- 22.09.2010 Dr. Kathrin Kiss-Elder
- Stoff
- Nähfaden
- ggf. Hosengummi
- ggf. einen Reißverschluss
Die beste Art eine Hose zu nähen: Nach einem Schnittmuster. Das Schnittmuster können Sie dann, wie Sie wollen, abwandeln. Sie finden Schnittmuster am billigsten online als kostenlosen Download zum Ausdrucken. Ansonsten finden Sie Schnittmuster auch in jedem Kaufhaus mit Stoffsortiment oder einem Stoffgeschäft. Suchen Sie sich Ihr Schnittmuster in der richtigen Kleidergröße heraus. Schnittmuster sind oft in Schwierigkeitsgraden eingeteilt, wählen Sie am Anfang unbedingt ein leichtes Schnittmuster.
Hose nach einem Schnittmuster nähen
- Dann kaufen Sie den Stoff. Denken Sie daran, wie der Stoff später fallen wird. Er sollte nicht zu dünn sein, aber auch nicht zu dick, um nicht zu klobig oder zu unelegant zu wirken. Der Stoff muss natürlich waschbar sein und nicht zu leicht knittern – hier fragen Sie bitte eine Verkäuferin.
- Wie viel Stoff Sie brauchen, hängt vom Schnittmuster ab und davon, wie breit der Stoff ist. Auf dem Schnittmuster sind immer Angaben zum Stoffverbrauch. Bei einer Hose mit einfachem Schnitt für einen Erwachsenen sind es etwa drei Meter, für eine Kinderhose reichen teilweise schon weniger als ein Meter Stoff.
- Kaufen Sie auch gleich das Zubehör wie Faden in der richten Farbe und eventuell einen Reißverschluss.
- Jetzt schneiden Sie das Schnittmuster aus. Legen Sie das Schnittmuster auf den Stoff, stecken ihn mit Stecknadeln an der richtigen Stelle fest und schneiden den Stoff entsprechend zu. Bedenken Sie dabei, dass Sie möglicherweise Nahtzugaben dazu rechnen müssen (das steht in Ihrem Schnittmuster). Das heißt, dass Sie die Schnittteile mit einem Stoffrand von etwa 1cm (einfache Naht) und 3 cm Rand (Saum) ausschneiden müssen. Denken Sie auch unbedingt an den Fadenlauf, der meist mit einem langen Pfeil auf den Schnittmustern markiert ist. Der Fadenlauf, also die Webrichtung des Stoffs, beeinflusst, wie ein Stoff später fällt.
- Denken Sie bei stark gemusterten Stoffen auch dran, dass die einzelnen Stoffteile, wie sie später zusammengenäht werden, zusammenpassen.
- Lassen Sie die einzelnen Schnittmuster unbedingt mit einer Stecknadel an den Stoff geheftet, um sich besser orientieren zu können. Nun nähen Sie zuerst gegebenenfalls Hosentaschen an die Rückseite der Hose.
- Dann nähen Sie die Innennähte - zuerst gerade mit Stichlänge 2, dann in Zickzackstich je nach Geduld auch in Stichlänge 2 oder 3 an der Kante entlang, um sie zu versäubern und gegen Ausfransen des Stoffs zu schützen.
- Zuerst nähen Sie die beiden Rückseitenteile Ihrer Hose aneinander. Dann, falls Sie keinen Reißverschluss verwenden, die Vorderteile an einander – oder nur so weit, bis Sie den Reißverschluss einnähen,
- Dann nähen Sie Vorderteil und Hinterteil aneinander. Und dann sei es einen Tunnelzug für ein Gummiband oder den Reißverschluss ein. Das ist etwas schwieriger und Sie können diese Arbeit auch von der Schneiderei in Ihrer Nähe für wenig Geld erledigen lassen.
- Dann probieren Sie die Hose an. Oder lassen Sie anprobieren. Nun wird der Saum genau auf die richtige Höhe gesteckt. Und wird an der Nähmaschine oder als Hohlsaum von Hand genäht. Damit ist die Hose fertig. Und Sie können mit der nächsten Hose anfangen.