Besonders in der Schwangerschaft ist es wichtig, sich bei Autofahrten anzuschnallen. Wie Sie einen solchen Autogurt richtig anlegen und was Sie noch beachten sollten, erfahren Sie hier.
- 14.12.2011 Susann Heinze-Wallmeyer
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Auto
- eventuell zusätzlichen Schwangerschaftsgurt
- eventuell Sitzkissen
Pkw-Insassen müssen sich mit Autogurt anschnallen
- Alle Insassen eines Pkws müssen sich vorschriftsmäßig anschnallen. Das gilt auch dann, wenn eine Schwangerschaft besteht. Sie schützen damit nicht nur sich selbst, sondern auch das ungeborene Kind. Werden Sie bei einer Verkehrskontrolle kontrolliert und der Beamte stellt fest, dass Sie oder ein anderer Pkw-Insasse nicht angeschnallt sind, müssen Sie mit einer Geldstrafe rechnen.
- Da der Fahrer des Pkws für die Sicherheit der Insassen zuständig ist, muss er darauf drängen, dass sich alle Insassen ordnungsgemäß mit dem am Sitzplatz befindlichen Autogurt anschnallen. Ansonsten soll er diese einfach nicht mitnehmen.
- Das Gleiche gilt natürlich auch für Schwangere. Sitzen diese am Steuer und es kommt zu einem Auffahrunfall, werden sie durch die Fliehkräfte auf das Lenkrad gedrückt, wenn sie nicht mit einem Autogurt gesichert sind. Das kann verheerende Folgen für sie selbst, aber auch für das ungeborene Kind haben.
- Löst beispielsweise bei einem Auffahrunfall der Airbag aus, werden Sie zuerst nach vorn und dann durch den Airbag wieder nach hinten in den Sitz gedrückt. Wenn Sie allerdings einen Autogurt angelegt haben, wirken die Fliehkräfte längst nicht so stark, da Sie vom Gurt ja zurückgehalten werden.
So sollten Schwangere den Autogurt anlegen
- Führen Sie den unteren Teil des Autogurtes unter Ihrem Schwangerschaftsbauch entlang. Der obere Teil des Gurtes sollte sich oberhalb der Brust befinden und unter der Achselhöhle hergeführt werden.
- Um den Autogurt optimal einstellen zu können, sollten Sie, besonders wenn Sie von kleiner Statur sind, ein Sitzkissen auf Ihren Sitz legen und somit Ihre Position erhöhen. Bestimmt können Sie jetzt den unteren Teil des Autogurtes besser unter Ihrem Bauch anlegen.
- Es gibt auch spezielle Schwangerschaftsgurte, die mit dem normalen Autogurt verbunden werden. Dies funktioniert von Modell zu Modell unterschiedlich. Lesen Sie sich deshalb die beiliegenden Beschreibungen genau durch. Diese können Sie vorab auch schon im Internet einsehen. Die Schwangerschaftsgurte sorgen für eine optimale Polsterung des unteren Gurtteiles und führen zugleich dazu, dass dieser bei ruckartigen Bewegungen nicht so tief einschneiden kann.
- Ob Sie sich einen solchen Schwangerschaftsgurt zulegen, bleibt Ihnen überlassen. In der Regel hilft schon allein das Sitzkissen, um Ihre Position zu erhöhen.
- Mit zunehmender Schwangerschaft sollten Sie das Auto immer weniger nutzen und sich nur noch auf die nötigen Fahrten beschränken. Gehen Sie lieber öfter mal zu Fuß, setzen Sie sich - wenn es Ihr Gynäkologe erlaubt - aufs Fahrrad oder nutzen Sie den öffentlichen Personennahverkehr.
- Wer in ländlichen Regionen wohnt, wird natürlich weiterhin auf das Auto angewiesen sein. Sorgen Sie dann aber bitte dafür, dass mit zunehmender Schwangerschaft nicht mehr Sie, sondern Ihr Partner am Steuer sitzt. Auch mehrstündige Autofahrten sollten Sie mit zunehmender Schwangerschaft weitestgehend einstellen.
- Denken Sie bitte daran, sich auch auf kurzen Strecken mit dem Autogurt anzuschnallen. Dies gilt nicht nur während Ihrer Schwangerschaft, sondern immer. Gerade in Städten kommt es oft zu Auffahrunfällen, deren Folgen Sie mit einem angelegten Autogurt wesentlich abmildern können. Weitere Informationen zum optimalen Anschnallen während einer Schwangerschaft finden Sie auch auf der Webseite des ADAC.