Alle Kategorien
Suche

Immobilie: Finanzierung - das sollten Sie beachten

Bevor Sie den Kaufvertrag für eine Immobilie unterschreiben, gilt es unabdingbar die Finanzierung sicherzustellen. Können Sie den Kaufpreis bei Fälligstellung nicht bezahlen, wird Ihr Traum vom Eigenheim zum Alptraum. Gut ist, wenn Sie vorab wissen, auf was dabei ankommt.

Gute Finanzierung ist Fundament jeder Immobilie.
Gute Finanzierung ist Fundament jeder Immobilie. © Thorben_Wengert / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Eigenkapital

Die Immobilie kaufen, ist der zweite Schritt. Der erste Schritt muss die Frage der Finanzierung sein. Nur wenn Sie den Kaufpreis finanzieren können, macht es überhaupt Sinn, einen Kaufvertrag zu beurkunden.

Selbstgenutzte Immobilie finanziert sich schwieriger

  • Früher war es relativ einfach. Ein halbwegs geregeltes Einkommen reichte aus, um eine Bank zur Finanzierung zu bewegen. Die Situation hat sich seither grundlegend verändert.  Banken sind verpflichtet, bestimmte Vorgaben an Ihre wirtschaftliche Situation zu stellen.
  • Dabei kommt es darauf an, ob Sie die Immobilie selbst nutzen oder vermieten wollen. Die Anforderung an Selbstnutzer sind wesentlich höher als die, die an Vermieter gestellt werden. Vermieten Sie, stehen die Mieten als Sicherheit zur Verfügung und gewährleisten den Kapitaldienst. Insoweit kann die Vermietung einer Einliegerwohnung in einem selbstgenutzten Wohnhaus sehr förderlich sein.

Keine Finanzierung ohne Eigenkapital

  • Im Regelfall, insbesondere bei Selbstnutzung, fordert jede Bank, dass Sie über ein gewisses Eigenkapital verfügen. Dieses sollte ca. 20 % des Kaufpreises betragen. Als gleichwertig gilt es, wenn Sie bereits über ein bezahltes Grundstück verfügen oder gewisse bauliche Leistungen selbst erbringen können.
  • Weitere wesentliche Voraussetzung ist, dass Sie der Bank ein geregeltes Einkommen nachweisen. Nur wenn Sie sicher Geld verdienen, geht die Bank davon aus, dass Sie den Kapitaldienst aus Zins und Tilgung regelmäßig leisten können.

Diese Unterlagen erwartet die Bank

  • Ihre Einkommensverhältnisse weisen Sie durch Vorlage der letzten drei Lohnabrechnungen nach. Ferner verlangt die Bank die Vorlage mindestens der letzten Einkommensteuererklärung,  soweit Sie zur Abgabe verpflichtet waren.
  • Verfügt auch Ihr Ehepartner über Einkommen,  muss er/sie dieses ebenfalls dokumentieren.
  • Haben Sie bereits Grundbesitz, verlangt die Bank die Vorlage eines Kontoauszuges, bei Finanzierung den Darlehensvertrag  nebst Nachweis des Kapitaldienstes und bei Vermietung die Vorlage der Mietverträge.

Der persönliche Eindruck entscheidet

  • Im Idealfall sprechen Sie persönlich bei dem Sachbearbeiter Ihrer Bank vor. Der persönliche Eindruck ist immer hilfreicher, als wenn Sie im Internet online eine Finanzierung beantragen.
  • Förderlich ist, wenn Sie bei Ihrer Hausbank seit längerer Zeit ein Konto führen, auf dem regelmäßig Ihr Einkommen eingeht.  Die Bank hat dann bereits Einblick in Ihr Zahlungsverhalten und kann ihr eigenes Risiko besser einschätzen.

Denken Sie an die Kaufnebenkosten

  • Bedenken Sie, dass Sie über den Kaufpreis der Immobilie hinaus auch die Nebenkosten für den Erwerb bezahlen müssen. Kalkulieren Sie diese mit ca. 5 % des Kaufpreises zuzüglich einer eventuellen Maklerprovision.
  • Erst dann, wenn die Bank die Finanzierung zugesagt hat (am besten schriftlich) dürfen Sie den Kaufvertrag notariell beurkunden.
Teilen: