Nicht nur das zu erwartende Honorar entscheidet, ob der Beruf Fotograf der richtige für Sie ist. Fotograf/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung geht gewöhnlich über drei Jahre im dualen System. (Betrieb und Berufsschule parallel.) Wer hiernach eine gut bezahlte Anstellung bekommt, bei dem sind die Finanzen geregelt. Doch das Berufsbild hat sich inzwischen verändert. Viele Fotografen arbeiten als Angestellte oder freie Mitarbeiter auf Honorarbasis. Bisweilen ohne entsprechende handwerkliche Ausbildung, aber durchaus mit guten Kenntnissen und Ausrüstung.
- 15.03.2011 Ute R. Albrecht
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Gute Fotoausrüstung
- Spaß am Fotografieren
- Organisationstalent
- Überdurchschnittliche Beobachtungsgabe
Fotoarbeiten gegen Honorar
- Die Hauptaufgabe für Sie als Fotograf ist, Menschen, Ereignisse, Natur, oder Gegenstände abzulichten. Anschließend erfolgt die Bearbeitung am PC oder eventuell in einem Fotolabor.
- Ein Fotograf macht Bilder für verschiedene Auftraggeber. Das kann z.B. Werbematerial für Versandhauskataloge sein, ebenso wie eine Hochzeitsfeier bei Privatpersonen.
- Sie können sich natürlich auch spezialisieren. Die Auswahl ist vielfältig. Meist erfolgt eine Spezialisierung in den Bereichen Porträt- und Pressefotografie, Werbe-, Mode und Produktfotografie, Industriefotografie.
- Neben Studioaufnahmen gibt es noch Außenaufnahmen. Dabei müssen Sie als Fotograf natürlich das umfangreiche Equipment mitbringen. (Kamera, Stativ, Leuchtmittel, Dekoration….etc.). Dazu ist ein gutes Organisationstalent gefragt.
- Eine selbstständige Arbeitsweise ist für diesen Beruf absolute Voraussetzung. Dies gilt auch für das sorgfältige Bearbeiten des Bildmaterials und die Pflege Ihrer Ausrüstung und des eigenen Bildarchivs.
- Gute Umgangsformen und eine ansprechende Kommunikationsfähigkeit sind beim Kundenkontakt für Sie äußerst wichtig. Ebenso Einfühlungsvermögen.
- Eine überdurchschnittliche Beobachtungsgabe und ein hervorragendes Gefühl für Ästhetik machen den Erfolg aus. Ihre Freude am Fotografieren ist genauso wichtig wie gestalterische Fähigkeiten und Kreativität.
- Technisches Verständnis sowie Interesse an der Fototechnik gehören ebenso zu den Voraussetzungen wie ein ausgezeichnetes handwerkliches Können. Denn ein guter Fotograf ist sowohl Handwerker als auch Künstler.
- Als Fotograf sind Sie unter Umständen viel unterwegs an wechselnden Arbeitsorten. Je nach Auftrag muss mit unregelmäßigen Arbeitszeiten gerechnet werden. Was für den einen abwechslungsreich ist und Freude bereitet, ist für den anderen einfach nur stressig.
Der Verdienst als Fotograf
Der Verdienst hängt im Wesentlichen von den gestellten Anforderungen ab. Das Einkommen eines fest angestellten Fotografen ist tariflich geregelt.
- Als freischaffender Fotograf erhalten Sie ein Honorar. Natürlich ist dafür ausschlaggebend, welche Aufträge Sie bekommen oder annehmen.
- Hier besteht für Sie die Möglichkeit, vorerst nebenberuflich Arbeiten anzunehmen, damit die Finanzen gesichert sind und um zu testen, ob der Aufgabenbereich den eigenen Vorstellungen entspricht. Es empfiehlt sich, über ein Berufspraktikum nachzudenken.
- Wenn Ihnen der Beruf Fotograf auf Honorarbasis zusagt, ist zu überprüfen, ob die Tätigkeit den Lebensunterhalt sichern kann. Honorare richten sich nach den Aufträgen und werden nach individueller Absprache entrichtet.
- Honorarempfehlungen unterscheiden zwischen Newcomern und Profis. Fahrtkosten und Spesen werden meist zuzüglich entrichtet. Es macht Sinn, sich einem Verband anzuschließen.
- Vor allem selbstständige Fotografen sind auch Geschäftsleute mit entsprechenden Verpflichtungen. So muss u.a. Ihre Krankenversicherung gewährleistet sein.
Doch wenn Sie diesen wunderbar abwechslungsreichen Beruf lieben, werden Sie Mittel und Wege finden, ihn auch auszuüben.