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Im Lebenslauf die Konfession angeben? - Hilfreiche Hinweise für Stellenbewerber

Es ist eher unüblich, in einem Lebenslauf die Konfession oder Religionszugehörigkeit anzugeben, zumindest dann, wenn dies für den Arbeitgeber in keiner Weise relevant ist. Religions- und Kirchenzugehörigkeit können jedoch auch bei der Stellenbewerbung eine Rolle spielen.

Die Konfession kann bei Bewerbungen eine Rolle spielen.
Die Konfession kann bei Bewerbungen eine Rolle spielen.

Ein weltanschaulich neutraler Arbeitgeber wird sich eher wundern, wenn Sie bei einer Stellenbewerbung im Lebenslauf Ihre Konfession angeben. Bei der Bewerbung bei einem kirchlichen Arbeitgeber bzw. bei Diakonie und Caritas kann dies jedoch durchaus eine Rolle spielen.

Bei Stellenbewerbungen die Konfession im Lebenslauf nennen

  • Grundsätzlich spielt die Konfession oder Religionszugehörigkeit bei Stellenbewerbungen keine Rolle - und darf es auch nicht. § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sieht es als Ziel des Gesetzes vor, dass Benachteiligungen u. a. aufgrund der Religion oder Weltanschauung verhindert werden.
  • Als Stellenbewerber sollten Sie allerdings auch wissen, dass mit § 9 AGG eine Sonderregelung für Religionsgemeinschaften existiert. Eine bestimmte Religionszugehörigkeit kann bei der Bewerbung bei einem kirchlichen oder diakonischen Arbeitgeber im Hinblick auf dessen Selbstbestimmungsrecht durchaus eine berufliche Anforderung darstellen, die dieser auch einfordern kann.
  • Ist in einer Stellenausschreibung daher beispielsweise die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirchen einer bestimmten Konfession oder die Mitgliedschaft in einer Kirche, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angehört, gefordert, dann sollte ein Stellenbewerber dies durchaus beachten.

Bei weltanschaulich neutralen Arbeitgebern keine Religionszugehörigkeit nennen

  • Bei Arbeitgebern, für die die Religionszugehörigkeit keinerlei Rolle spielt oder spielen darf, sollten Sie als Stellenbewerber einen solchen Hinweis allerdings eher weglassen.
  • Sicher schadet es kaum, unter Hobbys das Singen im Kirchenchor anzuführen. Doch wenn Sie im Lebenslauf deutlich auf Ihre Konfession hinweisen, dann könnte dies so wirken, als sei diese für Sie von herausragender Bedeutung.
  • Ein potenzieller Arbeitgeber könnte sich dann fragen, was dies im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Konfessionen oder Religionszugehörigkeit bedeuten könnte.

Die Konfession wird üblicherweise nicht im Lebenslauf angegeben. Bei der Bewerbung bei einem kirchlichen Arbeitgeber spielt sie jedoch durchaus eine Rolle.

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