Alle Kategorien
Suche

Industrial Tanzen lernen - so geht's in der Tanzschule

Um nicht als „Wannabe“ zu gelten, muss man schon sehr fleißig den sich ständig verändernden Jumpstyle verfolgen und einige Elektro-Bühnen-Shows besuchen. Die Tanzideen des neuen „Genre“ sind faszinierend, nur nicht immer leicht zu lernen, wie das „Industrial Tanzen“ beweist.

Die elektronische Musik muss stimmen.
Die elektronische Musik muss stimmen.

„Industrial Tanzen“ ist (nicht) leicht zu lernen

  • Wer „Industrial Tanzen“ lernen will, tut gut daran, an einigen Elektro-Bühnen-Shows teilzunehmen, um die Bewegungen zu internalisieren. Selbst wenn Sie sich vorkommen wie ein „Wannabe“, werden Sie die Grundbewegungen nur durch „Nachahmung“ lernen können. Sie wissen nicht, was ein „Wannabe“ ist? Okay, eine kurze Erklärung zu einigen Worten, die nachfolgend auf Sie zukommen:
  • Ein „Wannabe“ ist ein „Möchtegern“ bzw. „Aufschneider“. Das Wort leitet sich aus dem englischen Sprachgebrauch „want to be“, also „sein wollen“ ab. Nicht zu ergründen ist die Schlusssilbe „nabe“, die zur Hilfe genommen wird, um die Bedeutung in die Wortart „Substantiv“ zu transportieren.
  • Einige Elektro-Bühnen-Shows, die „Industrial Tanzen“ präsentieren, bewerben dies mit „Cyber-Gothic“. Das Wort „Cyber“ stammt aus der griechischen Seefahrt und bedeutet „steuern“ Im 19. Jh. wurde der Begriff auf die elektronische sowie biologische Regelungstechnik übertragen. Langsam entwickelte es sich zu einem Modewort elektromechanischer Musik- und Tanzstile.
  • Unter „Gothic“ ist zunächst die mittelalterliche Epoche der „Gotik“ zu verstehen. Allerdings wird der Begriff umgangssprachlich, unabhängig der Epoche, als eine schwer zu definierende Lebensart verstanden, da mit ihm individuell unterschiedliche Lebensphilosophien bezeichnet werden. Übersetzt man „Gothic“ bedeutungsmäßig, so entspricht es Synonymen, wie z. B. Schönheit, Ästhetik, Stille, Anmut, düster-farbige Romantik.
  • Insider werden wissen, dass „Industrial Tanzen“ eine Weiterentwicklung des „Jumpstyle“ ist, der auf die französische Tecktonik-Elektro-Danse-Kultur zurück geht. Während beim Elektro-Danse die Armarbeit vorrangig war, forderte der Jumpstyle mehr Beintätigkeit. Das „Industrial Tanzen“ verbindet die Bein- und Armbewegungen. Wenn Sie kein „Wannabe“ bleiben wollen, die Cyber-Gothic-Szene lieben, sollten Sie den „Industrialtanz“ lernen. Schwierig ist es derzeit noch, geeignete Tanzschulen für diese Bewegungen zu finden.

Es gibt Tanzschulen, die den Tanz aufgreifen

  • Mit elektronischer Tanzmusik und etwa 140 - 160 bpm sowie Offbeats, wie beim Hardstyle, erfordert das „Industrial Tanzen“ ein gewisses Einlassen in die Musik. Die Körperbewegungen werden in der Regel an ein und demselben Platz ausgeführt, wobei der Unterkörper auf gegrätschten Beinen gekonnte Seitendrehungen vollführt. Wichtig ist vor allem die Armarbeit, denn die Arme sind in ständiger Bewegung, überkreuzen sich, um wieder auseinanderzugehen bzw. parallel zu einer Seite zu zeigen. Eine gelungene Beinarbeit unterstützt die Bewegungen und sorgt für den Tanz-Effekt.
  • Ganz sicher werden Sie den Tanz durch Nachahmung besser lernen können als durch irgendeine schriftliche Anweisung. Aus diesem Grunde hat es schon Sinn, eine Tanzschule aufzusuchen, die dieses Angebot in ihrem Repertoire hat. Doch das ist zurzeit noch nicht sehr einfach. Sie könnten sich z. B. bei einer Tanzschule erkundigen, die bereits Jumpstyle vermittelt, oder im Internet nach neuen Schulen suchen, die sich z. B. als „Akademie“ neu gründen. Wichtig ist jedoch, dass Sie bei der Auswahl Ihrer Schule auf entsprechende Qualität achten. Hinterfragen Sie, welche beruflichen Tanzausbildungen, welche AGB,  welche Tanz-Fortbildungen und wie viel Erfahrung die jeweilige Schule präsentieren kann.

Je nach Ausbilder kann es sein, dass zunächst mehr Intensität auf die Beinarbeit oder die Armarbeit gelegt wird. Nutzen Sie am besten einen Probetermin, um sich für eine für Sie geeignete Schule zu entscheiden.

Teilen: