräftig aus, so, dass es deutlich zu hören ist.
    6. Yoga ist zum Trendsport geworden. Grund hat das allemal, denn Yoga-Übungen wirken …

    Innerer Unausgeglichenheit Herr werden (Variation der Übung)

    1. Wenn die oben beschriebene Übung nicht die erwünschte Wirkung zeigt, wiederhole Sie sie, aber variieren Sie sie: Gehen Sie im Marschschritt auf der Stelle, heben Sie also abwechselnd das linke und das recht Bein.
    2. Bauen sie die Übung aus und marschieren Sie im Gänseschritt mit ausgestreckten Armen durch den Raum, und zwar mit geschlossenen Augen! Konzentrieren Sie sich möglichst gut auf Ihre Körperbewegungen. Schulen Sie Ihre Propriozeption, übersetzt etwa "Eigenwahrnehmung, das heißt die Wahrnehmung Ihrer Körperbewegungen im Raum. Mit geschlossenen Augen geht das in der Regel besser. Außerdem haben Sie dabei das Gefühl, dass Sie sich abschirmen, nichts mehr an sich ranlassen, was Ihre innere Unruhe verstärken könnte. Gedanken haben eine erstaunliche suggestive Wirkung. Sagen Sie sich: es besänftigt mich, ich werde ruhig und wenn Sie das lange genug und intensiv üben, kann das sehr gut wirken.
    3. Öffnen Sie nach etwa dreißig bis vierzig Sekunden die Augen. Lassen Sie bewusst langsam die Arme sinken. Atmen Sie hörbar aus.
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