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Honorarstelle versteuern - das sollten Sie beachten

Bei einer Honorarstelle muss zwischen umsatzsteuerpflichtiger und umsatzsteuerfreier Tätigkeit unterschieden werden. Gerade Lehrer profitieren von einer Ausnahmeregelung.

Honorarstellen können eine berufliche Alternative sein.
Honorarstellen können eine berufliche Alternative sein. © Gerd Altmann / Pixelio

Honorarstellen für Lehrer können umsatzsteuerfrei sein

  • Wenn Sie als Lehrer eine Honorarstelle ausüben, sind Sie von der Umsatzsteuer befreit. Das gilt grundsätzlich, wenn Ihre Einnahmen 17.500 Euro nicht übersteigen. In diesem Fall gilt die Kleinunternehmerregelung über alle Branchen. 
  • Als freier Mitarbeiter mit einer Honorarstelle an einer Schule oder Hochschule können Sie aber auch den Paragraf 4, Abs 21, b des Umsatzsteuergesetzes anführen. Dieser Paragraf gilt aber nicht für Dienst- oder Arbeitsverhältnisse.  
  • Zwar widerspricht der Bundesfinanzhof dieser Auffassung, bislang sind aber die Tätigkeiten umsatzsteuerfrei, wenn Sie von Ihnen direkt erbracht werden.
  • Wenn Ihre Honorare, gleich ob als Lehrer oder sonstiger Freiberufler, wie eingangs erwähnt, unter 17.500  Euro jährlich liegen, sind Sie auf Antrag  von der Umsatzsteuer befreite. 
  • Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass Sie keine Vorsteuer geltend machen können. Ein Aufrechnen der gezahlten Mehrwertsteuer gegen die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer entfällt. 
  • Der Sachverhalt der Kleiununternehmerregelung muss jedoch auf den Rechnungen besonders ausgewiesen sein.

Einkommensteuerpflicht besteht grundsätzlich

  • Auch bei einer Honorarstelle besteht Einkommensteuerpflicht. Die Einkünfte aus einer Honorarstelle müssen voll versteuert werden. Bevor die Besteuerung allerdings greift, steht die Buchführung.
  • Freiberufler, und Honorarkräfte sind in der Regel solche, müssen nicht bilanzieren. 
  • In der Einnahmen- Überschussrechnung führen Sie zum einen die Honorare an, zum anderen aber auch die Kosten, die Ihnen durch Ausübung der Tätigkeit entstehen, beispielsweise Fahrtkosten
  • Der Überschuss aus der selbstständigen Tätigkeit reduziert sich noch einmal um beispielsweise die Sonderausgaben.
  • Erst das Einkommen, das um all diese Positionen bereinigt ist, unterliegt der Steuerpflicht.  
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