Zusammenfassung des Inhalts von "Hexenfeuer"

Diese Zusammenfassung beinhaltet die wichtigsten Handlungsstränge des Romans.

  1. Die Hauptprotagonistin des Romans "Hexenfeuer" von Isolde Heyne ist die 20-jährige Barbara. Die Erzählung spielt Ende des 15. Jahrhunderts während der Inquisition.
  2. Isolde Heynes Roman beginnt damit, dass Barbara sich im Kerker befindet und am darauf folgenden Tag hingerichtet werden soll, weil sie verdächtigt wird, eine Hexe zu sein. 
  3. In der Nacht vor der geplanten Hinrichtung lässt sie die Ereignisse, die sie in diese Lage gebracht haben, Revue passieren.
  4. Barbara ist das Kind eines Geistlichen und einer Klosterschülerin, die bei der Geburt starb. Ihr Vater übergibt das Baby einem Kaufmann, den er verpflichtet, für seine Tochter zu sorgen, da er von einem Mordversuch dieses Kaufmanns an seinem Bruder weiß. 
  5. Im Zentrum von "Hexenfeuer" steht jedoch eine weitere Dreiecksgeschichte, nämlich die zwischen der leiblichen Tochter des Kaufmanns, Armgard, Barbara, die mit ihr aufwächst und Martin Wiebrand, der eigentlich Armgard heiraten soll, sich aber in Barbara verliebt.
  6. Armgard, die nach und nach erkennt, dass der ihr Versprochene ihre Schwester liebt und diese schließlich sogar heimlich heiratet, will zunächst die heilkundlichen Fähigkeiten ihrer Schwester nutzen, um den versprochenen Ehemann in ihren Bann zu ziehen, als dieser Barbara heiratet, schmiedet sie einen teuflischen Racheplan.
  7. Armgard veranstaltet eine Schwarze Messe, bei der ein Säugling geopfert wird, für dessen Tod die unschuldige Barbara verantwortlich gemacht wird und als Hexe hingerichtet werden soll. 
  8. Barbaras leiblicher Vater, ihr Ehemann, ihr Beichtvater und sogar der Henker und noch weitere Barbara wohlgesonnene Menschen erreichen durch ihr Zusammenwirken die Rettung der zum Tode Verurteilten. 

Die historischen Hintergründe von Isolde Heynes Roman

  • Die inhaltliche Zusammenfassung von "Hexenfeuer" zeigt, dass Motive wie Eifersucht, Neid und blinder Hass zu Hexereibezichtigung in dem Roman führen. Häufig waren es zur Zeit der Inquisition soziale Konflikte unter Nachbarn und Verwandten, die zu Hexereibeschuldigungen führten.
  • Isolde Heynes Roman spielt Ende des 15. Jahrhunderts, also nach Erlass der sogenannten "Hexenbulle" des Papstes Innozenz VIII. im Jahre 1584, in der der Papst die Obrigkeiten auffordert, die Inquisition bei der Enttarnung und Vernichtung der "Hexensekte" zu unterstützen.
  • Zwei Jahre später erscheint der "Hexenhammer" des Dominikaners Heinrich Kramer, dem er die Bulle des Papstes voranstellt. Das Werk legitimierte die Hexenverfolgung.