Höhenkrankheit - so beugen Sie vor

Bergsteigen – ein Hobby am Höhenlimit. Doch wie beugt man der Höhenkrankheit vor? Bergsteigen – ein Hobby am Höhenlimit. Doch wie beugt man der Höhenkrankheit vor?
Hoch hinaus will der Bergsteiger. 2000 Meter und mehr. Frische Luft, weiter Blick und Edelweiß. Eine Tour in die Berge ist schön, macht Spaß und fordert heraus. Doch sterben nicht wenige Menschen jährlich als Folge der Höhenkrankheit. Es gilt, die Krankheit gezielt vorzubeugen.
Lorenz Moosmüller
24.06.2010 Lorenz Moosmüller
Was Sie benötigen
  • Höhenmessgerät
  • genügend Flüssigkeit
  • genügend Nahrungsmittel
  1. Grundsätzlich kann es nicht schaden, vor einer Bergtour einen Arzt aufzusuchen. Ältere Menschen, Kinder und Menschen vor allem mit Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankkunegn sollten dies jedoch auf jeden Fall tun. Bei der Medikamenteneinnahme ist Vorsicht geboten, da dadurch die Symptome und damit die Warnzeichen einer Höhenkrankheit unterdrückt werden.
  2. Vor einer Wanderung in die Berge sollte man ausgeruht und körperlich fit sein. Ist dies nicht der Fall, sollte man die Tour verschieben.
  3. Während dem Aufstieg ist besonders zu beachten, dass man sich langsam und gleichmäßig fortbewegt und pro Tag weniger als 300 Höhenmeter zurücklegt. Dies liegt daran, dass der Körper einige Zeit braucht, um sich an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen. Unbedingt notwendig ist bei einer Tour deswegen auch ein Höhenmessgerät.
  4. Zu beachten ist auch, dass man stets etwas weiter unten schläft als wie man gewandert ist. So gewöhnt sich der Körper leichter an den Höhenunterschied.
  5. Es ist wichtig stets genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Bei der Ernährung sollte man kohlenhydrathaltige den fett- und eiweißhaltigen Speisen vorziehen.
  6. Man sollte seinen Körper selbst beobachten, aber auch die gegenseitige Beobachtung ist sehr wichtig. Erste Anzeichen der Höhenkrankheit können sein: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Appetitlosigkeit, Schlafstörung, Wasserödeme unter der Haut, Leistungsabfall, Sehschwäche, beschleunigter Herzschlag. Bei ersten Anzeichen ist unbedingt Rast zu machen und sich erst einmal auszuruhen – falls sich die Symptome nicht bessern, sollte man sich umgehend wieder auf den Rückweg machen.
  7. Bei Bergtouren in über 5000 Metern Höhe sollte man immer eine Sauerstoffflasche und Überdruckplastiksäcke mit sich führen, um der Höhenkrankheit vorzubeugen.

Allgemein ist wichtig: Bei Wanderungen in Höhenlagen über 2500 m haben eine gründliche Vorbereitung, Organisation und körperliche Fitness oberste Priorität! Gehen Sie keine Risiken ein und informieren Sie sich vorab über die genaue Reiseroute, wie Sie schnell Hilfe erreichen können und welche Ausrüstung notwendig ist. Informieren Sie sich am besten bei einem Facharzt für Reisemedizin über die genauen Symptome der Höhenkrankheit und wie Sie in welcher Situation zu handeln haben!

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Leser-Tipps (1) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Hans | 09.07.2010, 14:00

    Gute Tipps. Ich finde allerdings immer noch, dass ausreichende Akklimatisierung die beste Maßnahme ist. Wer also im Urlaub einen hohen Berg besteigen möchte, sollte erstmal mit dem Auto zum Fuß des Berge (oder zur Mittelstation) fahren, dort ein oder zwei Nächte bleiben und sich dann an den Aufstieg machen. So kann sich der Körper schon mal an den ersten Höhenunterschied gewöhnen.

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