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Holzkäfer im Haus - was tun?

Holzkäfer im Haus sind gefährlich für die Bausubstanz. Setzen Sie den Schädlingen mit chemischen und mechanischen Mitteln ein Ende.

Holzkäfer befallen am liebsten frisches Holz.
Holzkäfer befallen am liebsten frisches Holz.

Sie haben im Haus Holzflächen mit Löchern entdeckt, die vorher noch nicht vorhanden waren? Holzkäfer - auch Hausbockkäfer genannt - sind Holzschädlinge, die fast alles fressen, was aus Holz ist. Nadelholz ist dabei ihr Lieblingsholz. Die Käfer nisten sich in Dachstühlen, Wandverkleidungen, Holzfußböden und jeglichem Gebälk ein. 

Der Holzkäfer stellt eine Gefahr für die Bausubstanz dar

Ein großer Befall wird gefährlich für Ihr Haus. Wenn die Käfer stützende Balken oder einen Balkon aus Holz durchfressen, ist die Bausubstanz gefährdet. Neue Häuser in Holzbauweise sind besonders gefährdet, da die Käfer frisches Holz bevorzugen. Ein größerer Sturm reicht aus, um das durchlöcherte Gebälk zum Einsturz zu bringen.

Sie haben einen gemütlichen Kaminofen? Holzkäfer holen Sie sich rasch mit dem Brennholz nach Hause. Das Holz ist oft mit Larven befallen. Diese sind nur rund 25 Millimeter groß, sodass Sie sie schnell übersehen. 

Bei fortgeschrittenem Befall durchziehen die Tiere das Holz mit einem weitverzweigten Netz an Fraßgängen. Die Schädlinge fressen ihre Gänge Millimeter für Millimeter dicht unter der Holzoberfläche. Beim Klopfen auf das Holz erkennen Sie einen Befall an dem hohlen Klopfgeräusch. Kleine Häufchen an auf den Boden gefallenem Bohrmehl sind ein weiteres Indiz.

Achten Sie auf Eingänge zu den Fraßgängen, die Sie durch viele kleine Löcher im Holz ausmachen. Vertrauen Sie Ihrem Hörsinn: Das Fressen der Tiere erkennen Sie an einem kratzenden Geräusch. Es klingt ähnlich, als wenn Sie zwei ihrer Fingernagelspitzen aufeinander reiben.

Kleine Löcher in den Möbelstücken weisen auf Holzwürmer hin. Zum Bekämpfen reichen …

So erkennen Sie den Befall:

  • Holzkäfer bevorzugen frisches Nadelholz.
  • Sie nisten sich z.B. im Dachstuhl, Holzboden und Wandverkleidung ein.
  • Die Larven holen Sie sich oft mit Kaminholz nach Hause.
  • Den Befall erkennen Sie an hoh lklingenden Fraßgängen.
  • Achten Sie auf Bohrmehlhäufchen und Fressgeräusche.

So werden Sie die Holzschädlinge im Haus los 

Verwechseln Sie den Hausbock nicht mit einem Holzwurm. Zwar wird der Käfer umgangssprachlich als "Großer Holzwurm" bezeichnet. Korrekterweise handelt es sich bei Holzwürmern - auch "Gemeine Nagekäfer" genannt - jedoch um eine eigene Gattung an Schädlingen.

Es gibt chemische Mittel zur Bekämpfung von Holzkäfern. Diese empfehlen sich bei geringem Befall. Greifen Sie in Form von Erster Hilfe zum Beispiel zu einem Holzwurmspray gegen Holzwürmer, Hausböcke, Parkettkäfer & Co. 

Als Laie können Sie sich allerdings nie sicher sein, dass nur ein kleiner Befall vorliegt. Ebenso erkennen Sie nicht, ob Sie tatsächlich alle Käfer und Larven bei der Bekämpfung erwischt haben. Ziehen Sie am besten immer einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzu.

Holzkäfer bestehen zum größten Teil aus Eiweiß. Sie sterben bei einer Hitze von circa 55 Grad Celsius ab. Profis arbeiten deshalb mit thermischer Behandlung. Sie behandeln den befallenen Bereich mit heißer Luft. 

Wenn nur kleine Holzteile wie beispielsweise Dekogegenstände befallen sind, geben Sie diese in den Backofen. Nach einer Stunde bei 55 bis 60°C sind die Holzschädlinge abgestorben. Nutzen Sie alternativ die Mikrowelle

Bei sehr stark befallenen und großen Flächen hilft die reine Schädlingsbekämpfung nicht. Entfernen Sie komplett marode Holzteile endgültig. Größere Bereiche wie im Dachstuhl lassen Sie von einem Profi durch gesundes Holz ersetzen. So stellen Sie sicher, dass die Statik Ihres Hauses nicht gefährdet ist.

So entfernen Sie die Holzschädlinge:

  • Flächen mit wenig Befall mit chemischen Sprays behandeln.
  • Große Flächen vom Profi mit thermischer Behandlung bearbeiten lassen.
  • Käfer auf kleinen Befallstellen durch Backofen oder Mikrowelle abtöten.
  • Marode Holzteile an wichtigen Stellen wie im Dachstuhl entfernen und erneuern.

Vorbeugen gegen Nagekäfer im Haus

Es ist wichtig, dass Sie die Larven vernichten. Nur dann gehen Sie sicher, dass Sie langfristig alle Käfer vollständig entfernen. Arbeiten Sie bei der Schädlingsbekämpfung deshalb sehr genau.

Die Schädlinge bevorzugen feuchtes Holz. Sorgen Sie dafür, dass Sie Holz wie Kaminholz trocken aufbewahren. Lagern Sie es nicht direkt auf dem Boden. Legen Sie eine Folie unter sowie über das Holz.

Tragen Sie bei Holz eine schützende Glasur auf. Diese enthält zwar keine absterbende Wirkung gegen Holzkäfer, dennoch schützen Sie den Außenbereich. Wasser kann nicht zu sehr in das Holz eindringen.

Bereiten Sie dem Übel ein Ende - auch wenn es einige Zeit dauern kann, bis wirklich alle Larven und Holzkäfer im Haus beseitigt sind. Auf der sichersten Seite sind Sie, wenn Sie einen Kammerjäger holen, der Sie beim Kampf gegen die Plage unterstützt.

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