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Hundezaun unsichtbar - Vor- und Nachteile

Halten Sie einen Hund im nicht eingezäunten Garten, so bietet sich ein unsichtbarer Hundezaun an. Doch dieser hat nicht nur Vorteile.

Ein sichtbarer Zaun ist einem unsichtbaren vorzuziehen.
Ein sichtbarer Zaun ist einem unsichtbaren vorzuziehen. © Günter_Havlena / Pixelio

Funktionsweise des unsichtbaren Hundezaunes

Es gibt zwei verschiedene Arten des unsichtbaren Hundezauns. Bei beiden bekommt Ihr Hund ein spezielles Halsband mit einem Empfänger umgelegt. Der Empfänger sieht aus wie ein kleines schwarzes Kästchen und ist meist auch wasserdicht. Den Akku des Empfängerhalsbandes laden Sie regelmäßig am Sender auf. Sollten Sie dieses vergessen, ist der unsichtbare Hundezaun wirkungslos.

Die eine Form des unsichtbaren Hundezauns besteht aus einem langen Kabel, das Sie um das komplette Grundstück verlegen. Es muss einen geschlossenen Kreis bilden. Das Kabel können Sie in 50-Meter-Abschnitten erwerben. Sie können das Kabel lose auf den Boden legen und mithilfe von Erdkrampen gegen das Verrutschen sichern. Das Kabel kann auch unterirdisch verlaufen.

Die beiden Enden des verlegten Kabels stecken Sie dann nach Gebrauchsanweisung in einen Schaltkasten. Dieser Schaltkasten beziehungsweise Sender muss an den Strom angeschlossen sein, sodass die Anbringung nur dort erfolgen kann, wo Sie eine Außensteckdose im Garten haben.

Nähert sich der Hund mit dem Empfängerhalsband nun dem verlegten Kabel des unsichtbaren Hundezaunes, ertönt zuerst ein unangenehmer Warnton aus dem Halsband. Ignoriert der Hund diesen Ton und läuft weiter Richtung Kabel, bekommt der Hund einen Stromimpuls. Dadurch erschreckt er, sodass er zurückläuft.

Bei der zweiten Methode gibt es einen Sender, der eine gewisse Reichweite besitzt. In diesem Radius kann sich Ihr Hund frei bewegen. Dieser "Zaun" ist also kreisrund um den Sender gelegt.

Diese Vorteile hat der Hundezaun

Dieser Zaun stört nicht das Sichtfeld wie ein herkömmlicher Zaun. Auch bedarf er nicht so viel Pflege wie eine Hecke.

Mit der ersten Variante des Hundezauns können Sie nicht nur Ihr Grundstück umzäunen, sondern auch verschiedene Bereiche für den Hund nicht erreichbar machen. So können Sie also Blumenbeete oder Spielplätze sichern.

Der unsichtbare Hundezaun der zweiten Variante eignet sich gut für den Urlaub. Besonders auf dem Campingplatz kann Ihr Hund nicht auf Streifzug gehen, sondern bleibt in einem Radius um das Zelt.

Nachteile des Tierzauns

Der Hundezaun ist nicht nur für den Menschen unsichtbar, sondern auch für den Hund. Er hat keine Orientierungsmöglichkeit, wo die Grenze besteht. Viele Hunde können, ähnlich wie bei einem Ferntrainer, keinen Zusammenhang zwischen dem Strafreiz und seinem Erkundungsverhalten feststellen, was zu einem generalisierten Meideverhalten oder gar zu Aggression führen kann. 

Denken Sie auch daran, dass Ihr Hund anderen Hunden schutzlos ausgeliefert ist. Während Ihr Tier die unsichtbare Marke nicht überqueren kann, können andere streunende Hunde Ihr Grundstück betreten und Ihren Hund angreifen, da die fremden Hunde nicht das Empfängerhalsband haben.

Eine weitere Problematik kann sein, dass Ihr Hund durch den Stromimpuls eine falsche Verknüpfung herstellt. Wenn zum Beispiel ein kleines Kind zufällig an den unsichtbaren Zaun zum Spielen kommt und Ihr Hund neugierig hinläuft, wird Ihr Hund den erfolgten Strafimpuls mit dem Kind in Verbindung setzen. Fortan könnte Ihr Hund zukünftig auf alle kleinen Kinder aggressiv reagieren.  

Wenn Ihr Hund den Zaun trotz des Stromimpulses verlässt, hat er keine Möglichkeit wieder zurückzukommen. Das ist besonders bei Jagdhunden relevant. Diese lassen sich auch durch Stromimpulse nicht davon abhalten, ein Kaninchen oder Ähnliches zu jagen.

Checkliste zum sicheren Gebrauch des Hundezauns

  • Zeigen Sie Ihrem Hund den Zaun an: Markieren Sie den Verlauf des Kabels zunächst mit Markierungsfähnchen.
  • Beobachten Sie Ihren Hund genau - reagiert er auf einen Stromschlag verängstigt, sollten Sie auf den Zaun verzichten.
  • Vergessen Sie nie, den Akku des Empfängerhalsbandes aufzuladen.
  • Sichern Sie das Grundstück gegen andere Hunde oder Tiere, die Ihren Hund angreifen könnten.
  • Setzen Sie den Zaun vor allem anfangs nie ein, wenn Sie nicht in der Nähe sind.
  • Nutzen Sie den Zaun weder für Jagdhunde noch für aggressive oder ängstliche Hunde.

Ein unsichtbarer Hundezaun will gut überlegt sein. Aus Sicherheits- und Tierschutzgründen sollten Sie nach Möglichkeit auf eine sichtbare Alternative zurückgreifen.

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