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Hörgeräteakustiker - Wissenswertes zu Ausbildung und Zugangsvoraussetzungen

Der Hörgeräteakustiker ist eine nicht so häufig angebotene Ausbildungsmöglichkeit. Wer diese Lehre anstrebt, sollte nicht nur Interesse an der Reparatur von Elektrogeräten haben, sondern auch gern beratende Tätigkeiten übernehmen. Weitere Informationen zu Ausbildung und Zugangsvoraussetzungen erhalten Sie hier.

Hörgeräte gibt es in verschiedenen Ausfertigungen.
Hörgeräte gibt es in verschiedenen Ausfertigungen.

Hörgeräteakustiker - Ausbildungsvoraussetzungen im Überblick

  1. Um die Lehre zum Hörgeräteakustiker zu beginnen, werden von Gesetzgeber keine besonderen Vorbildungen vorausgesetzt. Die Ausbildungsbetriebe stellen allerdings meist Bewerber mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss ein. 
  2. Wer das 18. Lebensjahr bei Ausbildungsbeginn noch nicht vollendet hat, muss eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, um eine Erstuntersuchung zu bestätigen.
  3. Die Betriebe achten sehr auf gute Noten in einigen Fächern. Gute Noten im Fach Biologie sind wichtig, da Vorkenntnisse in diesem Fach den Auszubildenden während der Lehre helfen, die Konstruktion des Ohrs und der Sprechorgane und die damit zusammenhängenden Vorgänge zu verstehen.
  4. Wer im Fach Werken gute Noten vorweisen kann, ist im Vorteil, wenn es darum geht, Einzelteile des Hörgeräts zusammenzusetzen oder anzupassen.
  5. Mathematik ist für die Ausbildung wichtig, da der Hörgeräteakustiker verschiedene Messwerte zusammenfügen und dadurch das richtige Gerät mit den richtigen Einstellungen ermitteln muss. Zahlenverständnis ist daher nötig.
  6. Auch das Fach Physik darf nicht vernachlässigt werden. Die Gesetze der Physik sollte man als angehender Akustiker verstehen; gerade was Schallentwicklung und Elektrotechnik angeht, muss ein Grundinteresse vorliegen.

Ausbildungsbedingungen eines Hörgeräteakustikers im Überblick

  • Die Ausbildung zum Akustiker für Hörgeräte dauert drei Jahre.
  • Man absolviert die Lehrjahre im Betrieb mit gleichzeitigem Berufsschulunterricht in Form von Blockunterricht.
  • Der Auszubildende ist in der Werkstatt, im Büro, im Verkaufsraum und im Labor tätig.
  • Das Tragen eines Gehörschutzes gegen den Lärm von in der Werkstatt befindlichen Maschinen wird vorgeschrieben. 
  • Außerdem kommt man mit Desinfektionsmitteln, Klebern und Kunstharzen in Berührung.
  • Im Laufe der Lehrzeit müssen in regelmäßigen Abständen Leistungsnachweise erbracht werden, außerdem müssen Berichtshefte geschrieben werden, die vom Ausbilder kontrolliert und abgezeichnet werden.
  • Die Lehre endet mit der Gesellenprüfung in praktischer und theoretischer Form, welche vor der Handwerkskammer abgelegt wird.

Der Hörgeräteakustiker ist ein anspruchsvoller Beruf, der ein gewisses Fingerspitzengefühl voraussetzt. Dieser Beruf ist sehr vielschichtig, da außer dem technischen Teil auch beratende, verwaltende und kaufmännische Aufgaben erledigt werden müssen.

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