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Holz besser als Beton - Hinweise

Steht bei Ihnen ein Bauvorhaben an? Gerade bei kleineren Projekten stellt sich schnell die Frage nach dem richtigen Baumaterial. In vielen Fällen ist für die Bauherren Beton die erste Wahl. Dabei gibt es genug Anwendungsfälle, in denen Holz die bessere Wahl ist. Zudem hat die Verwendung dieses Naturbaustoffes positive Auswirkungen auf Ihr persönliches Umfeld und die Umwelt. Das Raumklima ist dadurch deutlich besser, während sich die Verringerung der CO2-Emissionen für die Umwelt bezahlbar macht.

Holz ist oft besser als Beton.
Holz ist oft besser als Beton.

Warum die Natur vom Holzbau profitiert

  • Ein wichtiges Argument für die Nutzung von Holz als Baumaterial ist dessen Umweltverträglichkeit. Hier spielt Naturholz seine ganze Stärke aus, denn es vereint gleich mehrere für die Umwelt positive Eigenschaften als Bausubstanz.
  • Holz ist einer der wichtigsten Kohlendioxid-Speicher auf der Erde. Dadurch ist es sehr klimafreundlich. Dies betrifft nicht nur das nachwachsende Gehölz in den Wäldern, denn diese Speicherwirkung hält auch an, wenn Hölzer als Baumaterial genutzt werden. Die CO2-Emissionen sinken dadurch.
  • Entgegen der Annahme, die Abholzung würde die Wälder zerstören, wird die weltweite Speicherkapazität von Kohlendioxid dank der Verwendung des Holzes als Baumaterial sogar besser. Dies bedingt allerdings eine rechtzeitige Aufforstung der Waldbestände. Finnischen Experten zufolge kann mit einer zehnprozentigen Erhöhung des Holzanteils am gesamten Baumaterial in der EU ein Viertel des im Kyoto-Vertrag festgehaltenen Ziels zur Verringerung der CO2-Emissionen erreicht werden.

  • Im Gegensatz zu Beton kann Holz besser wiederverwertet werden. Dies bezieht sich auf Möbel und Baumaterial gleichermaßen. Dadurch erschließen sich weitere erneuerbare Energiequellen.
  • Insofern das Holz nicht aus Regenwäldern stammt, was überall auf der Welt verboten sein sollte, bilden das Abholzen und das Aufforsten einen ausgeglichenen Kreislauf. Durch diverse Aufforstungsmaßnahmen stellt die Nutzung von Holz als Baumaterial kein Problem für den Baumbestand dar. Im Bayerischen Wald wächst beispielsweise pro Sekunde ein halber „Festmeter“ Naturholz.

Ein Eigenheim in Holzbauweise ist häufig besser als eines aus Beton

Wenn Sie Ihr Eigenheim aus Holz bauen bzw. bauen lassen, ergeben sich daraus gleich mehrere Vorteile für Sie.

  • Zunächst wäre der geringe Aufwand zu nennen. Industrielle Technik muss lediglich eingesetzt werden, um die Hölzer zu trocknen.
  • Wohnhäuser können komplett vorgefertigt werden. In einer Halle unter kontrollierten Bedingungen hergestellt, ermöglicht dies einen schnellen Baufortschritt und eine Schonung Ihrer lokalen Umwelt (z.B. Ihres Grundstücks und Ihrer Nachbarn). Bei Häusern aus Beton kann allerdings ebenfalls mit vorgefertigten Wandteilen gearbeitet werden.   
  • Sie leben in den Räumen und produzieren mit Ihrer Atemluft Kohlendioxid. Ist Ihr Eigenheim aus Holz gebaut, bereinigt Baustoff den CO2-Gehalt in der Luft und speichert das Kohlendioxid.
  • Die natürliche Verringerung des CO2-Gehaltes in Ihren Räumen ist einer der Gründe, weshalb bei einer „hölzernen“ Bauweise ein günstiges und gesundes Raumklima entsteht. Eine weitere Eigenschaft, die sich positiv auf das Klima in Innenräumen auswirkt, ist die stabilisierende Auswirkung auf die relative Luftfeuchtigkeit. Sie wird auf einem angenehmen Niveau gehalten, weil Wände und Decken mit einer Oberfläche aus Naturholz „atmen“ und damit als Puffer für das Raumklima dienen.
  • Vor allem im Winter wird Beton sehr kalt. Holzwände sind dagegen warm, da sich ihre Oberflächentemperatur der Raumluft anpasst. Dies kann sich besser auf Ihr allgemeines Wohlbefinden auswirken. 
  • Da Mücken vom Kohlendioxid – und nicht vom Licht - angelockt werden, können Sie diese Belästigung durch die Verwendung von Naturhölzern als Bau- und Möbelmaterial ebenfalls verringern.
  • In Häusern, die aus Beton oder Stein gebaut sind, droht die Gefahr der Austrocknung. Zudem ist die Dämmeigenschaft von Naturholz erheblich besser, als es bei einer gewöhnlichen Steinwand der Fall ist. Dies hat der natürliche Baustoff seinem anatomischen Aufbau zu verdanken, der sich durch dünne Zellwände und kleine, zwischenliegende Hohlräume auszeichnet.
  • Holzwände können sehr leicht bearbeitet werden. Löcher für das Aufhängen von Bildern sowie Kabelschächte für Stromleitungen sind schnell angefertigt. Ganz anders sieht es bei einem Haus mit Betonwänden aus. Hier können Sie die Steckdosenlöcher und Kabelschlitze für die Stromverkabelung teilweise nur mit einer Flex in die Wand schneiden. Der Aufwand ist dabei ebenso enorm wie die Schmutzentwicklung. 
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