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Himmelslaternen selber basteln - so klappt's

Himmelslaternen, auch Skylaternen genannt, stammen ursprünglich aus China. Ähnlich einem Heißluftballon steigen sie durch heiße Luft auf und sind dann - je nach Größe - weithin zu sehen. Mit etwas Geschick lassen sich diese schönen Laternen selber basteln.

Wohin sie das Licht wohl tragen?
Wohin sie das Licht wohl tragen? © Annamartha / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • alte Zeitungen (zum Probieren)
  • Reispapier (auch Chinapapier genannt)
  • 1 - 2 m schmale Bambusstangen oder Peddigrohr
  • auch starke Binsen sind geeignet
  • Draht (dünn und leicht)
  • Brennmaterial, zum Beispiel Lampenöl oder Spiritus
  • Mulltuch oder ein anderes leichtes Tüchlein

Himmelslaternen - so funktionieren sie

  • Himmelslaternen sind aus dem alten China bekannt, wo sie schon vor mehr als 2000 Jahren für die militärische Signalgebung genutzt wurden.
  • Später sollten sie einfach nur Glück bringen und die Wünsche erfüllen, die in der Laterne deponiert wurden. Auf genau dieser Überlieferung beruht auch der Gebrauch der Laternen an Silvester
  • Prinzipiell ähneln solche Himmelslaternen einem Heißluftballon. Genau wie bei diesem wird unter der leichten Ballonkonstruktion ein kleines Feuer entfacht, das die zum Auftrieb nötige heiße Luft erzeugt.
  • Himmelslaternen lassen sich daher aus jeder nach unten geöffneten Papiertüte herstellen. Allerdings ist diese Art von Laternen natürlich nicht besonders groß. 

Skylaternen selber machen - eine Anleitung

  1. Um einen möglichst großen Auftrieb durch die heiße Luft zu erzeugen, sollten Sie ein möglichst großes Volumen mit einem möglichst leichten Papier einschließen.
  2. Um ein Gefühl für den Auftrieb zu bekommen, sollten Sie zunächst Himmelslaternen aus Zeitungspapier falten und mit diesen Erfahrungen sammeln.
  3. Geeigneter ist leichtes Reispapier, das man im Internethandel bestellen kann. Die Menge hängt natürlich davon ab, wie groß Ihre Laterne werden soll. 
  4. Basteln Sie aus dem Reispapier einen Zylinder. Dies ist am einfachsten, wenn ein rechteckiges Papier aufgerollt und an der schmalen Seite aufeinander geklebt wird. Eine Höhe um 1 m ist sinnvoll; Sie können jedoch zunächst mit kleineren Zylindern experimentieren.
  5. Für die Himmelslaternen müssen Sie den Zylinder oben verschließen. Am einfachsten gelingt auch diese Aufgabe, indem man einen Teil der oberen Kante in Dreiecke aufschneidet und diese dann zusammenklebt. Achten Sie - wegen des Gewichtes - darauf, dass nicht zu viel Papierüberlapp entsteht. Schneiden Sie gegebenenfalls überschüssiges Papier weg. 
  6. Die untere Kante der Laterne wird mit einem eingeklebten Binsen-, Bambus- oder Peddigrohrring verstärkt. Dies gibt der Skylaterne Stabilität.
  7. Für die Befeuerung spannen Sie zwei dünne Drähte über Kreuz in diesen Reifen. Hier hinein kommt das mit dem Brennmaterial befeuchtete Tuch. Das Mulltuch haben Sie zuvor mit dem Spiritus benetzt und klemmen es nun zwischen die beiden bespannten Drähte. 
  8. Sie können das Tuch auch in flüssigem Wachs tränken. Allerdings geht das auf das Gewicht und ist schwieriger zu handhaben.

Himmelslaternen starten - das sollten Sie beachten

  • Inzwischen ist es - wegen der Brandgefahr - nicht mehr überall erlaubt, derartige Himmelslaternen zu starten. Fragen Sie daher immer auf Ihrer Gemeinde oder bei der örtlichen Polizei nach den Richtlinien.
  • Auch kann es sein, dass Sie in Ihrer Gegend eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde benötigen.
  • Keinesfalls darf die Laterne bei Trockenheit oder bei Waldbrandgefahr gestartet werden.
  • Für den Start von Prototypen Ihrer Basteleien können Sie vorsorglich Leinen an den Laternen anbringen, sodass Sie zwar die Qualität des Auftriebs beurteilen können, die Laternen jedoch nur einige Meter hoch kommen und auch wieder heruntergezogen werden können.
  • Es ist sinnvoll, das Mulltuch - außer für Proben - erst kurz vor dem Laternenstart mit Spiritus zu tränken. Halten Sie dafür am besten eine flache Schale (z. B. aus Alu oder Glas) bereit.
  • Beim Anzünden sind Sie idealerweise zu Zweit, da einer die Laterne halten sollte.
  • Warten Sie, bis die Flamme eine ausreichende Größe hat und sich die Laterne "leicht" anfühlt, dann können Sie die Laterne abheben lassen. Ansonsten reicht der Auftrieb nicht.
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