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Herzschlag der Katze - Wissenswertes und Messungsmethoden

Herzschlag der Katze - Wissenswertes und Messungsmethoden2:03
Video von Lars Schmidt2:03

Der Herzschlag der Katze liegt, wie es beim Menschen sowie bei nahezu allen anderen Säugetieren ebenfalls der Fall ist, in einem gewissen Normbereich. Da Werte außerhalb der Norm ein Anzeichnen für eine Erkrankung sein können, ist es durchaus hilfreich, wenn Sie den Puls Ihrer Katze auch selbst kontrollieren können.

Wie Sie den Herzschlag des Stubentigers ermitteln können

Für den Laien gibt es im Prinzip zwei Methoden, wie der Herzschlag der Katze bzw. der Puls (Herzfrequenz) ermittelt werden kann, während dem Tierarzt natürlich noch weitere Methoden zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel ein Stethoskop.

  • Die erste mögliche Messmethode, die Sie als Katzenhalter selbst anwenden können, besteht darin, dass Sie zunächst die Innenseite des Oberschenkels Ihres Vierbeiners berühren. Hier ertasten Sie nun langsam den Puls und nutzen dabei am besten Ihren Mittelfinger. Achten Sie bitte darauf, nicht Ihren Daumen zu nutzen, da Sie dann vielleicht Ihren eigenen Pulsschlag fühlen.
  • Wenn Sie nicht nur den Puls, sondern vielmehr direkt den Herzschlag messen möchten, dann ist dies möglich, indem Sie Ihre Finger zunächst auf die linke Brustseite Ihres Haustieres legen. Dabei sollte der Stubentiger möglichst liegen. Tasten Sie sich nun langsam in Höhe des Ellenbogens auf der Brust vor, bis Sie den Herzschlag fühlen können.
  • Bei beiden Messmethoden müssen Sie nicht unbedingt eine Minute lang messen, auch wenn das Messergebnis meistens umso genauer ist, desto länger gemessen wird. Grundsätzlich ist es aber ausreichend, wenn Sie zum Beispiel 20 Sekunden messen, und das Ergebnis dann einfach mit Drei multiplizieren, sodass Sie zum Puls pro Minute gelangen.

Welche Ursachen kann ein zu hoher oder niedriger Puls bei der Katze haben?

Der Herzschlag der Katze kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Daher muss eine zu geringe oder zu hohe Frequenz keineswegs immer ein Zeichen einer Erkrankung sein.

  • Die Messung macht natürlich nur dann Sinn, wenn Sie wissen, in welchem Normbereich sich der Puls Ihres Stubentigers befinden kann. Die Normwerte bewegen sich bei den Samtpfoten in einem Bereich zwischen 100 und 140 Pulsschlägen in der Minute. Der Normpuls ist bei den Vierbeinern also deutlich höher als beim Menschen. Sie müssen also keineswegs Angst haben, falls ein Ruhepuls von beispielsweise 120 gemessen wird.
  • Der Herz- bzw. Pulsschlag wird auch bei den Stubentigern durch verschiedene äußere Einflüsse verringert oder erhöht. So haben die Vierbeiner oftmals bei Aufregung, Stress oder körperlicher Anstrengung einen erhöhten Puls, der dann auch über 140 Schläge pro Minute betragen kann. Auch relativ hohe Außentemperaturen können den Schlag des Herzens von der Frequenz her erhöhen.
  • Aufmerksam werden sollten Sie, falls der Ruhepuls, ohne dass mögliche Außeneinflüsse vorhanden wären, beim mehrmaligen Messen öfter außerhalb des Normbereichs liegt. Zwar machen sich Herz- und Kreislaufprobleme eher in wenigen Fällen ausschließlich durch eine erhöhte oder verringerte Herzfrequenz bemerkbar. Aber dennoch kann eine Veränderung des Herzschlages durchaus ein Anzeichen einer Erkrankung sein. Sie sollten dann lieber einmal mehr als einmal zu wenig zum Tierarzt gehen, denn nur der Tierarzt kann eine Diagnose stellen.

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