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Honen und Läppen - Unterschiede anschaulich erklärt

In der Metallbearbeitung dient das Honen und Läppen dazu, die Oberflächen zu glätten. Diese Techniken kommen immer dann zum Einsatz, wenn es auf maßgenaue und besonders glatte Oberflächen ankommt. Typische Beispiele dafür sind Hydraulikzylinder und Zylinderbuchsen in Verbrennungsmotoren.

Metalloberflächen kann man honen und läppen.
Metalloberflächen kann man honen und läppen.

Das Honen und Läppen dient im Grunde genommen dazu, die Güte der Oberfläche an Werkstücken zu verbessern. Trotzdem sind diese beiden Verfahren völlig unterschiedlich. Es hängt vom jeweiligen Verwendungszweck ab, welches Verfahren erforderlich ist. Mitunter kommen an einem Werkstück auch beide Verfahren zum Einsatz.

So funktioniert das Honen

  • Sie haben wahrscheinlich schon einmal ein Loch in ein Metallstück gebohrt. Dann wissen Sie auch, wie rau die Innenseite der Bohrung mitunter ist. Falls die Bohrung nur zur Aufnahme einer Befestigungsschraube angefertigt wurde, ist die raue Oberfläche natürlich kein Problem.
  • Soll sich später aber ein anderes Werkstück in dieser Bohrung bewegen, wie es beispielsweise bei Kolben in Zylindern der Fall ist, muss die Oberfläche möglichst passgenau und glatt sein. Sonst würde ein enormer Verschleiß an den beweglichen Teilen auftreten.
  • Deshalb ist das Honen und Läppen der Oberflächen erforderlich. Beim Honen wird mit einer sogenannten Honahle die Oberfläche geschliffen. In der Honahle befinden sich Schneiden, die in verschiedenen Richtungen angeordnet sind.
  • Bei der Arbeit mit der Honahle zieht sie sich dadurch bei einer drehenden Bewegung durch die Bohrung. Dabei entsteht eine geringe Spanabnahme in verschiedenen Richtungen. Die kleinen Riefen, die dabei entstehen, eignen sich hinterher hervorragend, um das ganze Werkstück mit Öl oder sonstigen Schmiermitteln zu schmieren.
  • Durch das Verzinken erhalten Stahlteile einen hervorragenden Korrosionsschutz. Es gibt …

Das Läppen ist etwas anders

  • Im Gegensatz zum Honen wird das Läppen mithilfe einer speziellen Flüssigkeit, dem Läppöl, durchgeführt.
  • Im Läppöl befinden sich winzige Kügelchen, die einen geringen Abrieb an der Oberfläche des Werkstücks verursachen. Dadurch wird die Oberfläche besonders glatt.
  • Es werden aber nicht nur metallische Werkstücke geläppt. Dieses Verfahren wird auch bei Werkstücken aus Keramik und aus Glas angewendet.

Das Honen dient also in erster Linie dazu, das Werkstück auf das erforderliche Maß zu bearbeiten und gleichzeitig die Oberfläche zu verbessern. Das Läppen dient lediglich dazu, eine besonders glatte Oberfläche herzustellen.

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