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Holzdecke im Bad richtig anbringen

Eine Holzdecke im Bad muss aus besonders feuchtigkeitsbeständigem Material sein und so angebracht werden, dass sich dahinter keine Nässe ansammeln kann.

Dämmen Sie die Decke.
Dämmen Sie die Decke.

Was Sie benötigen:

  • Dämmung
  • Dampfsperre
  • Latten
  • Nut- und Federbretter

Wesentliches über Holzdecken

Umgangssprachlich bezeichnet man alles, was nach Holz aussieht und an der Decke ist, als Holzdecke. Das können ganz unterschiedliche Arten von Decken sein und nicht alle sind für ein Bad geeignet. Es gibt:

  • Echtholz mit Nut und Feder, die auf ein Lattengerüst aufgebracht werden. Richtig verarbeitet sind diese Holzdecken für das Bad geeignet.
  • Deckenpaneele aus MDF mit einer entsprechenden Beschichtung sind auch dann, wenn diese als für Feuchträume geeignet bezeichnet werden, für Bäder kaum zu gebrauchen. Die Beschichtungen neigen dazu, an Schnittkanten oder an den Befestigungsstellen abzuplatzen.
  • Styropordeckenplatten gibt es auch im Design von Holzpaneelen. Diese Art von Holzdecken ist für Badezimmer sehr gut geeignet, weil sie nicht schimmeln, aber sie wirken auch am wenigsten wie eine Holzdecke.

Decken für das Bad ohne Schimmelprobleme

Bedenken Sie, dass in Badezimmern, besonders in Duschbädern, extrem hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Diese müssen Sie beherrschen, dann ist die Holzdecke im Bad kein Problem.

  1. Liegt das Bad unter einem unbeheizten Raum oder einem Dach, sollten Sie eine gute Isolierung nach oben anbringen. Dabei ist es egal, ob Sie Dämmplatten, Dämmvlies oder Dämmwolle verwenden, wichtig ist, dass Sie die Raumfeuchtigkeit daran hindern, in die Dämmschicht zu gelangen.
  2. Bringen Sie also unbedingt eine Dampfsperre an, die absolut dicht ist. Steigt feuchte Raumluft hinter die Dammschicht, kondensiert diese an der kalten Decke und durchfeuchtet diese Dämmung. Dort würden sich nach kurzer Zeit Schimmelnester bilden.
  3. Bringen Sie auf diese Dämmung eine Unterkonstruktion aus Leisten auf, die ca. 40 cm Abstand haben. Für Bäder ist es sinnvoll, darauf eine zweite Lattung im rechten Winkel anzubringen (Konterlattung). Sie können auch die erste Lattung aufbringen, dazwischen Dämmen, dann die Dampfsperre aufbringen und danach eine weitere Lattung evtl. mit Konterlattung anschrauben.
  4. Lasieren Sie Sie Nut- und Federbretter 2-mal, damit diese kein Wasser mehr aufnehmen können. Erst danach bringen Sie diese auf der Lattung an. Verwenden Sie dafür entweder Spezialnägeln oder Clipse. Achten Sie auf einen Lüftungsspalt, die Bretter sollen an keiner Wand anliegen.
  5. Verdecken Sie den Lüftungsspalt ab, indem Sie ca. 1 cm unterhalb der Decke Abschlussleisten montieren.

Wenn Sie die Holzdecke im Bad nach diesem Schema aufbauen, verhindern Sie, dass Feuchtigkeit in die Dämmschicht eindringen kann, Wasser aus der Raumluft hinter der Holzdecke kondensiert und ermöglichen es gleichzeitig, dass Frischluft dahinter zirkuliert.

Gute Lüftung für dauerhafte Holzdecken im Bad

Das größte Problem mit Holzdecken im Bad stellt die falsche und meist völlig unzureichende Lüftung der Bäder da. Besonders energiebewusste Mitmenschen neigen dazu, das Bad nur kurz vor der Nutzung zu heizen und nach dem Duschen das Fenster nur kurz zu öffnen. Das reicht in keiner Weise aus. So geht es richtig:

  • Ziehen Sie nach jedem Duschen die Fliesen und die Wände der Duschkabine mit einer Gummilippe ab. Wasser, das Ihr Bad durch den Abfluss verlässt, gelangt nicht in die Raumluft.
  • Stellen Sie die Heizung ab und öffnen das Fenster weit. Halten Sie dabei auch die Dusche geöffnet, denn sonst bleibt dort die Feuchtigkeit zurück.
  • Stellen Sie einen Ventilator auf den Boden unter dem Fenster und richten den Luftstrom gegen den Rand zwischen der Decke und der gegenüberliegenden Wand. So zirkuliert die Luft und die Feuchtigkeit kann entweichen.
  • Schließen Sie nach 10 Minuten das Fenster und heizen den Raum zumindest auf 18 ° Celsius.

Ein solches Lüftungsverhalten verhilft der Holzdecke im Bad zu einem langen und schimmelfreien Leben.

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