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Individualisierungsthese nach Beck - einfache Erklärung

Ulrich Beck hat in der deutschen Soziologie den Begriff der Risikobereitschaft geprägt. Ein deutscher Soziologe und Professor an einer Uni in München. Er ist einer der bekanntesten deutschen Soziologen. Was ist unter seiner Individualisierungsthese zu verstehen?

Ulrich Beck ist einer der bekanntesten deutschen Soziologen.
Ulrich Beck ist einer der bekanntesten deutschen Soziologen. © S._Hofschlaeger / Pixelio

Der Sozialwissenschaftler Ulrich Beck

  • Am 15.05.1944 ist Ulrich Beck in Hinterpommern geboren. Bis 2009 war er Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Weiter war er Gastprofessor an der London School of Economics and Political Science, ebenfalls für Soziologie.
  • Durch den Begriff der Risikobereitschaft, hat er seine Individualisierungsthese geprägt und er ist einer der bekanntesten Soziologen in Deutschland.
  • Ulrich Beck wurde am häufigsten in Wissenschaftsberichten zitiert.
  • Besonders stolz kann er auf seine Arbeiten und Werke sein, die in über 35 Sprachen übersetzt wurden.
  • Beck kann sich ebenfalls mit vielen Preisen schmücken: 1996 bekam er den kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München, 1999 bekam er den CICERO-Rednerpreis und 1999 den German-British Forum Award. Dieser Preis zeichnet sich durch besondere Dienste um die deutsch-britische Beziehung aus.
  • Als Schicksal bezeichnet man entscheidende Wendungen im Leben, die scheinbar zufällig …

  • Dies waren nicht die einzigen Preise, die Beck erhalten hat: Sechs Ehrendoktorwürden hat er bisher erhalten.
  • Die Individualisierungsthese von Beck ist eine von drei Thesen, die er aufgestellt hat.

Die Individualisierungsthese in seiner Bedeutung

Was bedeutet Individualisierung? Dieser Begriff kommt aus der Soziologie und ist geprägt von der Risikobereitschaft, der Industrialisierung und der Modernisierung der Gesellschaft des Westens.

  • Die Individualisierungsthese nach Beck, zeichnet den Übergang eines Menschen aus, der von der Fremd- bis zu Selbstbestimmung einen Prozess durchläuft.
  • Diese These ist eine von drei Thesen: Zum einen gibt es die Tendenzen der Individualisierung, ebenso wie die Konsequenzen und die Veränderungen, die durch neue Technologien und Innovationen entstehen.
  • Angefangen hat die Beschreibung Becks mit dem Prozess der Individualisierung in den fünfziger Jahren. Die Entstehung der Zweiklassengesellschaft, kommt laut Beck, seit der Nachkriegszeit vor. Dort hat ein sogenanntes Ungleichverhältnis der Menschen stattgefunden.
  • Die Gesellschaft soll nach der Individualisierungsthese aufgeklärt werden. Im Mittelpunkt steht die Veränderung eines Menschen in der Zeit der Industrialisierung. Diese Industrialisierung hatte zur Folge, dass Dorfgemeinschaften auseinandergebrochen sind und auch die Großfamilie in der ursprünglichen Form zerfällt.
  • Der soziale Bund wird zunehmend geschwächt, damit die Industrie aufrechterhalten wird. Die Menschen müssen weit reisen, um zum Beispiel einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Selbstbestimmung eines Menschen verblasst dadurch immer mehr.
  • Ebenso nimmt die Macht in der Gesellschaft immer weiter zu sowie die Sinnfindung eines Menschen. 

Jeder Mensch ist individuell und soll selbstbestimmt und mit Sinn fürs Leben durch die Welt gehen. Die Individualisierungsthese wurde von Ulrich Beck für den Begriff "Soziale Lebensbedingungen" geprägt.

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