Alle Kategorien
Suche

Holz für den Möbelbau - darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

Holz für den Möbelbau - darauf sollten Sie bei der Auswahl achten1:14
Video von Laura Klemke1:14

Schöne Möbel sind oft recht teuer und so mancher Handwerker würde es sich zutrauen, den Möbelbau selbst vorzunehmen. Aber nicht jeder Handwerker ist ein Tischler, der über die verschiedenen Holzarten sicher einiges zu berichten weiß. Und so stellt sich nicht selten die Frage, welches Holz sich für welchen Möbelbau am besten eignet. Vielleicht kann Ihnen da der folgende Artikel ein wenig weiterhelfen.

Holz ist ein hervorragender Werkstoff

Holz wird von Menschen schon seit Jahrhunderten verarbeitet, denn es ist dem Menschen vertrauter, als jedes andere Baumaterial. Mit Holz wurden schon ganze Häuser errichtet, denn Holz ist mit seinen Millionen Zellen, den Hohlräumen, die isolieren, sowie den feuchtigkeitsspeichernden Zellwänden ein lebendiges Material, das in seiner warmen, stabilen Art jeder Wohnung zu einem stilvollen Ambiente verhilft.

  • Je nachdem, welches Holz man wählt, es wird den unterschiedlichsten Qualitäts- und Farbansprüchen gerecht, denn allein über fünfundzwanzig heimische Hölzer werden inzwischen für den Möbelbau oder Terrassenbau und vieles mehr genutzt.
  • Je nach Standort, Alter und Art der Bäume, lassen sich die verschiedensten Wohnideen sehr kreativ gestalten, denn Holz ist nicht nur schön und dauerhaft, sondern auch praktisch und anpassungsfähig.

Der individuelle Möbelbau hat seine Vorteile

Das kreative Werken im individuellen Möbelbau scheint ein eindeutiger Trend zu sein und wer Freude am Werken hat, kann sich so manches Möbelstück selber herstellen.

  • Allerdings sollten Sie, wenn Sie an einen individuellen Möbelbau denken, qualitativ hochwertige Werkzeuge benutzen, um die Werkstücke sorgfältig bearbeiten zu können. Besonders Möbel aus Holz wirken nur dann stilvoll, wenn sie qualitativ gut verarbeitet sind.
  • Für den individuellen Möbelbau eignet sich Holz, wie bereits erwähnt, besonders. Damit Sie das geeignete Holz für Ihren Möbelbau leichter finden, werden in diesem Artikel nachfolgend einige Holzarten vorgestellt. Dennoch sollten Sie sich in einem Holzhandel umschauen, damit Sie den Duft des jeweiligen Holzes riechen, die Faserung fühlen und die Färbung ansehen können, um im nahen Kontakt zu dem angebotenen Holz das für Sie Richtige auswählen zu können.

Wählen Sie das richtige Holz für Ihren Möbelbau

  • Wenn Sie sich für die Buche entscheiden, wählen Sie einen Laubbaum, der aus gemäßigten europäischen Gebieten, mit feuchtem Klima stammt. Der Buchenstamm ist vollholzig und astfrei. Normalerweise ist das Buchenholz weiß-hellrötlich und dunkelt später etwas nach. Die Poren sind im Holz so gut wie nicht zu sehen, dafür erkennen Sie eine unauffällige, gleichmäßige Maserung. Das robuste, harte Holz ist sehr elastisch und lässt sich gut verarbeiten.
  • Unterscheiden Sie dabei die Buche von der Kernbuche. Diese wird auch Wildbuche genannt. Wenn eine Buche ungefähr 80 Jahre ist, bildet sich im Inneren ein roter Kern, der später mit einer ganz besonderen Faserung für ganz besondere Möbelstücke eignet. Allerdings ist Kernbuche nur ganz begrenzt im Handel erhältlich
  • Erle ist ein wasserresistenter Baum, den Sie unter den Namen Roterle, Weißerle oder auch Schwarzerle beziehen können. Erlenholz ist mit einer groben Faser versehen. Das Holz ist biegsam, weich und elastisch aber dennoch fest. Erlenholz lässt sich gut spalten. Seine Poren sind sehr fein und der Stamm astfrei. Erlenholz eignet sich vorzüglich zum Drechseln und zum Schnitzen. In der privaten Möbelbearbeitung wird es für Sie nur mit entsprechendem Werkzeug möglich werden, dieses Holz fachgerecht zu verarbeiten.
  • Eiche sollten Sie in Stiel- und Traubeneiche unterschieden. Frisches Kernholz sieht graubraun, bzw. hellrot-braun aus und wird nach geraumer Zeit dunkler. Eichenholz riecht etwas würzig-sauer. Der Stamm ist astfrei und die sogenannten "Markstrahlen" geben jedem Möbelstück durch ihre unregelmäßigen Abständen einen ausdruckvollen Charakter. Eiche ist mit geeignetem Werkzeug gut zu bearbeiten und hat eine gute Elastizität. Das Hartholz eignet sich besonders für den Schiffsbau.
  • Esche ist am Stamm ebenfalls astfrei und in der Farbe sehr hell, fast weiß, ähnlich. Älteres Kernholz der Esche können Sie an einem hellbraunen Farbton erkennen. Die Poren der Esche sind grob. Durch die gestreifte Faserung, die unregelmäßig ist, wirkt Erle sehr dekorativ. Das Holz der Esche ist recht hart, dennoch aber elastisch. Zur Bearbeitung ist Esche sehr gut geeignet, aber Sie werden beim Beizen Probleme haben. Achten Sie darauf, dass das Holz nur langsam trocknet, damit es keine Risse bildet.
  • Kirschbaumholz erkennen Sie an der Maserung, die sehr fein aussieht. Auch der Kirschbaum ist am Stamm astfrei. Riechen Sie mal an einem Kirschbaumholz. Es riecht sehr aromatisch und die dunkelbraunen Ringe geben dem Holz einen besonderen tatsch. Kirschbaumholz lässt sich gut verarbeiten. Auch beim Beizen und Leimen werden Sie keine Schwierigkeiten bekommen. Allerdings könnte feuchtes Holz sich durch Metalle verfärben und Alkalien verfärben das Holz mahagonifarben.
  • Nussbaum zeigt sich Ihnen in einer dunkelbraunen, bis hin zur schwarzvioletten Farbe. Dieses Holz lässt sich sehr gut mit den passenden Werkzeugen bearbeiten, allerdings sollte es, so wie die Esche, langsam trocknen, damit es keine Risse im Holz gibt. Nussbaum gehört zu den schönsten und wertvollsten Hölzern.

Verwandte Artikel