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Indeterminismus einfach erklärt

Bei dem Begriff Indeterminismus handelt es sich um einen philosophischen Begriff. Die philosophische Lehre des Indeterminismus geht davon aus, dass nicht alle Ereignisse vorherbestimmt sind.

Wie der Würfel fallen, bestimmt der Zufall.
Wie der Würfel fallen, bestimmt der Zufall.

Die Definition von Indeterminismus 

  • Bei dem Begriff Indeterminismus handelt es sich zunächst einmal um einen philosophischen Lehrbegriff in Abgrenzung zum Determinismus.
  • Die philosophische Lehre des Indeterminismus geht davon aus, dass ein Geschehen nicht nur durch Kausalität bestimmt wird, das heißt, dass nicht allein das Ursachewirkungsprinzip ein Geschehen beeinflusst.
  • Diese Auffassung geht also davon aus, dass nicht alle Ereignisse durch Vorausgegangene festgelegt sind, so wie es beispielsweise der Fall ist, wenn Sie einen Lichtschalter betätigen, was zur Folge hat, dass eine Lampe an- oder ausgeschaltet wird.
  • In den Naturwissenschaften spielt der Indeterminismus für die Existenz des Zufalls eine Rolle. Beispielsweise ist in der Physik der Zerfall eines einzelnen radioaktiven Atoms nicht determiniert, also nicht vorhersagbar, und im Bereich der Biologie die Zusammensetzung der Erbinformationen bei geschlechtlicher Vermehrung ebenfalls indeterminiert, also im Voraus nicht zu bestimmen.
  • Der Indeterminismus als philosophische Lehre geht größtenteils von der Willensfreiheit des Menschen aus.

Determinismus einfach erklärt

  • Der Determinismus geht im Gegensatz zum Indeterminismus davon aus, dass Ereignisse durch Vorangegangene bestimmt sind.
  • Die meisten Vertreter des Determinismus widersprechen daher der Auffassung der Existenz des freien Willens eines Menschen, da jegliche Handlung und jedes Ereignis auf eine Ursache zurückzuführen sei.

Allerdings gibt es unter den Vertretern des Determinismus auch Vertreter des Kompatibilismus, die der Auffassung sind, Determinismus und freier Wille lassen sich miteinander vereinbaren.

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