- 04.10.2011 Fini Lange
Ein Hund kommt ins Haus
Bevor Sie Ihren neuen Hund abholen, verteilen Sie innerhalb der Familie die Aufgaben, besprechen Sie, was Ihr zukünftiges Familienmitglied darf und was nicht und legen Sie vor allem fest, wer sich anfangs besonders darum kümmern soll, dass Ihr Hund lernt, stubenrein zu werden.
- Lassen Sie sich bei der Abholung von dem Vorbesitzer etwas von dem gewohnten Futter mitgeben und stellen Sie Ihren Hund dann langsam auf Ihr gewünschtes Futter um. So vermeiden Sie Magen- und Darmbeschwerden. Ein Hund mit Durchfall hat noch mehr Probleme, stubenrein zu werden.
- Fahren Sie auf dem direkten Weg nach Hause und lassen Sie Ihren Hund sich nach der Autofahrt lösen.
- Verzichten Sie auf eine Willkommensparty und mindestens eine Woche auf Besuch, sodass Ihr Hund sich zunächst einleben kann.
- Überfordern Sie ihn nicht. Wenn Sie Kinder haben, sorgen Sie dafür, dass sie nicht auf den Hund einreden, ihn nicht bedrängen und ihm zunächst keine Kommandos geben. Das müssen Sie zunächst mit ihnen üben. Auch Restaurantbesuche, unnötige Tierarztbesuche und eine Vollwäsche in der Badewanne haben in der Eingewöhnungszeit nichts zu suchen.
So bekommen Sie Ihren Vierbeiner stubenrein
Welpen können Ihre Blase anfangs nur schwer kontrollieren. Gehen Sie deshalb mit Ihrem Welpen anfangs alle 30 Minuten raus.
- Beobachten Sie Ihren Hund. Wenn Hunde mal müssen, werden sie vorher etwas unruhig und laufen hin und her. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund sich lösen möchte, gehen Sie zügig, aber ohne Hektik mit ihm vor die Tür.
- Loben Sie ihn jedes Mal, wenn er sich draußen löst, auch wenn es mitten auf dem Gehweg ist. Seien Sie aber nicht zu überschwänglich. Viele Hunde erschrecken sich dann und erkennen Ihr Verhalten nicht als Lob.
- Wenn Sie das Problem haben, dass Ihr Hundewelpe fast stubenrein ist, aber auf dem Weg nach draußen vor Aufregung uriniert, können Sie ihn auch auf den Arm nehmen. Die meisten Hunde spannen dabei alle Muskeln an und es geht nichts daneben.
- Besonders nach dem Essen und vor allem nach dem Schlafen drückt beim jungen Hund die Blase. Gehen Sie dann ein bisschen mit ihm draußen spazieren. Achten Sie aber darauf, dass er direkt nach dem Essen nicht tobt. Davon kann er Bauchschmerzen und sogar eine Magendrehung bekommen.
- Geht doch einmal etwas daneben, schimpfen Sie nicht mit Ihrem Hund, sondern mit sich selbst. Sie haben nicht ausreichend aufgepasst. Ignorieren Sie solche Unfälle.
Haben Sie Geduld. Es gibt Hunde, die fast ohne Training sehr schnell stubenrein werden und andere, bei denen bis zum 1. Lebensjahr immer noch ab und zu kleine Missgeschicke passieren.