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Hydrostat oder Schaltgetriebe für Rasentraktoren

Wer sich einen Rassentraktor kaufen möchte, ist oft unsicher, was besser ist, ein Hydrostat- oder ein Schaltgetriebe? Beide haben Vor- und Nachteile.

Beim Rasentraktor ist das Hydrostatgetriebe dem Schaltgetriebe überlegen.
Beim Rasentraktor ist das Hydrostatgetriebe dem Schaltgetriebe überlegen. © Ingrid_Nickel / Pixelio

Getriebe für Rasentraktoren

Die kleinen Traktoren sind etwas größer als herkömmliche Aufsitzmäher und können in der Regel Zusatzgeräte wie einen Vertikutierer, Gartenhäcksler oder Streuwagen antreiben.

Das Getriebe sorgt dafür, dass die Kraft des Motors richtig dosiert auf die Räder übertragen wird. Je kleiner die Übersetzung, umso langsamer fährt der Rasentraktor, dafür nimmt das Drehmoment zu. Dies ist besonders in unebenem Gelände wichtig.

Besonderheiten der Hydrostaten

Ein hydrostatisches Getriebe besteht aus einer Hydraulikpumpe und einem Hydraulikmotor. Die Kraftübertragung erfolgt über aufgebauten Öldruck, mit welchem das Öl durch die Leitungen strömt.

Über die Stellung von Kolben, die auf Gleitscheiben drücken, ändert sich die Übersetzung. Der Winkel ist ausschlaggebend für die Fahrtrichtung (vorwärts, rückwärts) und die Geschwindigkeit.

Der Fahrer regelt die Geschwindigkeit, indem er mit dem Fahrpedal die Durchflussmenge an Öl dosiert. Je mehr er sie drosselt, desto langsamer wird der Rasentraktor und umgekehrt. Die Änderungen erfolgen von null bis Vollgas stufenlos.

Eine Bremse ist überflüssig, da sich der Hydraulikmotor ohne Öldurchfluss nicht drehen lässt. Das Gerät ist blockiert und bleibt sofort stehen.

Der Hydrostat ist in Hinblick auf den Verschleiß besser als jedes andere Getriebe, da er kaum bewegliche Teile enthält. Allerdings ist es wichtig, dass Sie regelmäßig das Öl und die Ventile überprüfen. Außerdem ist auf die Öltemperatur zu achten. Zu heißes Öl verursacht Störungen.

Informationen zum Schaltgetriebe

Schaltgetriebe bestehen aus verschiedenen Zahnrädern, die der Fahrer über das Schaltgestänge verstellt. Bei den meisten Modellen ist dies nur möglich, wenn der Fahrer aus- und wieder einkuppelt.

Eine stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit ist nicht möglich, da die Kraftübertragung stufenweise geregelt ist. Insgesamt ist ein präzises Mähen mit einem Schaltgetriebe schwierig.

Die vielen beweglichen Teile unterliegen einem Verschleiß. Die Zahnräder und die Kupplung nutzen sich ab. Wie schnell ein Schaltgetriebe kaputt geht, hängt vom Können des Fahrers ab. Wer sanft schaltet und ruckartiges Betätigen des Gaspedals vermeidet, schont das Getriebe.

Da der Aufbau der Getriebe einfach ist, lassen sie sich in der Regel gut reparieren. Meist ist es möglich, einzelne gebrochene oder abgenutzte Zahnräder zu ersetzen.

Den passenden Mäher wählen

Bevor Sie sich Gedanken über das Getriebe machen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie einen Rasentraktor brauchen. Der Hersteller Husqvarna empfiehlt den Einsatz auf freien Rasenflächen ab 800 Quadratmetern. Eine Schnittbreite von mehr als 90 Zentimetern ist erst ab 1.500 Quadratmetern sinnvoll.

Falls Sie unter Büschen mähen müssen, ist ein Mähwerk, das sich vor dem Rasentraktor befindet, besser, als eines unter dem Mäher. Ein Seitenauswurf ist sinnvoll, wenn trockenes kurzes Gras zu mähen ist, das auf dem Rasen liegen bleiben soll. Ansonsten ist ein Heckauswurf zu empfehlen.

Erst wenn Sie diese Fragen geklärt haben, geht es um das Getriebe und darum, was besser ist. Wenn für Sie ein Handmäher reicht, stellt sich die Frage nicht.

Schalten oder nicht - was besser ist

Ein guter Mäher mit Hydrostat ist teurer als einer mit Schaltgetriebe. Dafür bekommen Sie einen Rasentraktor mit einem hohen Bedienkomfort, den Sie präzise entlang von Blumenbeeten steuern können. Außerdem ist die Wartung problemlos. Die Rasenmäher enthalten kaum Verschleißteile und sind langlebig.

Das Schaltgetriebe ist an steilen Hängen manchmal die bessere Lösung, da die Getriebe bei starkem Gefälle den Traktor zuverlässiger sanft abbremsen. Sind Sie beim Schalten vorsichtig, kann ein solcher Mäher lange halten.

Gegenüberstellung der Kraftübertragungen

Hydrostat

Schaltgetriebe

unterliegt einem geringen Verschleiß

hoher Verschleiß, da viele bewegliche Teile

Haltbarkeit ist nicht vom Verhalten des Fahrers abhängig

Haltbarkeit hängt mit der Fahrweise zusammen

stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit

Geschwindigkeit ist in Stufen regelbar

einfache Bedienung über ein Pedal oder einen Hebel

Bedienung ist durch notwendiges Schalten kompliziert

Bremse ist überflüssig

Bremse erforderlich

bei steilen Hängen kann die Regulierung nicht ausreichend

durch kleine Übersetzung auch für steile Hänge geeignet

ab 2700 Euro

ab 2500 Euro

 

Die Frage, was besser ist, Hydrostat- oder Schaltgetriebe ist für Rasentraktoren eindeutig zu beantworten. Die stufenlose Automatik hat große Vorteile. Lediglich bei steilen Hängen ist ein Getriebe manchmal von Vorteil.

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