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Hühnereier - Haltbarkeit verlängern mit Wasserglas

Die Großelterngeneration kannte diesen Trick noch, nämlich die Haltbarkeit von Hünereiern durch Einlegen in Wasserglas zu verlängern. Denn im Winter legten die Hühner keine Eier und man musste auf konservierte Ware für das Backen an Weihnachten zurückgreifen.

Hühnereier lassen sich konservieren.
Hühnereier lassen sich konservieren. © Petra Hegewald / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Eier
  • Wasserglas (als Pulver in Apotheke oder Drogerie)
  • Steinguttopf (sog. Eiertopf)
  • Wasser

Hühnereier konservieren - so geht's

  • In früheren Jahren legten die Hühner nicht das ganze Jahr über Eier, im Winter vor allem gab es faktisch keine Hühnereier.
  • Daher wurden im Herbst von den Bauern (und auch von den Stadtmenschen) die Eier gesammelt und mussten für den Winter konserviert werden - ohne Gefriergerät versteht sich.
  • Auch heute noch kann es sinnvoll sein, große Mengen an (eigenen) Hühnereiern für eine spätere Verwendung, zum Beispiel für die Weihnachtsbäckerei, zu konservieren. 
  • Zum Konservieren der Eier wurden diese in spezielle für diesen Zweck angefertigte bzw. gekaufte Steinguttöpfe (Eiertöpfe) gestapelt, dann mit einer Wasserglas-Lösung übergossen und in der Vorratskammer oder einem kühlen Kellerraum gelagert. Das Wasserglas dichtete die Eierschale gegen Luft und Bakterien ab, sodass man die Hoffnung haben konnte, die Haltbarkeit der Hühnereier um Wochen oder gar Monate zu verlängern.
  • Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass das eine oder andere der Hühnereier auch diese Konservierung nicht unbeschadet überstanden hat und faulte.
  • Die Eier durften nicht roh verwendet werden, denn die Qualität litt durch das Verfahren, und vor dem Backen oder Kochen musste man jedes Ei einzeln in einer Tasse aufschlagen, um sich von der Güte zu überzeugen. 

Haltbarkeit verlängern - so wird`s mit Wasserglas gemacht

  1. Schichten Sie die Hühnereier, deren Haltbarkeit Sie verlängern wollen, in einen großen Topf, am besten aus Steingut, das vom Konservierungsmittel nicht angegriffen wird. 
  2. Die Eier sollen sauber sein, jedoch möglichst nicht gewaschen worden sein (Schutzschicht).
  3. Das Schichten klappt optimal, wenn Sie die Eier mit der Spitze nach unten schichten.
  4. Als Konservierungsmittel wird Wasserglas verwendet, ein Alkalisilikat, das man als Flüssigkeit (hoffentlich noch) in Apotheken und vielleicht Drogerien kaufen kann. Auf jeden Fall erhalten Sie Wasserglas im Internet- bzw. Chemiefachhandel.
  5. Wird dieses Pulver in Wasser gelöst, entsteht eine gelartige Flüssigkeit. 
  6. Für 5 l Konservierungsflüssigkeit mischen Sie 500 ml Wasserglas mit 4,5 l abgekochtem (keimfreien!) Wasser. Sie erhalten dann eine Menge, die für mehr als 100 Eier ausreicht; kleinere Mengen an Flüssigkeit stellen Sie entsprechend her.
  7. Lassen Sie die Mischung erkalten und gießen Sie dann vorsichtig über die geschichteten Eier. 
  8. Die Wasserglaslösung sollte etwa 2 cm über den Eiern stehen.
  9. Achtung: Wasserglas ist eine Chemikalie und darf selbstredend nicht in die Hände von Kindern gelangen! Auch sollte Wasserglas nicht in die Augen oder auf die Haut kommen. Tragen Sie also Schutzhandschuhe und eine Brille, wenn Sie mit der (konzentrierten) Chemikalie arbeiten. 

Wenn Sie die Haltbarkeit von Hühnereiern nur für einige Tage verlängern wollen, hilft auch ein Trick der Großmütter: Legen Sie die Eier in kühlen Sand ein und bewahren Sie die Kiste im Keller auf. Aber auch bei dieser Methode müssen Sie die Eier natürlich vor dem Gebrauch "prüfen".

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