Damit Sie auch im nächsten Jahr eine reiche Ernte am gut durchgetriebenen Strauch einfahren können, müssen Sie Ihre Himbeeren richtig schneiden.
- 06.04.2011 Anette Magin
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Scharfe Gartenschere
- Handschuhe
- Spalier
- Blumendraht o.ä.
Himbeeren sind lecker! Wie schön, wenn Sie sie vom eigenen Strauch aus dem Garten ernten können. Doch wie schneiden Sie ihn richtig zurück und wann ist der beste Zeitpunkt?
Um hier keine Fehler zu machen und Ernte-Einbußen hinnehmen zu müssen, sollten Sie wissen, von welcher Art Ihre Sträucher sind.
Manche Himbeeren tragen nur einmal
- Es gibt sogenannte einmaltragende Sorten, deren Früchte im Herbst reifen und zwar an den Ruten aus dem Vorjahr, dem sogenannten „alten Holz“. Diese Ruten werden nach dem Abernten der Himbeeren direkt über dem Boden abgeschnitten. Die neuen, schon im Frühjahr gebildeten Ruten, die nicht getragen haben, schneiden Sie gar nicht. Lassen Sie sie stehen und binden Sie sie auf, z.B. an ein Spalier. An diesen wird der Strauch im nächsten Herbst Himbeeren tragen.
- Aus dem Wurzelstock treibt der Strauch im kommenden Frühjahr wieder frisch aus, für die Ernte im darauffolgenden Herbst usw. So bilden sich immer wieder genügend neue und kräftige, tragende Ruten.
Manche Arten schneiden Sie zweimal
- Die zweimal tragenden Sorten tragen an den alten und den neuen Ruten Früchte: An den Vorjahresruten reifen die Himbeeren bis zum Sommer und an den Frühjahrsruten im Herbst. Die Ruten, die Sie im Sommer abgeerntet haben, schneiden Sie wieder bis zum Boden zurück. Von den Herbstruten lassen Sie im Abstand von ca. 15 cm die stärksten stehen und binden diese auf.
- Auf diese Weise sollten Sie, egal bei welcher Himbeersorte, immer einen befriedigenden Ertrag erzielen können. Je mehr Sträucher Sie kultivieren, umso mehr Himbeeren können Sie natürlich ernten. Vielleicht probieren Sie mehrere Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten oder Geschmacksvariationen.
- Bedenken Sie allerdings, dass Himbeeren, eben auch wegen ihrer Fähigkeit, immer wieder Ausläufer zu bilden, bei zu „antiautoritärer Erziehung“ zum Wuchern neigen und beobachtet und kontrolliert werden sollten, sonst können sie – gerade bei mehreren Sträuchern – beinahe so unangenehm wie die unbändigen Brombeeren werden!