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Hunde und die Nabelschnur - Informatives

Alle weiblichen Säugetiere, wozu auch Hunde gehören, haben während der Trächtigkeit eine "Nachgeburt", die Sie Mutterkuchen nennen. Diese Plazenta hängt am Ende der Nabelschnur und sorgt dafür, dass die Embryos im Mutterleib mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.

Die Nabelschnur ist mit der Plazenta verbunden.
Die Nabelschnur ist mit der Plazenta verbunden.

Hunde bei der Geburt der Welpen beobachten

  • Die bald bevorstehende Geburt kündigt sich beim weiblichen Hund durch die Eröffnungsphase an, die bis zu 36 Stunden dauern kann. Dabei werden Sie bemerken, dass die Hündin unruhig und nervös wird, zum Nestbau neigt, öfter Harn absetzt und dabei etwas Schleim zu finden ist. Messen Sie die Körpertemperatur, wird Ihnen auffallen, dass sie abgesunken ist.
  • In der Austreibungsphase bringt das Muttertier unter Wehen ihre Welpen in einer Fruchthülle zur Welt, wobei jedes Neugeborene eine eigene Plazenta mit Nabelschnur besitzt. Beachten Sie, dass keine sogenannte Nachgeburt im Körper der Hündin zurückbleiben darf, da ansonsten Lebensgefahr besteht.
  • Nach der Geburt befreit das Muttertier instinktsicher ihre Neugeborenen aus der Fruchthülle. Dabei durchtrennt sie im Normalfall auch selbst die Nabelschnur.

So durchtrennt das Muttertier die Nabelschnur

  • Hunde durchtrennen die Nabelschnur nicht durch Abbeißen, sondern durch Abkauen. Sie werden beobachten, dass die Mutterhündin zuerst an der Schnur leckt, anschließend mit ihren Backenzähnen daran kaut und darauf herumbeißt. Dies bewirkt, dass sich die Blutgefäße schließen. Es ist daher wichtig für Sie zu wissen, dass lediglich die Fruchthülle von Hündinnen mit den Schneidezähnen geöffnet wird.
  • Es kann vorkommen, dass Hunde die Nabelschnur nicht selber durchtrennen. Dies kann der Fall sein, wenn das Muttertier das erste Mal Welpen zur Welt bringt, oder bei Tieren, die keine Reißzähne, die Backenzähne P4 und M1, mehr besitzen oder wenn ein sogenannter Vorbiss vorliegt.
  • Es ist sehr wichtig für Sie zu wissen, dass Sie die Nabelschnur auf keinen Fall einfach mit einer Schere durchtrennen dürfen. Dadurch würde das Neugeborene verbluten, da das Blut noch nicht gerinnungsfähig ist.
  • Müssen Sie Ihrer Hündin beim Abnabeln helfen, benutzen Sie zum Abbinden einen Baumwollfaden oder eine spezielle Nabelklemme. Diese werden 2 cm vom Bauch des Neugeborenen entfernt angebracht und bewirken das Schließen der Blutgefäße.
  • Nach 10 Minuten ist es Ihnen nun möglich, im Abstand von 1 cm nach der Abbindung die Nabelschnur mit einer desinfizierten Schere durchzuschneiden. Nur so verhindern Sie Nachblutungen.
  • Sie beugen einer Infektion des Nabels vor, indem Sie nach dem Durchtrennen eine Desinfektion durchführen. Dafür eignen sich anorganische Jodverbindungen sowie alkoholische oder wässrige Lösungen.
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