Hund im Garten begraben - darauf müssen Sie achten

Hunde sind treue Freunde. Hunde sind treue Freunde.
Ein Hund ist für die meisten Menschen ein vollwertiges Familienmitglied und ein echter Freund. Über Jahre hinweg hat er Sie nun begleitet und plötzlich kommt der Tag an dem Sie Abschied nehmen müssen. Dies ist kein leichter Gang. Aber gerade weil Sie so viele Jahre mit Ihrem Hund verbracht haben, ist es für Sie wichtig, ihn zu begraben. Sie können Ihren Hund im Garten begraben, wenn Sie ein paar Dinge beachten.
Silvia Jöst
31.01.2012 Silvia Jöst
Themen der Anleitung Garten Grab Haustier Hund Tierbestattung
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Holzkiste oder Karton
  • Bescheinigung vom Veterinäramt

Begraben Sie Ihren Hund im Garten

Wenn Sie bemerken, dass die Zeit Ihres Hundes gekommen ist, und sie ihn gerne in Ihrem Garten begraben möchten, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Sie müssen sich im Vorfeld mit dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzen und Ihre Situation schildern.

  • Sie müssen einen formlosen Antrag stellen. Dieser wird vom Veterinäramt auf Hausbestattung ausgestellt. 
  • Ihr Hund darf nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben sein.
  • Weiter muss der Garten zu Ihrem Grundstück gehören. Wenn Sie ein Einfamilienhaus besitzen, ist dies kein Problem.
  • Sollten Sie in Ihrer Eigentumswohnung oder in einer Mietwohnung wohnen, muss die Beerdigung Ihres Hundes mit allen Mietern besprochen werden und Rücksprache mit dem Veterinäramt gehalten werden.
  • Ihr Garten sollte keinesfalls in einem Wasserschutzgebiet liegen.
  • Öffentliche Wege und Plätze wie Radwege oder Spielplätze müssen mindestens zwei Meter von Ihrem Garten weg liegen.
  • Ihren Hund sollten Sie in eine Holzkiste oder in einen Karton legen.
  • Sie müssen Ihren Hund mit mindestens 50 Zentimeter Erde bedecken.
  • Wenn Sie mehrere Hunde oder Haustiere halten, sollten Sie davon absehen, alle Tiere in Ihrem Garten zu beerdigen, da sonst ein privater Tierfriedhof entstehen könnte.

Es sind auch Alternativen möglich

Wenn Sie nun nicht die Möglichkeit haben, Ihren Hund in Ihrem Garten zu begraben, dann gibt es Alternativen.

  • Sie können Ihren Hund in einem Tierkrematorium einäschern lassen. Nun haben Sie die Möglichkeit Ihren Hund in einer Urne mit nach Hause zu nehmen, sodass Sie ihn immer bei sich haben können.
  • In vielen Städten und Gemeinden gibt es Tierfriedhöfe. Dort können Sie sich einen schönen Platz für Ihren Hund aussuchen und ihn würdevoll beerdigen. Diesen Platz können Sie jederzeit besuchen und Ihrem Hund auch weiterhin nah sein.

Gestalten Sie den Abschied liebevoll

  • Wenn nun die Zeit gekommen ist, passiert es in den wenigsten Fällen, dass ein Hund einfach einschläft. Damit Ihr Hund nicht leiden muss, ist das Einschläfern des Hundes die einzige Lösung für ihn.
  • Auch wenn es Ihnen das Herz bricht und Sie diesen Schritt immer weiter hinauszögern möchten, Sie tun Ihrem Hund damit keinen Gefallen. Suchen Sie sich einen Tierarzt, der zu Ihnen nach Hause kommt und den Vorgang dort ausführt. Ihr Hund ist in seiner gewohnten Umgebung, und Sie können zusammen mit ihm Abschied nehmen.
  • Trauern Sie, denn das ist wichtig. Ihr Hund hat Sie in vielen Jahren in guten und in schlechten Zeiten begleitet und war immer für Sie da, Sie haben das Recht zu trauern.

In manchen Fällen kann es helfen, wenn Sie sich entscheiden einen Hund zu sich zu holen. Die Tierheime in Deutschland und Tötungsstationen im Ausland sind voll mit Hunden, die sich so sehnlich ein liebevolles zu Hause wünschen. Kein Hund kann Ihren Hund ersetzen, das soll er auch gar nicht, aber Sie können einem Hund ein neues Heim geben und der andere Hund kann wird Ihnen sicher auch ein sehr treuer Freund werden. Ein Leben ohne Hund ist doch nur halb so schön.

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