Alle Kategorien
Suche

Holzschädlinge bekämpfen - so retten Sie wertvolle Möbel

Antiquitäten, Bodenbeläge oder der Dachstuhl - sie alle bestehen aus Holz und sind somit Nahrungsmittel für allerlei Schädlinge. Meist richten die Holzschädlinge ihre Schäden unbemerkt im Inneren an, bevor Löcher oder Fraßmehl den Befall sichtbar machen. Holzschutzmittel wirken nicht nur vorbeugend, sondern töten auch die Störenfriede.

Termiten richten auch hierzulande Schäden an.
Termiten richten auch hierzulande Schäden an.

Tierische Holzschädlinge erkennen und bekämpfen

  • Zu den beiden häufigsten Schädlingen gehören der Holzbock und der Holzwurm, letzterer wird auch Nagekäfer genannt. Beide Holzschädlinge hinterlassen Löcher in befallenen Möbeln oder Fußbodenbelägen.
  • Als erste Maßnahme stellen Sie das befallene Möbelstück in einen warmen, beheizten Raum, die Larven sterben ab.
  • Der Holzbock befällt vorrangig Nadelhölzer, auch in Dachstühlen kommt er häufig vor. Mithilfe verschiedener Verfahren können Sie ihn bekämpfen. Bei Möbeln können Sie mit einer Injektionsspritze ein Holzschutzmittel einbringen. Achten Sie darauf, dass die Gänge volllaufen. Bestreichen Sie die Löcher ebenfalls mit einem Holzschutzmittel und verschließen diese anschließend mit Kitt oder Wachs.
  • Befallene Partien können Sie auch mit dem Heißluftverfahren behandeln. Heizen Sie die Stellen mit einer Heißluftpistole maximal eine Stunde auf mindestens 55 Grad auf, die Schädlinge sterben ab. Dieses Verfahren ist nicht für alle Holzsorten geeignet, ungeeignete Möbel können unter der Hitzeeinwirkung einreißen. Sind der Dachstuhl oder andere Hausbestandteile betroffen, müssen Sie einem Fachunternehmen die Beseitigung überlassen.
  • Um den Holzwurm herauszulocken, legen Sie einige Eicheln in die Nähe der befallenen Partie. Sind die Schädlinge aus dem Holz heraus, können Sie ein Holzschutzmittel aufsprühen oder aufstreichen.
  • Kleine Löcher in den Möbelstücken weisen auf Holzwürmer hin. Zum Bekämpfen reichen …

Pilze im Holz schnell beseitigen

  • Auch verschiedene Pilze greifen Holz an. Die am häufigsten vorkommenden Holzschädlinge sind der Hausschwamm, Braunfäulepilze und der Braune Kellerschwamm. Auch sie richten oft unbemerkt ihren Schaden an, besonders an weichen Hölzern. Diese Pilze können Balken so stark angreifen, dass sie nicht mehr tragfähig sind. Besonders in Altbauten und in Badezimmern treten solche Pilze auf.
  • Achten Sie auf die charakteristisch bräunliche Farbe des Hausschwamms, zusätzlich bildet sich ein weißlich-filziger Rand. Sind Möbel von Pilzen befallen, verfärben sie sich meist dunkel.
  • Bemerken Sie, dass Balken oder andere Teile Ihres Hauses befallen sind, müssen Sie schnell handeln. Ziehen Sie Statiker und Holzexperten zurate, Schädlingsbekämpfungsexperten müssen die befallenen Partien meist großflächig entfernen. Anschließend müssen Sie die Ursache finden und beseitigen, damit es nicht zu einem erneuten Befall kommt.

Holzschädlinge - so beugen Sie vor

  • Achten Sie bereits beim Kauf von Antiquitäten, Eigenheimen, Souvenirs - besonders aus Afrika und Asien - und Bauholz auf einen Befall. Ziehen Sie im Zweifelsfall Experten zurate.
  • Nutzen Sie zum Hausbau nur solche Hölzer, die wenig schädlingsanfällig sind. Achten Sie auf die Lagerung der Hölzer, feuchte Hölzer sollten Sie nicht kaufen. Verwenden Sie beim Heimwerken und Häuserbau nur Hölzer mit glatter Oberfläche, die Rinde sollte nicht mehr vorhanden sein.
  • Nutzen Sie Holzschutzmittel. Achten Sie auf die Holzfeuchte, Holzschädlinge fühlen sich in feuchtem Holz besonders wohl. Mithilfe von Holzproben können Sie die Holzfeuchte regelmäßig testen lassen. Beachten Sie beim Wischen der Böden, dass Möbelfüße aus Holz nicht nass werden. Lüften Sie regelmäßig.
Teilen: