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Hohlkreuz mit Übungen vermindern

Mit Hohlkreuz bezeichnete man früher eine ausgeprägte Wölbung der Lendenwirbelsäule. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass diese Wölbung innerhalb der geschwungenen Form der Wirbelsäule durchaus richtig und wichtig ist. Was aber nicht heißt, dass man sich da passiv hineinfallen lassen kann. Übungen können ein sogenanntes Hohlkreuz vermindern.

Ein "Hohlkreuz" kann man verringern.
Ein "Hohlkreuz" kann man verringern.

Was Sie benötigen:

  • Achtsamkeit für die eigene Haltung
  • Häufige Korrektur der eigenen Haltung
  • Eventuell Gewicht abnehmen

Die Wirbelsäule ist ein wunderlich Ding. Auf der einen Seite unglaublich flexibel, auf der anderen Seite auch sehr darauf angewiesen, durch Muskeln genug gestützt zu werden. Das sogenannte Hohlkreuz kann immer dann entstehen, wenn diese Stützung versagt und der Eigentümer der Wirbelsäule sich passiv in den Bewegungsapparat hineinfallen lässt.

Hohlkreuz - was ist das?

  • Früher bezeichnete man jede ausgeprägte Wölbung der Lendenwirbelsäule als Hohlkreuz und fand dieses behandlungsbedürftig. In den letzten Jahren hat sich aber die Meinung durchgesetzt, dass eine Wölbung durchaus gesund ist. Von einem Hohlkreuz spricht man heute nicht mehr, allenfalls von einer starken Lendenwirbelsäulenlordose.
  • Eine ausgeprägte Lendenwirbelsäulenlordose, über das physiologische Maß hinaus, entsteht bei den meisten Menschen durch die fehlende aktive Aufrichtung der Wirbelsäule. Diese Menschen lassen sich in ihr Skelett fallen und hoffen, dass das gut gehen wird. Was es meist über längere Zeit auch tut.
  • Der zweite Weg, wie ein sogenanntes Hohlkreuz entstehen kann, ist der des ventralen Überhanges - wann immer zu viel Gewicht vorne am Körper hängt, entsteht eine stärkere Lordose in der Lendenwirbelsäule, um ein Umfallen nach vorne zu verhindern. Bei jeder schwangeren Frau kurz vor der Geburt ist das deutlich zu beobachten und auch bei Männern, die einen ausgeprägten Bierbauch ihr Eigen nennen.

Übungen für eine aufrechte Haltung

  • Diejenigen, die sich passiv in ihren Bewegungsapparat fallen lassen, sollten ihrer Haltung mehr Bedeutung zumessen. Eine aktiv eingenommene aufrechte Haltung verhindert die übermäßige Lordose. Die wirksamste Übung dafür ist das Anheben des Brustbeines nach vorne und oben, ohne dabei das gesamte Körpergewicht deutlich weiter nach vorne zu verlagern. Die Wirbelsäule wird auf diese Weise gestreckt, die Lordose reduziert sich auf das Normalmaß, das sogenannte Hohlkreuz verschwindet. Allerdings ist zu beachten, dass diese Aufrichtung immer wieder durchgeführt werden muss und gehalten werden muss, zwar nicht über 24 Stunden am Tag, aber deutlich häufiger als die krumme und passive Haltung.
  • Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, versuchen Sie, so oft wie möglich zu überprüfen, ob Sie sich momentan aufrecht halten oder nur so rumhängen. Wenn Sie hängen, korrigieren Sie das Brustbein und gehen weiter durchs Leben. Zusätzliche Übungen sind meist nicht erforderlich, da die konsequente Einnahme der physiologischen Haltung das richtige Training schon beinhaltet.
  • Diejenigen, die einen ventralen Überhang haben, müssten für eine aufrechte Haltung im Gegenzug sehr starke Rücken- und Bauchmuskeln haben, um das vordere Gewicht zu kompensieren. Das ist in der Regel über einen ganzen Tag nicht möglich.
  • Gehören Sie zu diesen Menschen, bleibt Ihnen im Sinne einer aufrechten Haltung nur übrig, zunächst das Gewicht zu reduzieren. Anschließend sollten Sie aber trotzdem noch Übungen für Rücken und Bauch absolvieren, um der veränderten Statik Rechnung zu tragen.
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