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Holzschutz - Lasur richtig auftragen

Holzschutz - Lasur richtig auftragen2:08
Video von Günther Burbach2:08

Holz ist ein natürlicher Baustoff, der - besonders im Außeneinsatz - für eine lange Lebensdauer auch besonders geschützt werden will. Hierfür finden Lasuren Anwendung. Neben dem Holzschutz hat eine Lasur auch einen sehr dekorativen Effekt, denn die Maserung des jeweiligen Holzes tritt bei Verwendung einer Lasur besonders deutlich hervor. Passend zur jeweiligen Holzsorte gibt es Holz- oder auch Wetterschutzlasuren in verschiedenen Farbtönen. Und wie werden Lasuren aufgetragen?

Was Sie benötigen:

  • Pinsel oder Rolle

Holzschutz - Notwendigkeit und Wirkung

  • Holzschutzlasuren schützen, wie ihr Name schon sagt - und zwar vor Pilzen, die das Holz verfärben oder zerstören, und vor Erregern, die Fäule und Moder hervorrufen. Deshalb ist besonders im Außenbereich, also bei Gartenhäusern, Zäunen, Pergolen und Rankgittern etc. die Behandlung mit Holzschutzlasuren unbedingt angeraten.
  • Zudem heben Lasuren unterschiedlich saugfähige Flächen farblich unterschiedlich hervor, was besonders dekorativ auf saugfähigem, gehobeltem Holz aussieht. Aber auch auf sägerauen oder geschliffenen Hölzern können Sie Lasuren anwenden. 
  • Haben Sie einmal Ihre Hölzer mit Holzschutzlasuren grundbehandelt, dann können Sie später die Schutzwirkung jederzeit durch einfaches Überstreichen erneuern und intensivieren. Das ist übrigens der Vorteil von Holzschutzlasuren gegenüber Holzschutzfarben - diese bieten zwar einen längeren Schutz, müssen aber vor einer Erneuerung komplett abgeschliffen werden.

Und so verwenden Sie Lasuren

  1. Unabhängig davon, ob Sie Ihr Holz erstbehandeln oder eine vorhandene Holzschutzlasur überstreichen wollen, müssen Sie zunächst den Untergrund gut säubern. Bei altem Holz und ggf. Verwitterungen und Absplitterungen sollten Sie die Oberfläche vor der Behandlung mechanisch glätten.
  2. Üblicherweise wurde in der Vergangenheit empfohlen, Lasuren mit dem Pinsel aufzutragen, und zwar soll kräftig und satt in Richtung der Maserung gestrichen werden. Bei kleineren Flächen sollten Sie auch tatsächlich den Pinsel verwenden, aber moderne Materialien erlauben inzwischen auch den satten Auftrag von Lasuren mit Rollen, was bei großen Flächen natürlich die Arbeit sehr erleichtert.
  3. Rühren Sie vor und während des Auftrags die Lasur immer mal um, damit sich kein Bodensatz bildet und Sie den Holzschutz gleichmäßig auftragen können. Gleichmäßig bedeutet übrigens, beim ersten Anstrich so lange zu streichen, bis das Holz (unterschiedliche Stellen in der Saugwirkung) nichts mehr von der Lasur aufnimmt.
  4. Überschüssige Lasur erkennen Sie während der Antrockenzeit. Damit Sie am Ende eine gleichmäßige Verteilung und eine matte Oberfläche erhalten, sollten Sie mit einem trockenen Pinsel diese überschüssigen Lasuranteile kurz vor der Trocknung noch "verreiben". So wird es genannt, wenn man mit einem Pinsel den Anstrich kräftig verreibt, und zwar erst, wenn er schon gut angetrocknet ist (sodass Sie dabei die Farbpigmente nicht mehr abwischen), aber rechtzeitig vor der Durchtrocknung.
  5. Stellen Sie für einen optimalen Holzschutz auf diese Weise drei Anstriche her, und zwar die beiden ersten mit kurzer (ein- bis zweistündiger) Trocknungszeit dazwischen. Bis zum dritten Anstrich warten Sie dann bitte 12 Stunden.

Und wie oben bereits erwähnt: mit der Rolle geht es auch. Vor allem dann haben Sie eine echte Arbeitserleichterung, wenn Sie direkt aus dem Eimer arbeiten. Es gibt Produkte mit integriertem Abrollgitter. Achten Sie jedoch unbedingt - gerade beim Schlussanstrich - darauf, schlecht saugende Stellen gut zu "verreiben", damit keine zu dick eingestrichenen, klebrigen Farbstellen an der Oberfläche verbleiben.

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