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Holzdiele zerkratzt - so bessern Sie sie aus

Übermütige Hunde, hohe Schuhe oder herunterfallende Gegenstände: Eine Holzdiele ist schnell mit hässlichen Kratzern versehen. Dabei sind weiche Hölzer anfälliger für Beschädigungen als Harthölzer. Zwar können Sie als Notlösung einen Teppich über den Kratzer legen, mit verschiedenen Techniken lässt er sich aber auch unsichtbar machen.

Neue Dielen müssen nicht sein.
Neue Dielen müssen nicht sein.

Was Sie benötigen:

  • Holzpaste
  • Wachskitt
  • Schleifpapier Körnung 150/180
  • Fußbodenöl oder -lack
  • Kunststoffspachtel

Kratzer und Löcher in der Holzdiele ausbessern

  • Grundsätzlich lassen sich geölte Dielen leichter ausbessern als gelackte Oberflächen. Finden Sie größere Kratzer oder kleinere Löcher in Ihrem gelackten Holzboden, hilft meist nur Abschleifen der gesamten Oberfläche und anschließendes neues Versiegeln.
  • Alternativ können Sie bei lackierten Böden auch Retuschierstifte oder Wachskitt verwenden, um Schäden auszubessern. Wählen Sie den Wachskitt etwas dunkler aus als Ihre Dielen, verkneten Sie gegebenenfalls mehrere Farbtöne, um den geeigneten zu erhalten. Mit einem Kunststoffspatel drücken Sie das handwarme Wachs in den Kratzer. Entfernen Sie Reste und reiben mit einem weichen Tuch über die Holzdiele.
  • Bei kleineren Kratzern in der geölten Holzdiele sollten Sie zunächst versuchen, diese mit einem neuen Ölauftrag unsichtbar zu machen. Probieren Sie Fußbodenöle, die im Heißverfahren aufgebracht werden. So kann das Öl tiefer in die Poren eindringen und der Schaden wird unsichtbar. Tragen Sie das Öl mit einer Thermopad-Maschine großflächig auf. Die Maschine - sie erhitzt das Öl und poliert es in den Boden ein - können Sie im Baumarkt ausleihen.
  • Ebenfalls kleinere Schäden können Sie mit der folgenden Methode behandeln: Rauen Sie die beschädigte Stelle mit Schleifpapier in Faserrichtung an. Nun lassen Sie etwas Wasser auf die Holzdiele tropfen. Durch das Wasser quillt das Holz auf und die Holzfasern stellen sich auf. So werden kleine Beschädigungen unsichtbar. Wiederholen Sie diese Methode, wenn der Kratzer noch zu sehen ist. Zum Abschluss tragen Sie auf den gesamten Boden eine Oberflächenbehandlung auf. Beachten Sie, dass Ihr Fußbodenbelag in einem Raum mit einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent liegen sollte. Ist sie niedriger, würden die Schäden im Holz wieder sichtbar.
  • Dauerhafter ist die Ausbesserung mit Holzpaste. Feuchten Sie die auszubessernde Stelle an und spachteln sie mit Holzpaste aus. Wählen Sie einen farblich passenden Ton für Ihre Dielen. Nach dem Trocknen der Holzpaste schleifen Sie Reste ab, sodass eine ebene Oberfläche entsteht. Zum Abschluss tragen Sie einen Lack oder ein schützendes Öl auf. Größere Kratzer oder Löcher sollten Sie in mehreren Arbeitsschritten ausbessern. Im Notfall können Sie sich die Holzpaste aus Sägemehl und Leim auch selbst anrühren.
  • Um ihrem Dielenboden etwas Gutes zu tun, sollten Sie ihn von Zeit zu Zeit aufarbeiten. …

Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, entfernen Sie einfach Holzkitt- oder Wachsreste und beginnen von vorn. Gelingt Ihnen die Ausbesserung nicht allein, helfen Fachunternehmen, die besonders bei hochwertigen Böden tolle Ergebnisse erzielen.

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