- 07.10.2011 Lilo Schmidt
- Frauenarzt
- Hebamme
Ich bekomme ein Baby - das wird eine aufregende Zeit
Sie halten den positiven Schwangerschaftstest in Ihren Händen und sind überwältigt. Aber wie geht es jetzt weiter, werden Sie denken.
- Als erstes ist es wichtig, einen Termin beim Frauenarzt auszumachen, damit dieser die Schwangerschaft bestätigen kann. Eine Hebamme können Sie auch aufsuchen zur Schwangerschaftsbegleitung, aber zur alleinigen Kontrolle reicht das nicht aus, denn der Arzt kann die nötigen Ultraschalluntersuchungen vornehmen und gegebenenfalls behandeln.
- Beim ersten Termin wird die Schwangerschaftswoche bestimmt und Sie bekommen einen Mutterpass. In dem werden alle möglichen Daten, wie etwa Ihr Gewicht, Eisenwerte und Blutdruck eingetragen. Auch Besonderheiten werden dort vermerkt und das dient dann auch zur Kontrolle, um zu sehen, dass alles gut verläuft.
- Der Arzt wird auch abklären, ob Sie eine „Risikoschwangerschaft“ sind. Aber keine Sorge - das ist man schon, wenn man einfach nur über 35 Jahre alt ist. Eine Mehrlingsschwangerschaft ist auch immer eine Risikoschwangerschaft.
- Sie werden dann alle 4 Wochen Termine bekommen, um zu sehen, ob es Mutter und Baby gut geht. Man kann sich auch für eine Fruchtwasseruntersuchung entscheiden, wenn man frühzeitig eventuelle Erbschäden aufdecken möchte. Der Frauenarzt wird über die Risiken und den Nutzen aufklären.
- Sie können ebenfalls eine Nackenfaltenmessung vornehmen lassen, wenn der Gynäkologe über die Kenntnisse der Pränataldiagnostik verfügt. Daraus kann man in Verbindung mit anderen Faktoren auch auf die Gesundheit des Kindes schließen. Die Wahrscheinlichkeit ein Baby zu bekommen, das krank ist, ist jedoch sehr gering.
- Nach der ersten Freude darüber, ein Baby zu bekommen, sollte man sich überlegen, wem man die Schwangerschaft mitteilen möchte. Der Partner sollte natürlich möglichst der Erste sein, der es erfährt. Viele warten die ersten drei Monate ab, da dort noch die größte Gefahr besteht, dass man eine Fehlgeburt erleidet.
- Nach drei Monaten sollten Sie auch Ihren Arbeitgeber informieren, damit die Mutterschutzzeiten geplant werden können.
- Sie können einen Kurs zur Schwangerschaft belegen, bei dem Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Man kann das mit und ohne Partner machen. Sie erlernen dort gute Atemtechniken und mit eventueller Übelkeit umzugehen. Das ist allerdings keine Pflicht, denn manche Frauen wollen das lieber mit sich und ihrem Körper ausmachen.
- Wenn der Entbindungstermin näher kommt, sollten Sie sich überlegen, wo Sie das Baby bekommen möchten: im Geburtshaus, im Krankenhaus oder zu Hause, Letzteres ist jedoch nur zu empfehlen, wenn das Kind richtig im Bauch liegt und auch sonst keine Probleme zu erwarten sind.
Genießen Sie diese besondere Zweisamkeit in der Sie das Baby bekommen, denn es ist eine Zeit, die man im Leben sicherlich nicht so oft haben wird und achten Sie gut auf sich, indem Sie nicht rauchen, keinen Alkohol und Kaffee auch nur in Maßen trinken.