- 21.12.2010 Daniela Born
- Geduld
- Leckerlis
- Viele neue Hundebesitzer machen den Fehler zu denken, dass man einen Hundewelpen nicht erziehen muss. Der Kleine soll sich doch besser erst mal eingewöhnen, bevor man mit der Hundeerziehung beginnt. Später ist ja immer noch Zeit dazu. Aber so ist es nicht, denn einen Hund erst zu erziehen, wenn er älter ist, macht aus ihm schnell einen Hund, der im Tierheim landet, da er große Probleme bereitet.
- Richtig ist, dass man sein Hundekind vom ersten Tag an erziehen muss. Der Welpe muss lernen, was er darf und was nicht, wie er sich in der Wohnung verhalten soll und das seine Menschen das Sagen haben und nicht er. Einen Rudelführer muss es geben, das liegt in der Natur des Hundes. Übernimmt der Mensch diese Rolle nicht, wird der Hund sich dazu gezwungen fühlen, diesen Part zu übernehmen.
Die ersten Schritte in der Hundeerziehung
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Die Stubenreinheit ist unser erstes Ziel, denn wer möchte schon ständig hinter seinem Hund herputzen? Wenn Ihr Welpe die erste Zeit sein Geschäft in der Wohnung erledigt, sollten Sie auf keinen Fall mit ihm schimpfen! Wischen Sie es einfach kommentarlos weg.
- Gehen Sie öfters am Tag mit ihm vor die Tür, damit er sich erleichtern kann - gerade nach dem Fressen, Schlafen und Spielen. Wenn Sie rechtzeitig sehen, dass er sich gerade in die Stellung setzen will, gehen sie schnell zu ihm und sagen Sie im scharfen Ton „Nein!“ oder „Pfui“, nehmen Sie ihn sogleich hoch und tragen ihn nach draußen.
- Jedes Mal wenn er sein Geschäft draußen erledigt, loben Sie ihn überschwänglich. Schnell wird er es verstehen und zur Tür laufen, wenn er mal muss. Weitere Tipps: Entfernen Sie alle Läufer und lose Teppiche in der Anfangszeit. Kleine und große Malheurs können Sie so besser und gründlicher reinigen und Ihre Teppiche bleiben sauber.
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Ihr Welpe muss das Laufen an der Leine lernen, gewöhnen Sie ihn deshalb erst einmal an sein Halsband. Lassen Sie ihn daran schnuppern, damit er sieht, dass es nichts Schlimmes ist, und legen Sie es ihm mit viel Lob an. Ihrem Hund wird es am Anfang nicht gefallen, er wird sich daran kratzen und versuchen es loszuwerden. Lenken Sie ihn mit Spielen davon ab.
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Ist das Halsband kein Problem mehr, können Sie ihm die Leine anlegen und erst in der Wohnung üben, damit zu laufen. Mit einem Leckerli in der Hand, können Sie ihn dazu bringen, neben Ihnen herzulaufen. Laufen Sie los und halten das Leckerli so, dass er es ansehen kann. Loben Sie ihn, wenn er brav mitläuft. Sollte er z. B. an Ihnen hochspringen, um an das Leckerli zu gelangen, bleiben Sie sofort stehen und sagen Sie scharf „Nein!“ oder „Aus!“.
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Steht oder sitzt er wieder neben Ihnen, laufen Sie weiter und loben Sie erst dann weiter, wenn er wieder an Ihrer Seite läuft. Noch ein paar Tipps hierzu: Wenn Ihr Welpe nicht mitlaufen will und sich gegen die Leine wehrt, locken Sie ihn freudig mit dem Leckerli oder seinem Lieblingsspielzeug. Ziehen Sie ihn aber nie mit Gewalt hinter sich her und schimpfen Sie nicht, wenn er sich stur stellt.
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Zu der Hundeerziehung gehört es auch, dass Ihr Hundekind zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen. Das ist gerade dann von Bedeutung, wenn Sie später mal mit ihm ohne Leine spazieren gehen wollen. Er muss das Kommando „Komm“ erst noch verstehen lernen, deshalb ist es am Besten, sie sagen immer, wenn Ihr Hund sowieso gerade auf Sie zu kommt „Komm!“ und loben ihn freudig, wenn er zu Ihnen kommt.
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Tipp zum schnelleren Verstehen: Gehen Sie ein paar Schritte von ihm weg und halten Sie ihm dann ein Leckerli hin. Läuft er auf Sie zu, sagen Sie „Komm!“ und loben Sie ihn. Ist er bei ihnen angekommen, belohnen Sie ihn mit dem Leckerli.
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Natürlich gehört das „Sitz“ und „Platz“ zur Hundeerziehung. Nehmen Sie hierzu ein Leckerli zwischen zwei Finger und halten es über den Kopf Ihres Welpen, sodass er es sehen kann. Dann gehen Sie mit der Hand nach unten - setzt sich ihr Hund dabei hin, sagen Sie zeitgleich „Sitz!“ und geben ihm lobend das Leckerli. Wiederholen Sie diese Übung so oft, bis er schon allein auf das Kommando „Sitz!“ hört, auch ohne Leckerli.
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Funktioniert diese Übung gut, versuchen Sie es mit „Platz“. Lassen Sie ihn „Sitz“ machen und halten ihm das Leckerli vor die Nase. Nun gehen Sie mit der Hand nach unten. Ihr Welpe wird sich so automatisch hinlegen. Während er sich legt, sagen sie noch in dieser Bewegung „Platz!“ und geben ihm mit einem Lob sein Leckerli.
Allgemeine Tipps zur Hundeerziehung
- Überfordern Sie Ihren Hund nicht. Gerade die Kommandos sollten besser öfter auf den Tag verteilt geübt werden, statt zu oft hintereinander. Lassen Sie ihn etwas 3-5 mal dieselbe Übung durchführen und spielen Sie danach noch ein wenig mit ihm.
- Hören Sie auf, wenn Sie merken, das Ihr Vierbeiner die Lust verliert oder unaufmerksam wird. Schimpfen Sie nie mit ihm, wenn er ein Kommando nicht richtig ausführt, sondern belohnen und loben Sie ihn dann einfach nicht und versuchen es noch einmal. Haben Sie Geduld mit ihm, er wird es lernen, auch falls es ein wenig länger dauern sollte.