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Hypotaxe: Wirkung eines Textes hervorheben - so geht's

Was die Hyptotaxe für eine Wirkung ausübt, hängt immer von jeweiligen Text ab. Sie können aber die grundlegende Zielsetzung abschätzen, mit der ein Autor hypotaktische Sätze bildet.

© Gerd Altmann / Pixelio

Was die Hypotaxe ist und was sie generell für eine Wirkung in einem Text erzeugt, das versteht man mit etwas grammatischer Erklärung.

Was ist die Hypotaxe

  • Die Hypotaxe ist eine besonders auffällige Satzstruktur in Form eines Satzgefüges, also eines Satzes, der aus mehreren Teilen besteht. Bandwurmsätze sind ein typisches Beispiel für die Parataxe, die aus sehr langen und verschachtelten Sätzen besteht. Konkret handelt es sich bei der Hypotaxe um Sätze mit vielen Haupt- und Nebensätzen in einem Satz.
  • Sie erkennen die Hypotaxe also daran, dass in einem Satz zischen zwei Punkten sehr viele Kommata sind und mehrere Nebensätze oft recht kunstvoll eingebunden werden. Auch die Konjunktionen, also Verbindungswörter wie "Weil", "Also" sind klare Hinweise auf eine hypotaktische Textstruktur.
  • Das klare Gegenteil ist übrigens die Parataxe, die nur aus ganz kurzen und einfachen Hauptsätzen besteht.

Die Wirkung solcher Sätze

  • Generell ist die Hypotaxe ein typisches Stilmittel für literarische, künstlerische Texte. Man erkennt daran immer ein gewisses Spiel mit der Sprache und eine bewusste Gestaltung in Hinblick auf den Stil.
  • Die Hypotaxe hat jedoch keine eigene Wirkung, sondern Sie müssen sie immer in Bezug auf den jeweiligen Text interpretieren.
  • Die Hypotaxe ist natürlich sehr viel weniger sachlich und auch eher schwieriger zu verstehen im Vergleich zur klaren, kurz gebündelten Parataxe.
  • Hier kommen Gefühle und komplexere Gedanken besser zur Geltung.
  • Sie dient somit hauptsächlich dem Ausdruck komplexer, oft argumentativ anspruchsvoller Gedankengänge und gilt als Indiz für Ausdrucksstärke und Stilwille. Oft wirkt eine Hypotaxe etwas altmodisch.
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