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Hose weiter machen - so gelingt's

Wenn die Kalorien mal wieder die Hosen enger genäht haben, dann können Sie dem Kauf einer neuen entgehen, indem Sie die Kleidung "wieder" weiter machen.

Es lohnt, Hosen weiter zu machen.
Es lohnt, Hosen weiter zu machen. © Michael Ottersbach / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Nahtauftrenner
  • Nähmaschine
  • Garn

Die Hose überprüfen

Bevor Sie die erste Naht auftrennen, sollten Sie prüfen, ob es überhaupt möglich ist, die Hose weiter zu machen..

  1. Betrachten Sie die Nähte und die Stoffzugaben, die Ihnen zur Verfügung stehen.
  2. Um festzustellen, ob genug Spielraum vorhanden ist und sich die Mühe des Auftrennens lohnt, messen Sie hier mindestens einen Zentimeter Stoffkante.
  3. Betrachten Sie auch die äußeren Nähte. Wenn hier wie bei einer Jeans die Naht umgenäht wurde, ist es ebenfalls leicht möglich, die Hose weiter zu machen.
  4. Außerdem sollten Sie ausmessen, wie viele Zentimeter Sie in der Hose zusätzlich benötigen.
  5. Da abgewetzte Stellen an den Nähten die Arbeit sehr schwierig machen, untersuchen Sie die Stärke des Stoffes vorher.

Die Hose weiter machen

  1. Trennen Sie die Nähte, die zu eng sind, mit dem Nahtauftrenner auf.
  2. Bei einer Jeansnaht genügt oft das Öffnen der äußeren Naht.
  3. Der Nahtauftrenner ist sehr scharf. Achten Sie deshalb gut auf Ihre Finger.
  4. Nun drehen Sie die Hose auf links.
  5. Wenn nötig, stecken Sie die aufgetrennten Nähte wieder mit Stecknadeln zusammen.
  6. Anschließend nähen Sie die Hose wieder zu. Achten Sie dabei darauf, möglichst dicht an der Stoffkante zu bleiben.
  7. Nähern Sie sich der ursprünglichen Naht in flachem Winkel an, um Unebenheiten im Schnitt zu vermeiden.
  8. Besonders wichtig ist, dass Sie immer spiegelgleich arbeiten. Also ändern Sie nicht nur die rechte Seite der Hose, sondern stets auch die linke im gleichen Maße.

Das Einsetzen eines Keils

Falls die Hose zu wenig Stoff an den Nähten über hat, können Sie auch einen Keil einsetzen.

  1. Dafür benötigen Sie einen Stoff, der Ihrer Hose gleicht oder zumindest damit gut harmoniert.
  2. Trennen Sie beide Seitennähte der Hose auf.
  3. Wenn Sie zwei Soffstreifen in der Länge der Hose abgemessen haben, stecken Sie diese an der rechten und der linken Seite der Hose fest.
  4. Schließlich probieren Sie die Hose an und stecken  sie gleichmäßig ab.
  5. Versuchen Sie, den Streifen so einzusetzen, dass er von oben bis unten die gleiche Breite hat. Gleichen Sie mit dem ursprünglichen Hosenstoff Ihre Rundungen aus.
  6. Zu guter Letzt nähen Sie den Streifen auf beiden Seiten fest.
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