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Holzgrundierung - Wissenswertes zum Holzschutz

Holz ist ein Baumaterial mit wunderbar lebendigem Charakter. Aus diesem Grund wird es häufig im Innen- und Außenbereich verbaut. Speziell an der frischen Luft ist Holz jedoch permanent der Witterung ausgesetzt und muss deshalb zusätzlich geschützt werden. Holzgrundierungen, Außenlasuren und Holzfarben sind hierfür die gängigsten Produkte. Doch nicht alle Maßnahmen sind sinnvoll oder notwendig.

Holz im Außenbereich sollte regelmäßig überprüft werden.
Holz im Außenbereich sollte regelmäßig überprüft werden.

Holz arbeitet, denn es ist immer bestrebt, sich der Umgebungsfeuchtigkeit anzupassen. In trockener Luft gibt es Feuchtigkeit ab, bei höherer Luftfeuchtigkeit nimmt es Wasser auf. Durch häufiges Schrumpfen und Ausdehnen kommt es mit der Zeit zur Rissbildung.

Wirkstoffhaltige Holzgrundierung - welche Holzarten Sie benötigen

  • Generell können Sie zwischen zwei Holzarten unterscheiden. Dies sind zum einen die Nadelhölzer und zum anderen die Laubhölzer.
  • Zu den Nadelhölzern zählen die allseits bekannte Tanne, die Fichte und die Kiefer, aber auch die Douglasie oder die Lärche. Diese sind nicht ganz so widerstandsfähig und benötigen für den Einsatz im Außenbereich eine pilzhemmende Holzgrundierung als Schutz.
  • Laubhölzer, wie zum Beispiel Eiche, Buche oder Teak, sind widerstandsfähiger. Zwar setzt die Witterung ihnen mit der Zeit ebenfalls zu; sie neigen jedoch nicht zu Pilzbefall, auch Bläue genannt.
  • Wenn Sie dennoch Nadelholz im Außenbereich verbauen möchten, sollten Sie unbedingt eine wirkstoffhaltige Holzgrundierung gegen Bläue auftragen, denn der Pilz führt langfristig zur Fäulnis des Nadelholzes und zur Instabilität ganzer Konstruktionen. Laubhölzer hingegen benötigen diese pilzhemmende Holzgrundierung nicht.

Grundierung, und dann?

  • Holz ist im Freien Wind und Wetter ausgesetzt. Durch seine hygrophile Eigenschaft - das Bestreben, sich an die Umgebungsfeuchtigkeit anzupassen - wird es mit der Zeit rissig.
  • Als Schutz gegen UV-Strahlung und Nässe genügt Holzgrundierung nicht. Holz im Außenbereich sollte immer durch eine Lasur oder eine Holzfarbe gegen Witterungseinflüsse geschützt werden. Dabei haben Sie die Wahl zwischen farblosen und pigmentierten Produkten.
  • Holz, das im Außenbereich bodennah verbaut wird, ist besonders hohen Witterungseinflüssen ausgesetzt. In diesem Fall verwenden Sie vorzugsweise gut widerstandsfähige Hölzer wie zum Beispiel Eiche oder greifen Sie auf kesseldruckimprägniertes Holz zurück.

Instandhaltung ist das A und O

  • Holz im Außenbereich muss mindestens einmal pro Jahr aus nächster Nähe in Augenschein genommen und überprüft werden. Dabei sollten Sie den Flächen, die sich auf der sogenannten Schlagwetterseite oder in Ausrichtung Süden befinden, besondere Beachtung schenken. Auch die Oberfläche von waagerecht verbautem Holz hat viel zu verkraften.
  • Durchsichtig lasierte Holzflächen, bei denen Sie sich über den Zustand nicht sicher sind, können Sie einem Test unterziehen. Legen Sie einige Minuten ein nasses Tuch auf das Holz. Wenn es sich nach dem Entfernen des Tuchs unter der Lasur dunkel verfärbt hat, ist es Zeit zum Renovieren.
  • Sichtbare Witterungsspuren sollten Sie schnellstmöglich beheben. Dazu wird die Farbe oder Lasur angeschliffen und neu gestrichen.
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