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In Klamotten schwimmen? - Das kommt auf Sie zu

Haben Sie Lust, einfach mal in Klamotten zu schwimmen? Das stellt nach anfänglicher Gewöhnung eine lustige Herausforderung dar und wird bei jedem Rettungsschwimmerabzeichen verlangt. Es dient Ihrer eigenen Sicherheit, wenn Sie die Bewegung im Wasser mit Klamotten kennen. Es ist einfacher, als Sie vielleicht zunächst denken. Dennoch ist es ganz anders, als nur in Badekleidung zu schwimmen.

Mit Kleidung ist das Schwimmen sehr viel anstrengender.
Mit Kleidung ist das Schwimmen sehr viel anstrengender.

Gründe für das Kleiderschwimmen

  • Spätestens für die Erlangung eines ersten Rettungsschwimmerabzeichens müssen Sie in Klamotten schwimmen können. Sie müssen sogar eine 2. Person in Kleidung durchs Wasser schieben oder ziehen, hierbei handelt es sich um das Transportschwimmen.
  • Es dient Ihrer eigenen Sicherheit, wenn Sie die Bewegung unter Wasser in Klamotten kennen. Sollten Sie einmal ungewollt in voller Montur ins Wasser fallen oder springen müssen, sind Sie mit der Situation nicht überfordert.
  • Das Durchqueren sehr kalten Wassers ist bekleidet "gesünder", weil die Kleidung ein Wärmepolster am Körper bilden kann. Dies gilt aber nur für einen kurzen Zeitraum, bzw. eine kurze Strecke.

Hiermit müssen Sie beim Schwimmen rechnen

  • Entgegen der weitverbreiteten Meinung, ist die Kleidung unter Wasser nicht schwerer, als trockene Kleidung an Land. Das auf Sie einwirkende Gewicht vermindert sich sogar durch den Auftrieb, solange Sie unter Wasser bleiben. Erst wenn Sie sich aus dem Wasser erheben, lastet das volle Gewicht der nassen Klamotten an Ihnen.
  • Ebenso werden Sie nicht von der Kleidung nach unten gezogen, Sie können bekleidet genauso an der Wasseroberfläche schwimmen wie in üblicher Schwimmkleidung. Stiefel sind jedoch völlig ungeeignet, diese laufen voll, deren Gewicht zieht Ihre Füße tatsächlich leicht nach unten. Sie müssen deutlich mehr Kraft aufbringen, um Ihre Position zu halten.
  • Die Schwimmbewegungen fallen Ihnen jedoch schwerer, da Sie einen größeren Wasserwiderstand überwinden müssen. Je weiter die Klamotten geschnitten sind, desto mehr plustern sie sich unter Wasser auf - der Widerstand wächst entsprechend. Als Folge können Sie sich nur langsamer fortbewegen und benötigen mehr Kraft und Kondition.
  • Tragen Sie Kleidung mit Gummizügen, wird das Schwimmen beinahe unmöglich, denn das Wasser kann dann nicht mehr durchströmen, sondern bleibt gleich einem Ballon in Ihrer Kleidung gefangen. Hierdurch entsteht dann ein deutlich höheres Gewicht, das Ihre Kraft übersteigen könnte.

So bewegen Sie sich mit Klamotten unter Wasser

Brustschwimmen ist am besten für das Klamottenschwimmen geeignet, weil Sie ständig unter Wasser bleiben. So minimieren Sie die benötigte Kraft. Bei anderen Schwimmstilen bewegen Sie sich deutlich über die Wasseroberfläche hinaus, wodurch dann das Gewicht der nassen Kleidung auf Ihnen lastet.

  • Schwimmen Sie nur langsam und bleiben immer in Reichweite des Ufers, da Ihnen schnell die Kraft ausgehen kann.
  • Vorteilhaft ist es, wenn Sie verschiedene Schwimmstile beherrschen. So können Sie Ihren Stil wechseln, wenn Sie ermüden. Ein Stilwechsel, auch wenn er schwerer ist, kann helfen, die Phase der Erschöpfung zu überbrücken.
  • Lassen Sie sich zwischendurch flach an der Wasseroberfläche treiben, so können Sie neue Energie tanken und sich eine Pause gönnen.
  • Behalten Sie nur leichte Kleidung am Körper, die Schuhe sollten aus Stoff sein.

Schwimmen mit Kleidung sollten Sie üben, um für den Notfall gerüstet zu sein. Auch Kraft und Kondition trainieren Sie so. In manchen Badeanstalten können Sie dies probieren, es werden sogar Kurse angeboten. Natürlich können Sie das auch in Seen oder anderen Gewässern üben, aber dies sollten Sie niemals alleine tun. Bleiben Sie immer im seichten Wasser, um notfalls auf die Füße zu kommen. Eine weitere Person sollte Sie begleiten, um helfen zu können.

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