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Holztore selber fertigen - so geht's

Zum eigenen Holzzaun ein passendes Gartentor zu finden ist oft nicht leicht. Wenn es sich um Sondermaße für Holztore handelt, kann es sogar richtig teuer werden. Doch mit etwas handwerklichem Geschick, der nötigen Sorgfalt bei der Planung und dem Wissen, worauf zu achten ist, können solide Holztore ganz nach den eigenen Wünschen selbst gefertigt werden, wenn man sich einigermaßen mit Holzbearbeitung auskennt.

Holztore bauen erfordert Planung.
Holztore bauen erfordert Planung.

Holztore - genaues Planen ist sehr wichtig

Kleinere Holztore zu bauen ist für viele Heimwerker relativ einfach. Schwieriger wird es, wenn es sich um größere Konstrukte handelt. Denn dann ist mehr Wissen erforderlich, um die wesentlich größeren Gewichtskräfte abzuleiten, da sonst Stabilitätsverlust droht oder gar Instabilität von Anfang an. Im Zweifelsfall lohnt es sich daher, die Planung mit einem Schreiner bzw. jemandem mit ähnlichen Kenntnissen abzusprechen oder zumindest von diesem vor der Umsetzung überprüfen zu lassen.

  • Es sollte immer robustes, für den Außeneinsatz geeignetes Holz verwendet werden. Kesseldruckimprägniertes Fichtenholz eignet sich. Lärchen- und Eichenholz sind besser. Douglasie kann auch verwendet werden.
  • Klassisch für kleinere Tore ist ein mit Holzdübeln verbundener Rahmen oder mit Überblattung und diagonaler Strebe zur Versteifung des Rahmens.
  • Je nach Größe der Flügel sind sehr unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen. Bei großen Toren kann eine Abspannung der Flügel durch ein Stahlseil erforderlich sein. Nützlich können auch Auflaufstützen und Stützrollen bei ebenem und festem Boden sein.
  • Messen Sie den zur Verfügung stehenden Platz genau aus. Entscheiden Sie sich für eine Variante mit einem oder zwei Flügeln und machen Sie sich eine Planungsskizze mit den Maßangaben des Tores. Bei der Planung muss der Platz für Holz- oder gemauerten Pfosten berücksichtigt werden, sofern diese noch nicht vorhanden sind.
  • Die Holzlatten für den Rahmen sollten bei einer Flügelweite von bis zu einem Meter schon 50 x 100 mm haben, ab 1,5 m ist 50 x 120 mm empfehlenswert, besser 70 x 120 mm. Gleiches gilt für die Diagonalstrebe. 600-1000 mm Langbänder sind auch ab circa 1,5 m besser, denn sie geben guten Halt.
  • Berücksichtigen Sie bei der Planung des Rahmens, die Holzlatten bei Überblattung entsprechend länger zu schneiden bzw. bei der Verwendung von Holzdübeln kürzer.

Das Gartentor aus Holz bauen

  1. Das Rahmenholz auf Maß schneiden, genauso wie die Überblattung, wenn dies Ihre gewählte Verbindungsart ist. Andernfalls die Löcher für die Holzdübel bohren, diese anbringen und mit Leim zusammenfügen. Es sollten hierbei mindestens zwei Dübel untereinander zum Einsatz kommen.
  2. Den zusammengefügten Rahmen auf den Boden legen und die Diagonalstrebe auflegen. Wichtig ist, dass diese so verläuft, dass sie vom unteren Band aus diagonal zum gegenüberliegenden Eck verläuft. Zeichnen Sie die Anschnitte an und schneiden sie so zu, dass die Strebe im Rahmen fixiert werden kann. Hierzu sollten Schrauben verwendet werden.
  3. Nun auf der Rückseite die Bänder anbringen. Gut sind hierfür längere Schrauben, besser sind durchgehende Bolzen und Muttern.
  4. Ihr Rahmen ist nun steif. Sie können Holzlatten nach Belieben und in der Größe Ihrer Wahl an der Vorderseite anbringen.
  5. Holzpfosten sollten in eine betonierte Basis gestellt werden. Auch möglich ist es, Pfostenhalterungen einzumauern und die Pfosten dann anzuschrauben. Auch gibt es Bodenhülsen, die zum Einschlagen gedacht sind. Gerade bei schweren Holztoren ist Betonieren die klügere Wahl. Nun muss die Position für die Bänder auf den Pfosten gekennzeichnet und die Bänder angebracht werden. Sie können natürlich auch auf der anderen Seite des Tores einen Pfosten setzen und es mittels eines Riegels blockieren.
  6. Überprüfen Sie, ob das Anbringen eines Stützrades unter dem Tor sinnvoll ist. Der Boden sollte aber dafür geeignet sein.
  7. Breite Tore können mittels eines Stahlseils gut stabilisiert werden. Befestigt wird es am oberen Teil des Rahmens und über dem oberen Band. Der Abstand nach oben sollte circa 1/3 der Flügelbreite des Tores betragen. Gut ist, wenn das Seil nachgespannt werden kann. Streichen Sie das Tor in einer Schutzfarbe Ihrer Wahl.




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