Wie sich für 18-jährige Hilfe finden lässt

  • Deutschland hat ein ausgefeiltes System psychosozialer Hilfen. Das ist jedoch wenigen bekannt.
  • Nicht jedes psychische Problem bedarf gleich einer Therapie. Sofort benötigte Hilfe ist angezeigt, wenn jemand selbstschädigendes Verhalten zeigt oder Selbstmordabsichten äußert.
  • Ein psychisches Problem hat jemand, wenn er selbst leidet. Wenn Eltern oder Nachbarn bestimmte Ticks nicht gut finden, hat der 18-Jährige dagegen noch kein psychisches Problem.
  • Den psychischen Problemen der 18-Jährigen stehen in diesem Alter oft die psychischen Probleme der Eltern gegenüber, die sich von der Lebensphase, ein Kind großzuziehen genauso verabschieden müssen wie der 18-Jährige davon, ein Kind zu sein. Diese beiden Bereiche gilt es immer wieder auseinanderzuhalten. Eltern haben faktisch ihren volljährigen Kindern nichts mehr zu sagen. Aber sie sind weiterhin emotional beteiligt.
  • Wenn 18-Jährige Hilfe bei psychischen Problemen brauchen, brauchen sie erst einmal jemanden, der ihnen zuhört, ohne sie zu verurteilen oder zu korrigieren. Jemanden, bei dem sie sich wohlfühlen. Das können, müssen aber nicht die Eltern sein.
  • Kluge Eltern unterstützen den Kontakt ihres heranwachsenden Kindes zu Onkeln, Tanten, älteren Freunden und Lehrern. Diese sind oft in dieser Zeit bessere Gesprächspartner.
  • Kluge Eltern drängen sich ihren Kindern nicht auf. Aber sie setzen ihren Kindern klare Grenzen. Ein 18-Jähriger, der beispielsweise Liebeskummer hat, sollte trotzdem zur Schule gehen oder seine Ausbildung fortführen. Wenn er es nicht tut, muss er selbst die Konsequenzen tragen.
  • Kinder- und Jugendtelefone stellen für 18-jährigen gut erreichbaren Rat bei psychischen Problemen dar. Auch die Telefonseelsorge ist ein guter erster professioneller Ansprechpartner. Diese vermittelt z.B. Beratungsstellen, bei denen der 18-Jährige weitere Hilfe bei seinen psychischen Problemen erhalten kann. Allerdings sind teilweise erhebliche Wartezeiten zu überbrücken.
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