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Holzrutsche für Kinder selber bauen - so geht's

Mama, ich will ein Pony. Papa, ich will ein Baumhaus. Ich will eine Schaukel. Ich will ein Schwimmbecken. Ich will eine Wippe. Ich will eine Rutsche... Ja, wenn die Kleinen etwas wollen, fällt es einem oft schwer, es ihnen einfach auszuschlagen. Und weil es ganz schön teuer wird, einfach immer alles zu kaufen, was so gefordert wird, legen viele Eltern selbst Hand an und versuchen sich im Eigenbau an dem ein oder anderen Spielgerät- so auch an der Rutsche. Wie auch Sie recht einfach zu einer Holzrutsche kommen, erfahren Sie hier.

Holzrutschen kann man leicht selbst bauen.
Holzrutschen kann man leicht selbst bauen.

Was Sie benötigen:

  • Erde
  • 3 starke 70 cm breite Bretter
  • Spanplatte
  • 2 breite Massivholzbretter
  • 4 Querbretter
  • 2 Balken ca 80 x 80 mm
  • ca 40 mm starke Holzstangen
  • Schrauben
  • Leim
  • Beton
  • Bandschleifer
  • Handsäge
  • Forstnerbohrer

Anleitung zum Bau einer Holzrutsche

  1. Zunächst sollten Sie sich eine Hanglage im Garten aussuchen, an der Sie die Rutsche montieren wollen. Letztlich ist es natürlich genauso möglich, einfach einen Hang aufzuschütten, falls Ihr Grundstück nicht von Natur aus mit einem geeigneten Hügel gesegnet ist. Je nachdem, wie stark der Hang abfällt und je nachdem, wie hoch Sie aufschütten, müssen Sie später Bretterlänge und Rundung der Rutschwangen dementsprechend anpassen.
  2. Auf dem Hang bereiten Sie nun alles für die Rutsche vor, indem Sie eine etwa 80 cm breite Rinne mit dem von Ihnen gewünschten Rutschgefälle ausheben.Die Rinne sollten Sie schließlich halbrund ausformen, zudem können Sie sie ausbetonieren oder auspflastern, um der später einzusetzenden Holzrutschenkonstruktion noch mehr Halt zu geben.
  3. Für die Grundkonstruktion der Holzrutsche besorgen Sie sich zu allererst drei starke Bretter und eine vollflächig beschichtete Spanplatte. Für die Seiten und damit die Sicherung der Rutschbahn eignen sich vor allem breite Massivholzbretter mit abgerundeten Kanten.
  4. Die Rutschwangen sollten nun in einem Radius von 80-cm abgerundet werden. Wenn Sie sich das Abrunden selbst nicht zutrauen, dann fragen Sie einfach im Baumarkt nebenan nach - die werden Ihnen sicher weiterhelfen können und Ihnen womöglich sogar individuelle Tipps geben, wenn Sie Ihnen die gewünschte Rutschenhöhe und den gegebenen Hangabfall beschreiben.
  5. Schließlich legen Sie die Rutschfläche und damit die Spanplatte auf und verschrauben diese fest mit mindestens vier Querbrettern. An den Stellen, an denen Sie keine Querstreben anbringen, befestigen Sie die Rutschfläche zusätzlich mit 4 x 40 mm Schrauben.
  6. Anschließend geht es an die Leiter der Holzrutsche. Deren Grundgerüst lässt sich leicht aus zwei starken Balken mit den Maßen von ca. 80 x 80 mm bauen, indem Sie in Abständen von um die 20 Zentimeter mit dem Forstnerbohrer etwa 30 mm tiefe Löcher für Sprossenstäbe in das Holz bohren. Achten Sie darauf, dass die Sprossenstange am Ende auch stark genug sind - hierbei gilt, dass eine Stärke von mindestens 40 mm vorliegen sollte. Die einzelnen Sprossen sollten Sie schließlich großzügig in die Löcher verleimen. Am besten ist es, die Sprossen zusätzlich noch in die Wangen einzuschlagen und mit 5 x 50 mm Schrauben festzuziehen, weil Leim alleine sich nach Wettereinwirkungen recht schnell lösen wird.
  7. Schließlich positionieren Sie die Rutsche auf dem höchsten Punkt des aufgeschütteten Hanges, wo Sie sie in Beton einlassen sollten. Auch der Fuße der Rutsche muss einbetoniert werden, damit die Konstruktion am Ende nicht umkippt.Die Leiter befestigen Sie anschließend mit Holzwinkeln zwischen den überstehenden Rutschwangen auf dem Hang, indem Sie 4 x 40 mm Schrauben anbringen. Auch der Fuß der Leiter, sollte mit Beton in den Boden eingelassen werden, um für doppelte Stabilität zu sorgen.
  8. Alle entstandenen Überstände der Rutsche können nun mit der Handsäge entfernt werden, wobei jegliche Kanten oder spitze Ecken mit einem Bandschleifer abgerundet werden sollten, um Verletzungsgefahr auszuschließen.

Ist auch das erledigt, steht dem fröhlichen Rutschen wohl nichts mehr im Wege. Sobald der Beton ausgetrocknet ist, werden Ihre Kinder und vielleicht sogar Sie selbst den Rutschspaß im eigenen Garten genießen können.

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