Die Sonne scheint, man ist draußen unterwegs - und dann ein Sonnenstich. Und plötzlich verliert das ganze freie Wochenende seinen Reiz.
Doch was genau ist eigentlich ein Sonnenstich? Was unterscheidet ihn von einer Hitzeerschöpfung oder einem Hitzschlag? Und wenn es einen dann doch erwischt hat, welche Hilfe bringt wirklich etwas um schnell wieder fit zu sein? Mit einfachen Mitteln und etwas Ruhe geht es ihnen schnell wieder besser und sie können das schöne Wetter in vollen Zügen genießen.
- 06.12.2010 Josua Rehra
So erkennen Sie einen Sonnenstich
- Es gibt zwei Gefahren, die mit intensiver Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen einhergehen: es kann zu einer Hitzeerschöpfung oder gar einem Hitzschlag kommen. Es besteht die Gefahr eines Sonnenstichs.
- Bei einem Sonnenstich kommt es zu einer Überhitzung des Hirns aufgrund starker Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf. Dadurch werden das Hirn und die umgebenden Hirnhäute gereizt, was folgende Symptome hervorrufen kann: Abgeschlagenheit, Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen, Übelkeit, Brechreiz, Pulsbeschleunigung, der Kopf ist meist heiß und stark gerötet, der Rest des Körpers ist (im Gegensatz zum Hitzschlag) eher kühl und kaltschweißig.
- Meistens treten diese Symptome erst mit einer zeitlichen Verzögerung zur eigentlichen Sonnenexposition auf und werden daher häufig nicht als Sonnenstich erkannt. So können sie beispielsweise auch Nachts auftreten und werden häufig als "Sommergrippe" missinterpretiert.
Hilfe bei einem Sonnenstich
- Vorsorge ist besser als Nachsorge - gehen Sie im Sommer nicht ohne Kopfbedeckung in die Sonne und vermeiden Sie die Mittagshitze. Vor allem Kinder und Personen mit wenig Haaren sind sehr empfindlich gegenüber direkter Sonneneinstrahlung!
- Treten die obigen Symptome während des Aufenthalts in der Sonne auf begeben Sie sich so schnell wie möglich in den Schatten oder schützen Sie zumindest ihren Kopf gegen weitere Überhitzung.
- Kühlung verschafft meist eine schnelle Linderung der Symptome. Legen Sie sich feuchte Tücher in den Nacken und auf den Kopf, um die Reizung zu mildern. Aber übertreiben Sie es nicht, gerade Kleinkinder kühlen sonst sehr schnell aus!
- Wenn man sich viel in der Sonne aufhält ist es sehr wichtig, ausreichend zu trinken! Auch Flüssigkeitsmangel kann zu Kopfschmerzen führen und die Symptome noch zusätzlich verstärken. Bei warmem Wetter sind sogenannte "isotonische Getränke" gut geeignet, um dem Körper die beim Schwitzen verlorenen Elektrolyte wieder zuzuführen. Aber auch Fruchtsäfte und Mineraldrinks eignen sich gut. Nicht geeignet sind jedoch Kaffee und Tee, da sie fast keine Mineralstoffe enthalten.
- Nach einem Sonnenstich sollten Sie sich möglichst schonen. Halten sie sich im Schatten auf und vermeiden sie große körperliche Anstrengungen, damit ihr Körper sich von den Strapazen erholen kann. Er wird es Ihnen danken.