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Ich-Identität - eine Definition

Die Psychologie ist nicht nur eine interessante Wissenschaft, sie ist mindestens genauso kompliziert. Wissen Sie beispielsweise, was der Psychologe unter dem Begriff Ich-Identität versteht? Falls Sie keine Ahnung haben, dann können Sie die Begriffsdefinition hier in einfachen Worten nachlesen.

Identität ist Anderssein.
Identität ist Anderssein. © Gerd_Altmann_Shapes_AllSilhouettes.com / Pixelio

Definition von Identität

  • Zur Definition der Ich-Identität sollten Sie sich zunächst mit dem Wortursprung beschäftigen. So stammt das deutsche Wort Identität von Lateinisch idem, was wörtlich mit ‚derselbe‘ oder ‚der Gleiche‘ wiedergegeben werden kann. Im weiteren Sinne meint Identität die Totalität aller einem Menschen von sich aus innewohnenden Eigenschaften, welche ihn von Anderen abheben und zu einer eigenen Person machen. Kurzum ist Identität damit einfach das Anderssein.
  • Für den Psychologen spielt für die Identität eines Individuums vor allem eins eine Rolle: seine Selbstwahrnehmung. Meist unterscheidet sich das Bild, das andere Menschen von einer Person haben, signifikant von dem Bild, das die entsprechende Person von sich selbst hat.
  • Sie können sich also merken, dass sich die Ich-Identität dementsprechend aus jenen unterscheidenden Eigenschaften bildet, die ein Individuum sich selbst zuschreibt, um sich von Anderen abzugrenzen - wobei es kaum eine Rolle spielt, ob das Fremdbild dem Selbstbild der betroffenen Person entspricht.

Eriksons Theorie zum Ich-Begriff

  • Um eine weiterführende Definition des Begriffs Ich-Identität nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich, sich mit den psychologisch verhafteten Theorien Eriksons auseinanderzusetzen. In seinen Grundzügen meint Eriksons Konzept eine psychoanalytische, sozial- und entwicklungspsychologische Diskussion des Begriffs.
    Die Identität betrachtet Erikson dabei als reflexiven Aspekt eines jeden Menschen.
  • Merken Sie sich, dass Erikson die Ich-Identität als gemeinschaftsbasiert beschreibt.
    So soll der Mensch seine individuelle Art innerhalb einer Gruppe erkennen, um sich von anderen Gruppenmitgliedern zu unterscheiden, während er mit denselbigen trotz seiner Individualität in Einklang bleibt. Damit entwickelt sich die Ich-Identität genauso stark aus Identifikation, wie sie mit Abgrenzung zusammenhängt.
  • In einfachen Worten können Sie sich das Ganze so vorstellen: ein Individuum identifiziert sich mit einer Vielzahl von Personen. Mit jeder neuen Person, mit der es sich identifiziert, entwickelt es ein Stück seines eigenen Ichs weiter. All jene Identifikationsprozesse zusammengenommen führen also zur Ausbildung des individuellen Ichs und zur Abhebung von Anderen.

Selbstverständlich findet sich in der Psychologie und Pädagogik eine Vielzahl anderer Theorien und Definitionen für die Ich-Identität. Die Grundlage derer sollten Sie nun aber kennengelernt haben.

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