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Hundefutter: Barf - so ernähren Sie Ihren Hund nach den Fressgewohnheiten der Wölfe

Hundefutter gibt es in vielen Variationen von vielen Herstellern. Es ist meist schon portionsweise verpackt und somit einfach und schnell zu handhaben. Die Preise schwanken ebenfalls sehr. Eine ganz andere Art der Ernährung nennt sich Barf. Hierbei verwenden Sie natürliches Hundefutter, rohes Fleisch, Knochen und Gemüse.

Knochen und rohes Fleisch sind sehr begehrt.
Knochen und rohes Fleisch sind sehr begehrt. © Reinhard_Grieger / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • frisches, rohes Fleisch
  • Knochen
  • Gemüse
  • etwas Obst
  • Salz

Generelles über das Barfen

Hundefutter wird in vielen Varianten angeboten, als Trockenfutter, als Nassfutter oder auch als Frischfleisch. Eine natürliche Art der Ernährung eines Hundes nach den Fressgewohnheiten der Wölfe ist es jedoch, diesem frisches, rohes Fleisch, Knochen und Gemüse zu füttern. Diese Methode nennt man Barf.

  • Sie können Ihrem Hund Fleisch von allen Tieren anbieten, nur auf Schweinefleisch sollten Sie in roher Form unbedingt verzichten. Hier kann der Aujetzky-Virus enthalten sein, für Ihren Hund stellt dieser eine große Gefahr dar. Ab Temperaturen von +60° stirbt dieser Erreger ab, weshalb Sie Schwein und Wildschein nur in gekochter Form verfüttern dürfen.
  • Knochen gehören auch zum Hundefutter, allerdings nur in ungekochtem Zustand und mit genügend Frischfleisch behaftet. Pure Knochen kann Ihr Hund nicht verdauen, da ohne die Verdauung auslösenden Bestandteile des im Fleisch enthaltenden Blutes diese nicht aufgespalten werden.
  • Vitamine und weitere Nährstoffe bekommt Ihr Hund aus leicht gekochtem Gemüse und Obst. Das Gemüse sollten Sie unbedingt kochen und vor dem Verzehr pürieren. Ansonsten kann Ihr Hund die Zellulose der pflanzlichen Zellwände nicht aufbrechen, die Verdauungssäfte sind hierauf nicht eingerichtet.
  • Weintrauben gehören wiederum nicht auf den Speiseplan Ihres Hundes, da größere Mengen davon für Hunde giftig werden können.
  • Ein durch Barfen ernährter Hund benötigt zudem 2 bis 3 Mal wöchentlich eine kleine Zugabe von Salz. Wölfe bekommen ihren Salzbedarf durch den Verzehr des noch frischen Blutes Ihrer Beutetiere. Dies fehlt Ihrem Hund entsprechend.

Hundefutter nach Art der Wölfe

  • Haben Sie sich vorgenommen, Ihrem Hund nun dieses natürliche Hundefutter nach den Fressgewohnheiten der Wölfe zu geben, sollten Sie sich zuvor vor Augen halten, dass diese Art des Fütterns zeitaufwendiger ist, als Ihrem Hund einfach gekauftes, fertiges Hundefutter zu geben.
  •  Zudem gelingt die Umstellung auf das Barfen nicht von heute auf morgen, Sie müssen Ihrem Hund die Chance geben, sich an dieses neue Hundefutter zu gewöhnen.
  • Nicht alle Hunde vertragen es beispielsweise, Knochen zu fressen. Diesen Hunden können Sie stattdessen Knochenmehl geben.
  • Testen Sie zunächst, ob Ihr Hund das rohe Fleisch verträgt. Steigern Sie die Menge der Fleischration langsam, aber stetig.
  • Führen Sie auch immer nur nach und nach neue Fleischsorten ein.
  • Beim Gemüse können Sie austesten, welche Sorten Ihr Hund mag und welche er eher ablehnt.
  • Sie werden feststellen, dass Ihr Hund, wenn Sie ihn auf dieses Hundefutter umgestellt haben, weniger trinken wird. Dies ist eine ganz natürliche Erscheinung, da er sich viel Flüssigkeit aus dem Blut des Fleisches und dem gekochten Gemüse zieht.
  • Ebenso wird Ihr Hund weniger koten, da er die Inhaltsstoffe dieses Hundefutters viel besser aufspalten und verwerten kann.
  • Das Fell von "gebarften" Hunden wird sehr viel feiner und seidiger.

Die Meinungen über diese Art, einen Hund zu ernähren, gehen auseinander, viele Kritiker vertreten die Ansicht, dass Hunde sich schnell Infektionen über das rohe Fleisch einfangen können. Hier müssen Sie Ihre Entscheidung selber treffen und Ihre eigenen Erfahrungen machen.

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