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In den USA einen Führerschein machen - so geht's

Wenn Sie bei einem länger als 6 Monate dauernden Aufenthalt in den USA die Gelegenheit und Zeit haben, können Sie auch als Nicht-Amerikaner dort Ihren Führerschein erwerben und ihn in Deutschland 6 Monate lang (in Ausnahmen auch mit einer 6-monatigen Verlängerung) benutzen.

Führerschein in den USA erwerben.
Führerschein in den USA erwerben.

Was Sie benötigen:

  • Pass
  • englische Sprachkenntnisse
  • Aufenthaltsgenehmigung
  • Kenntnisse zu den Erfordernissen im jeweiligen Bundesstaat der USA
  • Geld

Fahren lernen in den USA - allgemeine Voraussetzungen

Nicht in allen Bundesstaaten der USA gelten gleiche Voraussetzungen für den Erwerb vom Führerschein. Das beginnt bereits beim Mindestalter, geht über Ausbildung und Prüfung und endet bei den Kosten. Hier können nur allgemeine Kenntnisse wiedergegeben werden, ganz individuelle Einzelheiten müssen Sie dann vor Ort im speziellen Bundesstaat der USA erfragen.

  • Für den Erwerb vom Führerschein Klasse B (Pkw) in den USA müssen Sie nachweisen, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind.
  • Sie müssen eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA beantragen, die länger als 6 Monate gilt.
  • Besitzen Sie eine Green Card und/oder eine Sozialversicherungsnummer der USA, können Sie einen unbefristeten Führerschein erwerben, andernfalls kann es Ihnen passieren (abhängig vom Bundesstaat), dass Ihre Fahrberechtigung nur bis zum Ende Ihres Aufenthalts in den USA, manchmal sogar nur im ausstellenden Bundesstaat gilt. Mitunter müssen Sie für den Führerschein (entspricht nicht der vorläufigen Bescheinigung) dann später noch zusätzliche Prüfungen ablegen.

Ausbildung für einen amerikanischen Führerschein

  • Die Ausbildung zum Erwerb vom Führerschein in den USA ist so vielseitig wie ihre Bundesstaaten. Erfragen Sie die speziellen Bedingungen für „Ihren Bundesstaat“ einfach im Vorfeld . Schreiben Sie (Post oder PC) dazu Gasteltern, Ihre künftige Firma o.ä. an und bitten Sie um den Nachweis einer Driving School oder um Mitteilung persönlicher Erfahrungen. Auch der ADAC kann Ihnen zum speziellen Bundesstaat einige Hinweise geben.
  • Es kann sein, dass nur der theoretische Unterricht zur offiziellen Ausbildung gehört, die praktische Unterweisung dann aber von irgendwelchen volljährigen Führerscheininhabern (Eltern, Bekannten o. a.) erfolgen darf. Klären Sie hier gleich, ob sich ggf. eine Privatperson findet, die Ihnen praktische Fahrstunden erteilen möchte.
  • In anderen Bundesstaaten allerdings erfolgt auch die praktische Ausbildung komplett in einer Fahrschule (Driving School). Melden Sie sich also in einer solchen Schule an und absolvieren Sie dort Ihren Unterricht.
  • Feststehende Unterrichtseinheiten wie in Deutschland (sog. „Besondere Ausbildungsfahrten“) gibt es nicht, entsprechende Übungen (z. B. Dunkelheitsfahrten) liegen im Ermessen des Ausbilders oder eben Fahrbegleiters. Zumindest Fahrten bei Dunkelheit und auch Anfahren am Berg, Einparken (verschiedene Möglichkeiten), evtl. sogar das Betanken sollten Sie sich zeigen lassen, auch wenn es nicht in der Prüfung abgefordert wird.
  • Feststehende Unterrichtseinheiten wie in Deutschland (sog. „Besondere Ausbildungsfahrten“) gibt es nicht, entsprechende Übungen (z. B. Dunkelheitsfahrten) liegen im Ermessen des Ausbilders oder eben Fahrbegleiters. Sie müssen zumindest die Verkehrszeichen deuten können. Prüfen Sie also, ob Ihre Schulkenntnisse ausreichen. Sehtest: Einen deutschen Sehtest sollten Sie übersetzen lassen. Sie brauchen eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA, die Sie rechtzeitig beantragen und vorlegen müssen. Sie benötigen eine Theorie- und Praxisprüfung (incl. Wissen über die Verkehrszeichen).
  • Die Kosten für den Führerschein sind in den USA ebenso unterschiedlich wie in Deutschland und auch wieder abhängig vom Bundesstaat. Wenn ein Verwandter o. ä. die praktische Ausbildung übernehmen darf, sind sie natürlich weitaus niedriger. Dann kann es schon einmal sein, dass Sie mit weniger als 200,-  Dollar rechnen können.

Führerschein aus den USA in Deutschland benutzen

  • Haben Sie einen Führerschein in den USA erworben, dürfen Sie ihn als Volljähriger maximal 6 Monate in Deutschland unter folgender Bedingung benutzen: Lassen Sie ihn von einem zugelassenen Dolmetscher (z. B. von TÜV, DEKRA, ADAC)  übersetzen und klassifizieren. Als Minderjährige dürfen Sie den Führerschein aus den USA in Deutschland nicht benutzen. Sie müssen deshalb in Deutschland bei der Meldestelle, beim Bürgeramt, beim Landeseinwohneramt o. ä. eine Fahrerlaubnis nach deutschem Recht beantragen (Klasse B ab 18 oder für das begleitete Fahren ab 17 Jahren).
  • Den Führerschein aus den USA müssen Sie in Deutschland umschreiben lassen, sonst erlischt seine Gültigkeit nach 6 Monaten (in Ausnahmen eine Verlängerung um weitere 6 Monate möglich). Ob dazu eine Übersetzung, nur die theoretische Prüfung, beide Prüfungen, die komplette Ausbildung erforderlich sind oder der Führerschein ohne diese Anforderungen umgeschrieben wird, entscheidet die Führerscheinbehörde in Deutschland nach einer Liste aller Bundesstaaten der USA. Erfragen Sie es unbedingt vor Antragstellung.
  • Einen Führerschein mit erloschener Gültigkeit dürfen Sie zwar nicht mehr in Deutschland benutzen (Delikt: Fahren ohne Führerschein), können ihn aber zeitlich unbegrenzt nachträglich zu den bereits genannten Bedingungen umschreiben lassen.
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