Hohe Berge besteigen - so werden Sie zu einem Bergsteiger

Hohe Berge bieten Naturgenuss pur. Hohe Berge bieten Naturgenuss pur.
Bergsteigen übt auf viele Menschen eine große Faszination aus. Charismatische Persönlichkeiten wie Reinhold Messner heute oder Louis Trenker früher leben und lebten das Bezwingen von hohen Bergen vor. Doch neben dem Naturerlebnis und dem Hauch von Abenteuer gehören auch die körperliche Herausforderung und tatsächliche Gefahren zum Klettern. Fast jeder kann zu einem richtigen Bergsteiger werden, allerdings nicht über Nacht. Wie Sie vorgehen können, erfahren Sie hier.
Marco Montalbano
30.09.2011 Marco Montalbano
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Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
  • Fitness
  • Übung
  • Kletterkenntnisse
  • hochwertige Ausrüstung

Hohe Berge - faszinierend aber nicht ungefährlich

Wer Bergsteiger werden möchte, sollte sich zuerst fragen, welche Art des Bergsteigens für ihn infrage kommt. Es gibt u.a. das eher gemütliche Wandern in den hohen Bergen, das man mit einer Rucksacktour in tieferen Gefilden vergleichen kann. Das Klettern, das ein ganz anderes Kaliber ist, erfolgt auf Touren im Fels oder auf Eis und Schnee. Die Kletterarten weisen alle verschiedene Schwierigkeitsstufen auf und stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an Kondition, Kenntnisse und Ausrüstung.

  • Am sinnvollsten ist es, Sie beschaffen sich erst einmal vorbereitende Literatur und verschaffen sich über verschiedene Quellen einen Überblick über die Art und Weise, sich in hohen Bergen fortzubewegen. Ein Klassiker ist „Bergsteiger werden mit Reinhold Messner“ (ISBN: 978-3405128142). Ein „Crossover-Bergsteiger“ zu werden, der in jedem Gelände zu Hause ist, erfordert viel Erfahrung und jahrelanges Training.
  • Sehr zu empfehlen ist eine Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein. Der DAV, so die offizielle Abkürzung, bietet Ihnen die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Darüber hinaus können Sie erste, geführte Touren mitmachen, die Sie in die Welt der Berge und des Wanderns in hohen Bergen einführt. Es werden auch Kurse angeboten, denn das Bergsteigen rein aus Büchern zu lernen, ist nicht möglich. Natürlich hat theoretisches Wissen einen großen Wert, doch sollten Sie direkt vor Ort aktiv werden - das vereinfacht vieles. Der DAV bietet Ihnen auch einen für Bergsteiger maßgeschneiderten Versicherungsschutz an. Nutzen Sie dieses durchaus sinnvolle Angebot, denn Touren durch das Hochgebirge sind nicht immer ganz ungefährlich.
  • Neben dem theoretischen Wissen sind Kondition und körperliche Fitness von großer Bedeutung. Diese können Sie natürlich auch fern der hohen Berge trainieren. Sie können Schwimmen, Walken, Radfahren, etc. Ein Schwerpunkt sollte auf dem Konditionstraining liegen.
  • Ihnen sollte die Natur und der Umweltschutz wichtig sein. Bergsteiger-Totsünden sind, in die intakte Umwelt hoher Berge Müll zu werfen, geschützte Pflanzen auszureißen oder diese niederzutrampeln. Auf den höchsten Bergen der Erde gibt es immer wieder Reinigungsaktionen, da einige der Besucher ihren Unrat einfach achtlos wegwerfen. Das muss nicht sein.
  • Bevor Sie sich in die Bergwelt wagen, müssen Sie nicht nur über das passende Wissen und die körperlichen Voraussetzungen verfügen, sondern auch über die richtige Ausrüstung. Mit am wichtigsten ist passendes, robustes Schuhwerk. Der richtige Rucksack, Kleidung, Notfall-Set mit Rettungsdecke, Kompass, Landkarte und Taschenlampe sind nur einige weitere Dinge, die Sie in der Regel benötigen. Ziehen Sie hier unbedingt den Rat erfahrener Bergsteiger hinzu.
  • Achten Sie darauf, sich langsam zu steigern. Ein Reinhold Messner ist noch nicht vom Himmel gefallen. Überschätzen Sie sich nicht. Lange Touren durch sehr unwegsames Gelände brauchen ihre Zeit, und wenn Sie müde oder erschöpft sind, steigt die Unfallgefahr. Bergsteigen ist eine Betätigung, die viel von einem abfordern, aber auch viel Befriedigung bringen kann.
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