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Holz schneiden - so gelingt's

Holz ist ein vielseitiger Werkstoff und ebenso unterschiedlich sind die Anforderungen, wenn Sie Holz schneiden. Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob Sie trockenes Holz, etwa an der Werkbank, schneiden oder feuchtes Holz, also einen Ast absägen. Es gelingt, wenn Sie dafür das richtige Werkzeug einsetzen.

Richtiges Schneiden hilft Arbeit zu sparen.
Richtiges Schneiden hilft Arbeit zu sparen.

So schneiden Sie Holz richtig

  • Für größere Zuschnitte brauchen Sie einige Maschinen. Für das Brennholz zum Beispiel eine Motorsäge oder eine große Kippsäge, mit der Sie kleine Baumstämme gleich als Ganzes schneiden können. Für den Zuschnitt von langen und breiten Brettern oder Möbelplatten kommen Sie an einer richtigen Tischkreissäge nicht vorbei, damit Ihr Zuschnitt gelingt. Hilfen sind auch eine Handkreissäge, doch nur bedingt, denn der Schnitt ist nicht exakt auf den Millimeter und zudem meistens auch nicht genau im Winkel. Beim Anwenden dieser großen Sägen ist mit Vorsicht, Schutzvorrichtungen und äußerster Konzentration zu arbeiten. Bitte beachten Sie immer die Unfallverhütungsvorschriften. Es macht durchaus Sinn, sich hier von einem Profi einführen zu lassen.
  • Für den Gartenbereich etwa gibt es eigene Baumsägen, mit denen Sie von Hand Äste bis zu fünf Zentimeter schneiden können. Dabei müssen Sie immer ein Klemmen des Sägeblattes vermeiden. Das geschieht durch die natürliche Spannung des Holzes und Sie wirken dem entgegen, wenn Sie den Teil des Astes, den Sie abschneiden, etwas nach unten drücken. Manchmal ist es auch hilfreich, wenn Sie den ersten Zentimeter zunächst von unten her anschneiden, damit Ihr Schnitt ohne Klemmen gelingt.
  • Zum Ablängen von Brettern nehmen Sie eine Bügelsäge mit grobem Profil des Sägeblattes. Damit lässt es sich leicht arbeiten, doch der erste Anschnitt bereitet manchmal Probleme. Führen Sie das Sägeblatt dazu leicht mit der linken Hand und seien Sie dabei vorsichtig, dass Sie sich nicht in den Finger schneiden. Es reicht meist, mit dem Daumen an der Oberkante des Sägeblattes zu führen, und die Finger sonst in einem gebührenden Abstand vom Schnitt zu halten. Übrigens: Mit Gewalt geht’s nicht. Führen Sie die Säge zunächst ganz leicht über das Brett und drücken Sie nicht auf. Die Säge findet durch das eigene Gewicht ins Holz. Sie werden schnell das richtige Gefühl zum Schneiden des Holzes haben. Auch läuft die Bügelsäge leicht schief. Arbeiten Sie in Ruhe, mit Gefühl, möglichst wenig Druck und achten Sie bereits beim ersten Anschneiden genau auf die Richtung, in der die Bügelsäge läuft.
  • Eine andere, traditionelle Säge ist die Feinsäge für kleine und genaue Schnitte. Sie findet meist an der Werkbank Einsatz, und das Holz ist dabei fest eingespannt. Achten Sie immer darauf, ob Sie links oder rechts vom Strich schneiden, denn das Ergebnis differiert um ein bis zwei Millimeter. Wer öfters feinere Sägearbeiten verrichtet, der wird an einer Schreinersäge nicht vorbei kommen. Sie erfordert etwas Geschick und ihren richtigen Gebrauch sollten Sie sich von einem Profi zeigen lassen. In diese Kategorie fällt auch die Gehrungssäge, oft mit einem Gestell per Haltevorrichtung verbunden. Sie macht einen sauberen, scharfen Schnitt. Auch hier dürfen Sie nicht mit zu viel Druck arbeiten. Lassen Sie die Säge leicht und ruhig laufen.
  • Ein weiteres Arbeitsgerät zum Holz schneiden, vor allem wenn Rundungen gelingen sollen, ist die Bandsäge. Wie jede Maschinensäge ist sie mit Respekt zu behandeln, denn ein Schnitt in den eigenen Finger wird bei unvorsichtiger und unsachgemäßer Handhabung zu einer bösen Verletzung. Sie dürfen vor allem nie direkt in Richtung des laufenden Sägeblattes drücken. Ihre Hände und Finger müssen davon immer wegzeigen. Ansonsten ist eine Bandsäge aber ein feines Arbeitsgerät, das beim Schneiden von Rundungen einen sauberen Schnitt macht.
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