Holunderwein selber machen - ein Rezept

Holunderbeeren kann man zu Wein vergären. Holunderbeeren kann man zu Wein vergären.
Aus Holunderbeeren lässt sich ein Dessertwein herstellen, der im Laufe der Jahre immer sherryähnlicher wird. Probieren Sie das folgende Rezept aus.
Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
13.05.2011 Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • für 10 Liter Dessertwein:
  • ca. 5 kg Holunderbeeren
  • 5 l Wasser
  • 3 kg Zucker
  • 30 g Zitronensäure (Apotheke oder Drogerie)
  • 4 g Hefenährsalz
  • 1 Fläschchen Reinzuchthefe (Sorten Sherry, Portwein oder Malaga; ebenfalls in gut sortierten Drogerien)
  • Gärballon mit Gäraufsatz
  • kleine Hobby-Weinpresse

So stellen Sie Holunderwein selbst her

Bitte beachten Sie: Selbst hergestellte Weine dürfen Sie nicht in den Lebensmittelhandel bringen. Sie sind nur für Ihre private Verkostung bestimmt (aber verschenken dürfen Sie Holunderwein natürlich!). 

  • Holunderbeeren sind in ganz Westeuropa heimisch, in manchen Gegenden wachsen sie wild in großen Mengen und laden dann zur Saft-, Marmeladen und natürlich Weinherstellung ein. Die Früchte färben stark ab, ziehen Sie sich also für die Holunderweinherstellung entsprechend Handschuhe und alte Kleidung an.
  • Holunderbeeren sind säure- und zuckerarm, daher müssen Sie bei der (privaten) Weinherstellung "nachbessern".
  • Als Jungwein können die meisten dem Holunderwein nicht viel abgewinnen, jedoch gewinnt er durch Reife und Lagerung und schmeckt dann oft nach Sherry.
  • Holunderbeeren sind roh leicht giftig; manche Menschen reagieren mit Übelkeit. Daher muss die Maische kurz aufgekocht werden. Oder Sie verwenden für die Weinherstellung bereits fertig gekochten Holunderbeerensaft, so sparen Sie das Abpressen der Maische.
  • Die schwarzen, gut reifen Holunderbeeren werden zunächst gewaschen und dann weitgehend von den Stielen entfernt.
  • Zerstampfen Sie die Beeren.
  • Dann werden sie mit dem Wasser und dem Zucker zusammen etwa 1 Minute unter Umrühren aufgekocht.
  • Rühren Sie die Zitronensäure und das Hefenährsalz in die noch heiße Beerenmaische ein.
  • Erst nach dem Abkühlen auf unter 25 °C kommt die Hefe dazu.
  • Füllen Sie die Maische in den Garballon und verschließen Sie ihn mit dem Gäraufsatz. Sorgen Sie durch Wasserfüllung im Garaufsatz für Luftabschluss.
  • Nach der Angärphase wird die Maische nach 4 - 5 Tagen abgepresst. 
  • Nach Bedarf kann der Jungwein noch mit etwas Zuckerwasser versetzt werden, bevor er im Gärballon zu Ende gärt.
  • Warten Sie mit dem Abfüllen auf Flaschen, bis sich der Hefetrub abgesetzt hat.
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