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Hund massieren - so wird es eine Wohltat für Ihr Tier

Hund massieren - so wird es eine Wohltat für Ihr Tier1:48
Video von Augusta König1:48

Möchten Sie Ihrem Hund einmal etwas Gutes tun? Dann sollten Sie ihn massieren, denn auch er hat es verdient, nach anstrengenden Hundetrainingsstunden verwöhnt zu werden. Wie Sie das anstellen können, erfahren Sie in dieser Anleitung.

Was Sie benötigen:

  • Extra Wolldecke

Ihr Hund ist Ihnen ein treuer Begleiter und ist täglich bemüht, es Ihnen recht zu machen. Er gibt sich Mühe in den zahlreichen Hundetrainingsstunden mit Ihnen, somit hat er es verdient, auch einmal von Ihnen verwöhnt zu werden. Einen Hund zu massieren, kann ein ganz entspanntes Erlebnis für Sie und Ihren Hund werden.

Herausfinden, was Ihr Hund besonders gerne mag

Wenn Sie Ihren Hund massieren möchten, sollten Sie dieses Erlebnis als ein eigenständiges Ritual aufbauen, sodass er zukünftig weiß, dass nun etwas sehr Angenehmes mit Herrchen oder Frauchen passiert.

  1. Dazu nehmen Sie am besten eine Wolldecke, die Ihr Hund noch nicht kennt, und breiten sie auf dem Fußboden aus. Rufen Sie nun Ihren Hund und bitten ihn, auf der Decke Platz zu nehmen.
  2. Hocken oder setzen Sie sich vor Ihren Hund, sodass Sie auf einer Ebene sind. Die meisten Hunde mögen es nicht, wenn sie am Kopf getätschelt werden. Das liegt aber meist daran, dass der Mensch vor ihnen steht und sich über ihn beugt. Das wird oft als Bedrohung angesehen.
  3. Streichen Sie Ihrem Hund langsam und gleichmäßig erst mit geringem Druck über den Kopf und beobachten Sie ihn dabei. Zieht er den Kopf weg und dreht ihn sogar zur Seite? Dann mag er es nicht so gerne. Sollte er allerdings den Kopf richtig hinhalten und dabei sogar anfangen zu gähnen oder mit den Mundwinkeln zu schmatzen, dann ist es ihm angenehm. Das Gleiche gilt, wenn Ihr Hund ganz tief ausatmet.
  4. Probieren Sie nun mehrere Körperstellen aus. Nach dem Kopf streichen Sie über seinen Hals. Dann eventuell die Vorderpfoten hinunter. Streichen Sie auch den kompletten Rücken entlang.
  5. Fangen Sie anschließend mit dem richtigen Massieren an dem Körperteil an, bei dem Sie meinen, dass es Ihrem Hund am besten gefallen hat. Dadurch entspannt er am ehesten und Sie können danach auch mit den anderen Körperteilen arbeiten.

Ihren Hund richtig massieren - das können Sie ausprobieren

  • Kopfmassage: Setzen Sie sich frontal vor Ihren Hund. Fassen Sie mit der linken Hand unter die Schnauze des Hundes und legen den Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand auf die Stirn des Hundes, knapp oberhalb der Augen. Ziehen Sie mit den zwei Fingern sanfte Kreise auf der Stirn im Uhrzeigersinn. Machen Sie die Kreise mal größer und mal kleiner, variieren Sie auch mit dem Druck. Beziehen Sie danach auch die Ohrgegend mit ein. Abschließend streichen Sie mit festerem Druck direkt von der Nasenspitze über den Nasenrücken und zwischen den Augen bis hin zum Nacken. Setzen Sie an der Nasenspitze wieder erneut an. Wiederholen Sie den Vorgang drei Mal.
  • Vorderpfoten: Streichen Sie von oben mit zwei Fingern und dem Daumen auf der Mitte des Vorderbeines mit mäßigem Druck von oben nach unten. Sind Sie unten angekommen, setzen Sie ab und fangen oben wieder an. Streichen Sie langsam und fast meditativ.
  • Pfoten: Nehmen Sie eine Pfote in die Hand und stecken Sie Ihren Daumen auf der Unterseite zwischen die Ballen. Die Finger bleiben auf der Oberseite der Pfote. Drücken Sie Finger und Daumen öfter kurz zusammen und lassen Sie wieder los. Sollte Ihr Hund die Pfote instinktiv zurückziehen, versuchen Sie es dennoch einmal mit leichtem Druck. Wenn Ihr Hund merkt, wie schön das Massieren ist, lässt er es vielleicht immer öfter zu.
  • Nacken: Greifen Sie mit einer Hand komplett in den Nacken des Hundes und ziehen Sie das Fell kurz hoch. Anschließend drücken Sie das Fell wieder runter und fassen etwas nach. Dann ziehen Sie mehr Fell hoch und drücken es wieder runter. Sie werden merken, dass sich das Fell immer weiter nach oben ziehen lässt, und der Hund entspannt.
  • Rücken: Wenn Sie am Nacken genug massiert haben, massieren Sie im gleichen Schritt den kompletten Rücken entlang. Bewegen Sie, vom Nacken aus gesehen, Ihre Hand ca. 10 cm weiter den Rücken hinab und machen Sie die gleiche Bewegung mit der Hand, allerdings nur einmal an einer Stelle. Ziehen Sie exakt den Weg der Wirbelsäule nach.

Ihr Hund sollte zu jeder Zeit des Massierens einen "wohligen Gesichtsausdruck" haben. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund körperlich gesund ist und keine Schmerzen hat. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Tierarzt, ob Sie mit dem Massieren Ihrem Hund etwas Gutes tun.

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