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Industriemechaniker - Berufsbild und Anforderungen an Azubis

Wie sieht eigentlich das Berufsbild des Industriemechanikers aus und welche Anforderungen muss ein Azubi erfüllen? Diese Frage kann für manchen jungen Mann und auch für manche junge Frau auf der Suche nach dem richtigen Beruf interessant sein.

Industriemechaniker können in unterschiedlichen Branchen arbeiten.
Industriemechaniker können in unterschiedlichen Branchen arbeiten. © Dieter_Schütz / Pixelio

Berufsbild Industriemechaniker - ein anerkannter Ausbildungsberuf

Den Beruf des Industriemechanikers gibt es seit 1987. Er ersetzt die Berufe des Maschinen- und des Betriebsschlossers, die einer Weiterentwicklung bedurften.

  • Zum Berufsbild gehört es, Maschinen und Anlagen aus einzelnen Teilen, die sie zuvor angefertigt haben, zu bauen. Darüber hinaus gehört es zu ihren Aufgaben, die hergestellten Geräte beim Kunden zu montieren und einzurichten, die Funktionstüchtigkeit zu überprüfen sowie die Mitarbeiter des Unternehmens mit der Bedienung der neuen Anlagen vertraut zu machen. Ebenfalls Teil des Berufsbildes ist es, die Maschinen regelmäßig zu warten, Abläufe gegebenenfalls zu optimieren, bei Störungen zu reparieren und Ersatzteile zu bauen oder auch zu besorgen.
  • Ein Industriemechaniker kann nicht nur im Maschinen- und Anlagenbau arbeiten, sondern auch in jenen Branchen, die solche Maschinen und Anlagen, die regelmäßig gewartet und oft auch repariert werden müssen, einsetzen. Dies kann die chemische Industrie genauso sein wie die Elektro-, die Textil- oder die Lebensmittelindustrie.

Anforderungen an Auszubildende

Wenn Sie daran denken, eine entsprechende Ausbildung - sie dauert dreieinhalb Jahre - zu machen, müssen Sie mit gewissen Anforderungen rechnen.

  • Für die Ausbildung sollten Sie mindestens einen mittleren Bildungsabschluss haben. Zwar stellen Unternehmen teilweise auch Hauptschulabsolventen ein; wie einer Statistik der Agentur für Arbeit zu entnehmen ist, hatten jedoch nur 20 Prozent derer, die im Jahr 2010 ihre Lehre begannen, diesen Abschluss, nahezu zwei Drittel hatten dagegen die Mittlere Reife.  
  • Um den Ansprüchen des Berufs gewachsen zu sein, sollten Sie gute Mathematik- und Physikkenntnisse mitbringen, denn Sie müssen häufiger Berechnungen durchführen und im Lauf der Ausbildung zumindest ein elektrotechnisches Basiswissen erwerben. Da viele Maschinen und Anlagen heute per Computer gesteuert werden, sind außerdem Informatikkenntnisse vorteilhaft.
  • Da es in den Fertigungshallen oft laut ist, müssen Sie einen gewissen Geräuschpegel in Kauf nehmen. Arbeiten Sie später im Maschinen- und Anlagenbau, müssen Sie außerdem mit vielen Fahrten zu Kunden, die auch weiter entfernt sein können, rechnen.

Wer sich über den Beruf des Industriemechanikers gut informiert hat und die entsprechenden Anforderungen erfüllt, kann viel Freude an seiner Tätigkeit haben.

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