Immobilien als Anlage - Pro und Contra

Mit Immobilien Werte schaffen. Mit Immobilien Werte schaffen.
Es gibt viele Möglichkeiten Geld anzulegen. Oft sind die Risiken aber nicht überschaubar. Allein Immobilien haben sich regelmäßig als eine sichere Form der Anlage erwiesen. Dennoch gilt es, nicht blind einzukaufen, vielmehr Vorteile und Nachteile gegeneinander abzuwägen.
Volker Beeden
13.09.2011 Volker Beeden
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Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, eine Immobilie zu kaufen, müssen Sie wissen, auf was es ankommt. Manch ein Immobilienerwerber musste im Nachhinein feststellen, dass seine Immobilie alles andere als geeignet war, sein Kapital sicher anzulegen. Eine alte Maklerweisheit besagt, dass es beim Immobilienerwerb immer auf die Lage ankommt, und zwar insbesondere auf die Lage, die Lage und nochmals die Lage. Letztlich ist es auch hier wie bei allen Dingen im Leben. Es gibt Vorteile, aber auch Nachteile. Entscheidend für Immobilien als Anlage ist die Interessenabwägung, die Sie nur persönlich für sich selbst vornehmen können.

Immobilien sind Betongold

  • Eine Immobilie in einer guten Lage ist immer ihr Geld wert. Egal, ob Sie selbst darin wohnen oder die Immobilie an Dritte vermieten, die Verkaufsfähigkeit oder die Wiedervermietbarkeit ist immer höher als bei einer Immobilie in einer weniger guten Lage. Städtische Lagen sind regelmäßig teurer als Immobilien auf dem Land. Gute Lagen haben natürlich auch ihren Preis, der andererseits wieder in höheren Mieten seinen Niederschlag findet.
  • Berücksichtigen Sie immer, dass Ihr persönliches Interesse an einer bestimmten Immobilie nicht unbedingt mit dem Interesse anderer Personen übereinstimmen muss. Eine Immobilie ist letztlich immer nur so viel wert, wie eine andere Person bereit ist dafür zu bezahlen. Ihre Immobilie kann noch so schön sein, wenn ihre Lage schlecht ist oder ihre Nutzbarkeit eingeschränkt ist, werden Sie Probleme haben, einen Käufer oder einen neuen Mieter dafür zu begeistern.
  • Sie dürfen davon ausgehen, dass Immobilien grundsätzlich immer ein Wertsteigerungspotenzial in sich tragen. Dadurch, dass die Materialkosten und die Löhne der Handwerkerleistungen über die Jahre immer ansteigen, wird es immer teurer eine neue Immobilie zu errichten. Damit steigt der Wert einer Immobilie, die zu einem früheren Zeitpunkt gebaut wurde, über die Jahre hinweg regelmäßig an.
  • Allerdings ist auch hier wiederum zu berücksichtigen, dass Sie eine bestehende Immobilie immer instand halten müssen und über die Jahre hinweg regelmäßig Kosten anfallen.
  • Solange Sie die Immobilie in Ihrem Besitz halten, ist sie dann allerdings wiederum totes Kapital, da Sie, zumindest wenn Sie selbst darin wohnen, keinen direkten finanziellen Nutzen daraus ziehen können. Allenfalls dann, wenn Sie die Immobilie vermieten und das Baudarlehen für die Baufinanzierung zurückgezahlt haben, profitieren Sie von den vereinnahmten Mieten ihrer Mieter.

Vermietete Objekte sind als Anlage optimal

  • Wenn Sie eine vermietete Immobilie erwerben, kommt es auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Ihrer Mieter an. Bei einem gewerblichen Mieter müssen Sie sicherstellen, dass er auf die Jahre hinaus in der Lage ist, die vereinbarten Mieten zu bezahlen. Seine Leistungsfähigkeit hängt unter anderem von der Art des Gewerbes ab, dass er betreibt. Hier gibt es erhebliche Unterschiede. Etwas geringer ist das Risiko, wenn Sie Ihr Objekt an private Mieter vermietet haben. Hier ist der Ausfall eines Mieters leichter zu verkraften, als wenn der gewerbliche Mieter ein Objekt vollständig angemietet hat und plötzlich auszieht.
  • Sie müssen immer in der Lage sein, einen gewissen Mietausfall finanziell überbrücken zu können. Insoweit ist es wichtig, dass Sie immer einen gewissen Anteil an Eigenkapital vorhalten. Alternativ ist empfehlenswert, wenn Sie bereits die Baufinanzierung mit Eigenkapital unterstützen und somit im Notfall Ihre Immobilie zusätzlich beleihen können.
  • Wenn es Ihnen gelingt, gute Mieter einzubinden und Ihre Immobilie über die Jahre hinweg in Schuss zu halten, können Sie davon ausgehen, dass sich Immobilien als Anlage immer rentieren werden.
  • Der Besitz von Immobilien als Anlage bedeutet auch immer Verantwortung. Sie müssen die Verwaltung der Immobilien sicherstellen. Soweit ein Verwalter eingesetzt wird, fallen zusätzliche Gebühren an. Ohne Verwalter müssen Sie selber Mieter suchen und sich um die Nebenkostenabrechnungen kümmern. Befindet sich die Immobilie weit von Ihrem Wohnort entfernt, werden Sie auf einen Verwalter angewiesen sein. Dann kommt es auf die Person und die persönlichen Fähigkeiten des Verwalters an, ob und inwieweit er in der Lage ist, Ihre Immobilie ordnungsgemäß zu verwalten.
  • Wenn Sie die Immobilie selbst bewohnen, sollte Ihr Ziel unbedingt darin bestehen, die Immobilie möglichst schnell schuldenfrei zu bekommen. Ab diesem Zeitpunkt sparen Sie Geld. Sie zahlen dann weder Miete noch Zinsen für das Baudarlehen. Insbesondere haben Sie den Vorteil, dass Sie im Rentenalter Ihre Rente für sich selbst verwenden können. Insoweit sind Immobilien als Anlage eine optimale Altersvorsorge.
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